Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

t3n 28

E-Commerce: Worauf es bei der Wahl des Payment-Providers ankommt

Seite 3 / 3

Kunden belohnen Transparenz

Sobald der Betreiber seine Website an ein breitgefächertes Zahlungsartenangebot angebunden hat, sollte er dies auch dem Seitenbesucher klar kommunizieren. Einerseits gehört dies zu einer vollständigen und transparenten Shopgestaltung und andererseits gewinnt man dadurch im besten Fall Kunden, die noch unschlüssig sind, weil ihnen hier Zahlungsarten zur Verfügung stehen, die es bei der Konkurrenz nicht gibt. Auch im Hinblick auf Benutzerfreundlichkeit der Seite sollten die Zahlungsarten leicht ersichtlich sein, idealerweise erläutert man diese auf einer eigenen Übersichtsseite. Nichts ist ärgerlicher für den Kunden, als mit einem vollen Warenkorb und nach der vollständigen Registrierung mit Adresse und Kundenkontodaten, beim letzten Schritt „Bezahlung“ abbrechen zu müssen, nur weil die gewünschte Zahlungsart nicht angeboten wird. Dieser Kunde kommt bestimmt nicht wieder!

Sicherheitsstandards erkennen

Shopbetreiber müssen beachten, dass der Bestellvorgang, bei dem der Kunde zum Teil sensible Konto- oder Kreditkartendaten angeben muss, höchste Sicherheitsstandards erfüllt. Es gilt hierbei auf die PCI-DSS-Zertifizierung (Payment Card Industry Data Security Standard) zu achten, die für die Abwicklung von Kreditkartenzahlungen nötig ist. Meist kann diese über PCI-konforme Standard-Paymentmodule eines Zahlungsdienstleisters abgedeckt werden. Zudem sollte der gesamte Bestellvorgang stets SSL-verschlüsselt ablaufen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für den Endkunden, um sich „sicher“ bei einer Bestellung zu fühlen, ist zudem ein reibungsloser Checkout-Prozess ohne Unterbrechung oder Umleitung auf eine andere Seite, beispielsweise eine externe Bezahlseite oder ein zusätzlicher Registriervorgang für die Bezahlung. Dies ist bei manchen Zahlungsanbietern wie Paypal oder Skrill unumgänglich, sollte aber wenn möglich vermieden werden. Websites die ein oder mehrere Gütesiegel führen, müssen zudem auf Gütesiegel-konforme Zahlungsmodule achten.

Tipps für die Integration

Die Themen Sicherheit und technische Anbindung sind also eng miteinander verbunden. Vielfach kann man auf fertig programmierte Zahlungsmodule für eine schnelle und einfache Integration für alle gängigen Shopsysteme zurückgreifen. In jedem Fall sollten Shopbetreiber auf einen gut erreichbaren technischen Service des Zahlungsanbieters und einen günstigen Supporttarif achten, sonst kann sich die Erstimplementierung kostspieliger und zeitaufwendiger gestalten als erwartet. Interessant sind auch Anbieter einer White-Label-Lösung für die Zahlungsabwicklung. Dies trägt zusätzlich zum einheitlichen Bestellvorgang bei und irritiert den Kunden nicht unnötig, sondern sorgt für einen ungestörten Kaufabschluss.

Fazit

Die vom Kunden gewünschte Bezahlmöglichkeit anzubieten ist entscheidend für den erfolgreichen Kaufabschluss. Einerseits zeigt man auf diese Weise Kundenfreundlichkeit, andererseits kann man sich dadurch von der Konkurrenz abheben. Gerade in Deutschland, wo der Anteil der Online-Einkäufer mit 60 Prozent an der Gesamtbevölkerung weit über dem EU-Durchschnitt von nur 40 Prozent liegt [5], ist eine schnelle und weitere Verbreitung von allgemein akzeptierten E-Payment-Methoden zu erwarten.

Dies bedeutet für jeden Websitebetreiber, der Zahlungsmöglichkeiten für Dienstleistungen, digitale oder physische Güter anbietet: Es ist unerlässlich, stets darüber auf dem Laufenden zu bleiben, welche Bezahlmethoden Kunden bevorzugen. Kann man dies ohne professionellen Dienstleister bewerkstelligen? Abhängig von der Anzahl der Bestellungen und dem zeitlichen Aufwand für die Zahlungsabwicklung durch den Geschäftsinhaber selbst oder einen Mitarbeiter sollte man in jedem Falle genau kalkulieren, ob die Kosten für die interne Abwicklung nicht doch sehr schnell die Kosten für einen externen Dienstleister übersteigen. In diesem Fall profitieren Shopbetreiber mit dem Outsourcing nicht nur von einer Kostensenkung, sondern können sich vor allem wieder voll auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Katharina Roßmeier
Katharina Roßmeier

ist Marketing Managerin des Full-Service-Payment-Providers Novalnet AG und kennt die Bedürfnisse der Onlinehändler auch aus eigener Erfahrung als Onlineshop-Betreiberin. Sie ist nicht nur für die kreative und inhaltliche Gestaltung der Kampagnen verantwortlich, sondern ist im Bereich Payment mit dem Ohr nah an den Themen und Anforderungen der kleinen sowie großen E-Commerce-Akteure.

Dr. Georg Wittmann
Dr. Georg Wittmann

ist Senior Consultant bei der ibi research an der Universität Regensburg GmbH. ibi research bietet auch umfassende Beratungsleistungen zur Umsetzung der Forschungs- und Projektergebnisse an und ist Initiator und Herausgeber des E-Commerce-Leitfadens (www.ecommerce-leitfaden.de).

Startseite
  • Seite:
  • 1
  • 2
  • 3

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden