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Gesundheit: Heißt länger arbeiten auch länger leben?

Wolfgang Vogt (l.) ist 69 und erlebt als Unternehmensberater einen zweiten Frühling. Hier berät er Matthias Schnizler vom E-Commerce-Startup Premano. (Foto: Jan Vollmer)

Wer im ­Alter länger arbeitet, ist oft länger fit. Wir haben mit fünf Experten darüber gesprochen, welche Jobs gesund sind. Und welche Jobs uns kaputt machen. 


Das Schlimme am Altern sind nicht die Knieschmerzen, die ­schweren Füße und Arme oder die zitternden Hände. Das ­eigentliche Problem ist, dass ich nichts mehr im Büro mitbekomme. Das ist meine erste Erkenntnis, als ich plötzlich 71 Jahre alt bin. Um mich herum springen meine jungen Kollegen durch die ­Redaktion, machen Fotos von mir, lachen mich aus. Ich fühle mich wie eine Landschildkröte unter Hasen. Ich muss mich erst mal setzen.

„Kniebandagen mit nach innen gewandten ­Stacheln lassen meine Knie wie bei Arthrose schmerzen.“

Um plötzlich 40 Jahre älter zu werden, habe ich mir „Gert“, einen Alterssimulationsanzug angezogen: Meine Füße stecken in Schaumstoffschuhen, mit denen der Boden sich weich und ­unsicher anfühlt. Um meine Fußknöchel und Hand­gelenke ­hängen Gewichte, die jede Bewegung beschwerlich machen. Dazu trage ich eine zehn Kilo schwere Weste, die mich nach unten zieht. Kniebandagen mit kleinen, nach innen gewandten ­Stacheln lassen meine Knie wie bei Arthrose schmerzen. Mit einer Halskrause kann ich meinen Hals kaum noch bewegen, in den Baumwollhandschuhen fehlt mir das Gefühl – und die ­ständigen Stromschläge der Handschuhe lassen meine Hände zittern. Mit der gelblich trüben Skibrille sehe ich verschwommen, durch den ­Gehörschutz klingt das Leben dumpf, ein wenig wie unter Wasser.

Schlecht sehen, hören, laufen – am eigenen Leib erfahren, wie es sich anfühlt, richtig alt zu sein. Der Simulationsanzug Gert macht’s möglich. (Foto: produktundprojekt.de)

Schlecht sehen, hören, laufen – am eigenen Leib erfahren, wie es sich anfühlt, richtig alt zu sein. Der Simulationsanzug Gert macht’s möglich. (Foto: produktundprojekt.de)

„Man kann mit Ende 60 Schildkröte sein – oder ein etwas älterer Hase.“

Nichts von dem, was im Alterssimulationsanzug passiert, ist total überraschend. Aber wie bei einer Insolvenz oder einem Kornschorle-Kater, ist es etwas anderes, ob man den Weg nur kennt, oder ihn auch beschreitet. Und genau wie bei einer ­Insolvenz oder einem Kornschorle-Kater fragt man sich dann: Wie kann ich das vermeiden? Und wenn man sich dann umschaut, zwischen den alternden Babyboomern, stellt man fest: Es gibt die, die mit Ende 60 Schwierigkeiten haben, vom Sofa ­aufzustehen und ihren DVD-Player zu bedienen. Und es gibt die, die mit Ende 60 noch Squash oder Tennis spielen und sich einen VPN-Client für ihr ­Drahtlosnetzwerk zu Hause ganz ohne fremde Hilfe installieren. Man kann mit Ende 60 Schildkröte sein – oder ein etwas älterer Hase.

„Studien ­belegen, dass Arbeit und Gesundheit oft Hand in Hand gehen“

Man erkennt die Schildkröten und Hasen oft daran, ob sie nach dem offiziellen Renteneintrittsalter noch arbeiten oder nicht. Forscher konnten mittlerweile in etlichen Studien ­belegen, dass Arbeit und Gesundheit oft Hand in Hand gehen: Wer im ­Alter noch arbeitet, ist oft ziemlich fit. „In den letzten sieben bis acht Jahren hat Arbeit im Alter massiv zugenommen“, erklärt mir Alterssoziologe Mirko Sporket von der FH Münster in einem ­Telefonat. „Eine Million Menschen arbeitet in Deutschland auch noch jenseits der 65. Und es geht dabei seltener um ­existenzielle Not. Eher um die Sicherung des Lebensstandards und darum, Arbeit als persönliche Ressource zu nutzen, seine Kompetenzen einzubringen und teilzuhaben“, erklärt Sporket. „Aber, um überhaupt erst mal dort hinzukommen, muss man natürlich gesund sein.“

„Langzeitstudien haben gezeigt, dass Menschen, die im ­Alter weiterarbeiten, unter weniger schweren Krankheiten leiden und oft auch länger leben.“

Seit einigen Jahren versuchen Wissenschaftler die ­Zusammenhänge zwischen Arbeit, Alter und Gesundheit zu ergründen. Seit 2009 gibt es Studien, die nahe legen, dass es gesünder ist, im Alter weiterzuarbeiten, statt in Rente zu ­gehen: ­Langzeitstudien mit jeweils über 1.000 Teilnehmern der ­University of Maryland und des Hadassah Hospitals Mount ­Scopus in ­Jerusalem ­haben gezeigt, dass Menschen, die im ­Alter weiterarbeiten, unter weniger schweren Krankheiten und ­Behinderungen leiden als Menschen im selben Alter im ­Ruhestand – und oft auch länger leben.

Die Schwierigkeit bei ­Studien zum Verhältnis von Arbeit, Alter und Gesundheit ist meist allerdings, eine Kausalität ­festzustellen: Bleiben Menschen also länger fit, weil sie arbeiten? Oder arbeiten sie vielleicht länger, weil sie einfach noch fit sind und sich gut fühlen?

„Bleiben Menschen also länger fit, weil sie arbeiten? Oder arbeiten sie vielleicht länger, weil sie einfach noch fit sind und sich gut fühlen?“

In einem kleinen Besprechungsraum im Büro des Vereins ­„Senioren der Wirtschaft“ hinter einer Sparkasse in der Nähe von Böblingen sitzen Wolfgang Vogt und Jill Hollender und starren auf einen Bildschirm. Hollender ist 25 Jahre alt, trägt ­weißes Top, Strickjacke und dezente Schminke. Neben ihrem Job in der ­Merger & Acquisitions-Abteilung eines großen Techunter­nehmens in der Region Stuttgart gründet sie gerade „Shadow your Future“, eine Plattform, auf der junge Menschen Praktika bei ­Unternehmen finden sollen.

Vogt ist 69 Jahre alt, trägt rote Schuhe, ein Poloshirt und eine schwarze Brille mit einem Blitzsymbol auf dem breiten Rahmen. Er ist formell schon vor acht Jahren in Altersteilzeit gegangen und hat eineinhalb Jahre später ganz aufgehört zu arbeiten. Über 14 Jahre lang hat Vogt verschiedene ­Marketing- und ­Strategie­abteilungen für IBM geleitet. Jetzt berät er mit dem ­Verein ­„Senioren der Wirtschaft“ ehren­amtlich junge Gründerinnen wie Jill in Sachen Marketing und erklärt, wie das Geschäft eben so läuft.

„Was kann eine 25-jährige Gründerin von einem 69-jährigen Rentner lernen? Das hängt davon ab, wie fit der Rentner ist.“

Was kann eine 25-jährige Gründerin von einem 69-jährigen Rentner lernen? Das hängt davon ab, wie fit der Rentner ist. „Auf Facebook könntest du die Werbung direkt an Schüler ausspielen lassen, die sich für naturwissenschaftliche Fächer interessieren. Zumindest erst mal für deinen MVP.“ Vogt schaut zu mir herüber und erklärt: „Also, ‚MVP‘, das steht für ‚Minimal Viable Product‘ – ein funktionierender Prototyp.“ Mit Social Media hat er sich in einem Workshop beschäftigt. Wenn man noch hin und wieder ein Fachbuch zum Thema „Schlankes Marketing“ schreibt, mit seinen Kollegen von den „Senioren der Wirtschaft“ Vorträge zu B2B-Marketing hält oder an der Business School in ­Reutlingen Marketing unterrichtet, braucht man das. Themen wie KI, Design-­Thinking-Methoden oder 3D-Druck lese er sich an, wenn er so was für Beratungsprojekte brauche, sagt er. Vogts Klingelton ist der Soundtrack von Mission Impossible. Und er hat auch nicht viel Zeit. Um 13 Uhr trifft er den nächsten Kunden, einen ­E-Commerce-Gründer, in der Stuttgarter Innenstadt.

