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Bitte einsteigen: Ein Besuch bei den Gründern von myTaxi

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Regelmäßig flattern Klagedrohungen ins Haus, auch Verleumdungen seien ein gängiges Mittel. „Immer wieder wird das Gerücht in die Welt gesetzt, dass wir hier jeden nehmen und keinen Wert auf die Personalien legen. Aber das ist Blödsinn“, so die Gründer. Im Gegenteil: Alle Taxifahrer, die mitmachen wollen, schauen persönlich vorbei und zeigen sowohl Lizenz als auch ihren Taxischein vor. Es werden die Personalien aufgenommen und eine kleine Schulung durchgeführt. Manche Zentralen gehen auch den anderen Weg und versuchen nun ihrerseits, innovative Anwendungen auf den Markt zu bringen.

Längst wird die App schon deutschlandweit und in Österreich genutzt, auch eine englisch- und französischsprachige Version gibt es. In Österreich haben die Hamburger derzeit Schwierigkeiten: Viele Zentralen drohen ihren Fahrern mit Rausschmiss, wenn sie mit myTaxi kooperieren. Dies sei zwar ganz klar verboten, kümmere viele Zentralen aber nicht weiter. Vor einiger Zeit haben Mewes und Külper Beschwerde bei der Bundeswettbewerbsbehörde eingereicht; der Fall wurde nun ans Kartellamt weitergeleitet. Aber auch in Deutschland drohen manche Zentralen ihren Fahrern.

Ohne Taxi geht bei mytaxi selbst auf dem Schreibtisch nix.

Ohne Taxi geht bei mytaxi selbst auf dem Schreibtisch nix.

Bisher lässt sich das junge Team aber nicht aufhalten und erobert seit Februar nun auch die Schweiz und Spanien. Für Mewes ist myTaxi bereits die zweite Firma, sein erstes Unternehmen gründete er noch während der Schulzeit: eine Softwareentwicklung für Schiffahrts- und Logistikunternehmen.

Jetzt wickelt sein Team noch die Bestandskunden ab, dann wird das Projekt auslaufen. Mytaxi nimmt ihn jetzt voll und ganz in Anspruch. Külper, wie sein Cousin Anfang 30, studierte an der Hamburg School of Business Administration und arbeitete bis zu jener verhängnisvollen Diskonacht als Berater für Marketing- und Vertriebsstrategien. Aktuell macht er bei myTaxi, was er gelernt hat und was ihm liegt: Marketing und Vertrieb.

Dass myTaxi deutschlandweit so schnell Begeisterung ausgelöst hat und bekannt wurde – „Es gibt in Deutschland wohl kaum einen Taxifahrer mehr, der noch nichts von uns gehört hat“ – ist schon ein bemerkenswerter und einzigartiger Werdegang. Vermutlich werden sich in Zukunft noch weitere Investoren die Finger nach dem taxigelben Startup lecken, das nicht weniger will, als Europa erobern.

Als es ans Fotoschießen geht, kommt ein Taxifahrer herein, den die beiden Gründer ebenfalls persönlich kennen. Er freut sich über den Anlass und stellt sein Auto gerne zur Verfügung. „Es ist wirklich schön, die Fahrer persönlich zu treffen, die Taxi-Branche ist extrem emotional“, lacht Külper. Beim Rausgehen frage ich mich, ob die myTaxi-App nicht Grund genug ist, mir doch mal ein iPhone zuzulegen. Mal sehen.

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3 Kommentare
anonym
anonym

Warum ein I-Phone dafür zulegen? Die App gibts doch auch für Android :-)

myTaxi
myTaxi

Der Artikel wurde bereits im t3n Magazin Nr. 27 veröffentlicht. myTaxi ist mittlerweile gewachsen, erneut umgezogen und hat neue Features integriert. Alle aktuellen Infos und wo das Hamburger Startup aktuell steht, findet Ihr hier: