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t3n 48

Leitfaden für die internationale Warenbeschaffung: China-Sourcing

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Muster-Anforderung:

Profis lassen sich Muster an eine chinesische Adresse senden. Das können Einsteiger auch. Beispielsweise bietet KW-Logistics einen Sample-Service an. Diesen können Unternehmen entweder mit dem Weiterversand der Muster oder gleich mit der Qualit.tsprüfung beauftragen. Wichtig ist es, auf angemessene Versandkosten zu achten. Händler können dazu auch ein DHL-Konto anlegen, über das der chinesische Händler die Muster auf ihre Kosten verschicken kann.

Kaufvertrag:

Ein klassisches Vertragswerk ist bei den meisten chinesischen Händlern oder Herstellern nicht nötig. Nach Bestellung erhalten deutsche Händler eine Bestellbestätigung (Order Confirmation). Sie sollte möglichst jedes Detail schriftlich klar beschreiben.

Zahlung:

Üblich ist eine Zahlung in Vorkasse. Meist sind dies 30 bis 70 Prozent des Einkaufspreises – gezahlt per T/T, also normaler Banküberweisung und in US-Dollar (USD) oder der chinesischen Volkswährung Rénmínbì (RMB). Die letzte Zahlung erfolgt nach Verladen der Ware. Im Gegenzug erhält der deutsche Händler die B/L (bill of lading), also den Frachtbrief. Dieser ist für die Einfuhr notwendig und kommt meist per Fedex.

Versandart:

Aus Kostengründen ist die Seefracht in der Regel empfehlenswert. Die teure Luftfracht ist zwar schneller, aber eher etwas für Ungeduldige und selten wirtschaftlich notwendig. Für die Seefracht gibt es neben kompletten Vollcontainern weitere Optionen.

Qualitätsprobleme:

Händler sollten grundsätzlich immer mit Qualitätsproblemen rechnen und deshalb einen Konsolidierer vor Ort einsetzen, der auch Qualitätskontrollen durchführt. Dieser kann Reklamationen noch in China abhandeln.

Verzollung:

Mit dem Frachtbrief muss der deutsche Händler eine EORI-Nummer beim Zoll beantragen. Sie steht fünf bis sieben Tage nach Antragsstellung kostenlos bereit.

Fazit

Es war noch nie so einfach, Produkte direkt bei chinesischen Herstellern zu bestellen. Und mit den richtigen Dienstleistern lassen sich nahezu alle Hindernisse umgehen. Händler stehen beim China-Sourcing daher weniger vor der Aufgabe, sich möglichst viel Prozesskenntnis anzueignen. Die Herausforderung ist, großartige Produktideen und Nischen ausfindig zu machen.

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