„Auch im Alter bedingen sich Herausforderung und Leistung gegenseitig.“ – Professorin Maria Pavlova

„Es gibt durchaus Evidenz, dass die noch Erwerbstätigen ­bessere kognitive Leistungen erbringen können als Menschen im selben ­Alter im Ruhestand“, erklärt mir Maria Pavlova, Gerontologin an der Uni Vechta am Telefon, während sie mit dem Kinderwagen spazieren geht. Aber die Studienlage sei in der Tat nicht so einfach: „Wir können da ja keine randomisierten Experimente mit Probanden und Kon­trollgruppen machen“, sagt Pavlova. Schließlich kann man gesunden Senioren nicht vorschreiben, in Rente zu gehen, um zu testen, ob es ihnen danach schlechter geht. „Auch im Alter“, erklärt Pavlova „bedingen sich Herausforderung und Leistung gegenseitig.“ „Geht Heraus­forderung nicht auch mit einem Hobby?“, frage ich. „Es ist schon ein Unterschied, ob es nur um Spaß geht oder um eine ­strukturierte Beschäftigung, bei der man tatsächlich auch Verantwortung übernimmt“, sagt Pavlova. „Dabei gilt: Je komplexer die Arbeit, desto besser ist sie für die ­kognitive Gesundheit. Dabei scheint die Komplexität der Arbeit mit anderen Menschen am wichtigsten zu sein. Vorgesetzter sein, viel mit Menschen verhandeln müssen, beraten, Entscheidungen treffen: Das scheint besonders förderlich für die ­geistige Fitness. Auch wenn das ein bisschen unfair klingt, so ist die ­Forschungslage.“

„Je komplexer die Arbeit ist, desto besser ist sie für die kognitive Gesundheit.“

Nach dem Gespräch schickt mir Pavlova noch drei Studien per E-Mail. In der Wissenschaftssprache heißen die Modelle zum ­Zusammenspiel von kognitiver Herausforderung und Leistung: „Use it or lose it“-Hypothese und „Demand-Ressource-Model“. In der ersten Studie hat ein internationales Team von Wissenschaftlern kognitive Leistungsdaten aus durchschnittlich zwölf Jahren Lebenszeit von 421 schwedischen Senioren untersucht. Die Ergebnisse, so die Forscher, zeigten, dass nach komplexer Arbeit mit Menschen im Berufsleben die verbalen Fähigkeiten, das Gedächtnis und die mentale Geschwindigkeit besser waren – ­unabhängig vom Altersunterschied, Geschlecht und Bildung in der Gruppe. Allerdings: Senioren, die nach der Pensionierung aktiv Hobbys nachgingen, konnten auch ein paar Punkte bei der mentalen ­Fitness aufholen. Die Forscher schlugen daher sogar vor, dass ältere Menschen mit geistig und körperlich anspruchsvollen ­Hobbys eintönige und anspruchslose Berufs­leben ausgleichen könnten. Es geht dabei aber nicht nur um große ­Herausforderungen allein: Eine Studie von Wissenschaftlern der Colorado State ­University und der Duke University betont, dass die Arbeit zur Person passen muss, damit sie fit hält. „Person-Environment-Fit“ nennen das die Wissenschaftler.

Talent kennt kein Alter, sind die Jobvermittler von Wisr überzeugt. Das Team um Martin Melcher, Carina Roth und Klaudia Bachinger (von links nach rechts) sieht insbesondere die soziale ­Kompentez von Senioren als Stärke. (Foto: Wisr / Timar Batis)

Talent kennt kein Alter, glauben die Jobvermittler von Wisr. Martin Melcher, Carina Roth und Klaudia Bachinger (von links nach rechts) sehen die soziale ­Kompetenz von Senioren als Stärke. (Foto: WISR / Timar Batis)

Ältere Menschen scheinen auch zu wissen, dass ihnen Arbeit mit Menschen guttut. Klaudia Bachinger, die Gründerin von Wisr, einer Jobvermittlung für Senioren, sagt mir in einem Telefonat: „­Tendenziell ist auf unserer Plattform alles beliebt, was mit Menschen zu tun hat. Für Stellen in Sales, Beratung, in Startups, jungen Unternehmen und auch im Personentransport bewerben sich viele Senior Talents.“ Auch Sportstudios wie Holmesplace und Mrs. Sporty seien beliebte Arbeitgeber bei den Ü65ern, so Bachinger. Die soziale Kompetenz, die man dafür braucht, sei auch nichts, was Jüngere unbedingt besser könnten – oft wächst sie im Alter.

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8 Kommentare
Herbert
Herbert

So sehen bezahlte Auftragsstudien aus, die genau das bestellte Ergebnis bestätigen. Aber inzwischen ist vielen Menschen klar, wie wir tagtäglich manipuliert werden. Das Rentenalter soll möglichst weiter erhöht werden. Deshalb benötigt man solche Aussagen, dass nur das Arbeiten bis in den Tod glücklich macht.
Die Franzosen sehen das aber zum Beispiel gerade ganz anders.
Ich habe für solche Artikel jedenfalls nur noch ein müdes Lächeln übrig.

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Günter Bähr
Günter Bähr

Ja so sehe ich es auch, ich bin zwar erst 80 Jahre alt, und habe seit Rentenanfang noch 40€ jobs gemacht, doch mehr um mir Anschaffungen zu machen, die ich dann später nutzen kann. Das heit statt im Grünen zu wandern habe ich im Grünen gearbeitet. bis 75 hat es geklappt. Jetzt nutze tur ich das was ich in meiner Pflichtarbeitszeit nicht getan habe. Musik hören, Lesen, das Leben genießen usw. Meinen Kindern habe ich es empfohlen es anders zu machen das Leben genieen und weniger arbeiten. Die technische Entwicklung war in den letzten Jahren so schnell, das vieles was ich glaubte für mein späteres alter anzuschaffen bereits fast überflüssig geworden isr. Musiksammlung, Filmsammlung, Büchersammlung usw. Arbeiten als solches schader ja nicht, nur wer hat den Nutzen davon?

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Johannes
Johannes

„Auf Facebook könntest du die Werbung direkt an Schüler ausspielen lassen, die sich für naturwissenschaftliche Fächer interessieren. Zumindest erst mal für deinen MVP.“

Da hab ich lachen müssen! Herr Vogt hat sich gut informiert, aber Schüler findet man heutzutage kaum mehr auf Facebook : )

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Peter Stephans
Peter Stephans

Ja, ich auch. XD Als Herr Vogt in Rente ging, war das vielleicht noch so. Aber jetzt sind die auf Insta, Youtube oder Snapchat. Originalzitat: Facebook ist ein Alte-Leute-Ding! Herr Vogt? Setzen 6.

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Bert
Bert

Mein Gefühl ist dass es prinzipiell attraktiv sein könnte länger zu arbeiten, wenn bereits in den Jahren zuvor das Tempo rausgenommen wird. Die wenigsten Jobs sind ja wirklich ihrem Wesen nach jenseits der 65 nicht mehr zu machen, vielmehr sind viele ihrer Intensität nach schon mit Mitte 30 grenzwertig.

Wenn man sich in eine Richtung bewegen könnte in der man eher 4 Tage die Woche arbeitet und dann jenseits der 50 vielleicht nur noch drei, und wenn man dafür dann länger arbeitet, dann könnte ja durchaus ein Schuh draus werden, so gesellschaftlich gesprochen. Diese Vorstellung dass man sich durch 40 Jahre Arbeitsleben prügelt um dann irgendwann seine Ruhe zu haben ist mir einfach zu billig – sollte nicht der Weg das Ziel sein? Sind wir wirklich nicht im Stande zu einer Arbeitskultur zu finden die irgendwann mal über das Agieren am Limit erhaben und vielleicht sogar ein Stück sinnstiftend ist?

Ich verstehe den Einwand von Vorredner Herbert und auch hege auch eine gewisse Sympathien für die Haltung der Franzosen, aber diese ganze Denke ist doch sehr stark gefangen im geistigen Erbe des Industriezeitalters.

Wäre es nicht wünschenswert die typischen Betätigungsfelder der verschiedenen Altersphasen stärker zu verschränken? Mehr „Hands-On“, Praktika, Projektarbeit für Schüler, mehr duales Studium in den 20ern, mehr Weiterbildung, Zweitstudium und Gartenarbeit jenseits der 30, mehr aktive Teilhabe jenseits der 60, sei es nun Ehrenamt oder sowas wie zwei Tage die Woche in der Firma.

Wie immer macht Skandinavien da den Vorreiter, aber selbst dort wirken die Ansätze zu zaghaft… und von der deutschen Politik kommt wie üblich einfach gar nichts.

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Christine
Christine

Diese Studie ist so voll daneben. Nicht nur das viele Unternehmen gerade Menschen ab 55 sowieso gerne entlassen würden, viele Firmen stellen doch ältere gar nicht mehr ein. Warum kann das alles nicht auf freiwilliger Basis passieren. Bürger können ab 55 selber entscheiden, wann sie in Rente gehen. Wenn sie lange genug eingezahlt haben, sollten Sie das dürfen. Aber da meinen unsere Politiker, das wäre nicht bezahlbar. Warum?!?!? Nun ganz einfach. Die Politiker haben sich in den Jahren seit es diese Rente gibt so dreist und unverschämt bedient, das heute wir zukünftigen Rentner diese Zeche zahlen müssen. Nehmt doch endlich erstmal die raus, die keine Rentenbeiträge bezahlt haben aber horente Summen herausnehmen z.B. unsere Politiker. Und dann gebt der Rentenkasse die entnommenen Summen wieder zurück. Das wäre ein guter Ansatz!!

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Peter Stephans
Peter Stephans

Ich finde das man sich was im Alter sucht, damit man was zu tun hat, eine absolut richtige Idee. Gehirnstillstand in der Rente ist tödlich…also vorzeitig tödlich. ;) Was ich aber in meinem beruflichen Umfeld mitbekomme und auch von anderen Leuten in anderen Firmen höre ist, dass die meisten älteren Menschen mit der Geschwindigkeit und der Anpassung an Neues nicht mehr mitkommen. Hier blockieren sie teilweise Arbeitsprozesse und/oder verursachen doppelte Arbeit. Ich kann bestätigen, das diese älteren Herrschaften durchaus lebhafter und kommunikativer sind, als andere die ich kenne, die nicht mehr arbeiten. Sie wirken auch gesünder. Allerdings müssen wiederum die jüngeren Kollegen, das verursachte Verschleppen der Arbeitspozesse wieder meist durch Überstunden und seeeehr viel Geduld wieder aufholen. Das kann es dann ja wohl auch nicht sein, oder? Fazit: Für Senioren eine beratende Tätigkeit, damit die kostbaren Erfahrungen, Kontakte, usw. nicht verloren gehen und weitergegeben werden können. Also quasi ein Wissens-Guru. Aber in keinem Fall eine Integration in aktive Geschäftsprozesse.

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Titus von Unhold
Titus von Unhold

Seit 2018 gibt es ein Negativsaldo im Arbeitsmarkt. Bis mindestens 2036 werden jedes Jahr 420.000 Leute mehr in Rente gehen als nachkommen, was dann zu einer Lücke von 6 Mio Beschäftigten führt. Allerdings werden die Alten die fehlenden Kompetenzen nie aufholen können – weder durch Umschulung, noch durch Zweitausbildung.

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