Software

Freie Software wird immer wichtiger: Linux und Open Source im Mittelstand

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Einsetzbar sind die hochskalierbaren Lösungen von Univention schon ab zehn Benutzern. Das System ist zwar hauptsächlich bei kleinen und mittelgroßen Anwendern im Einsatz, wird aber auch bei großen Filialbetrieben oder Behörden mit bis zu 80.000 Benutzern verwendet.

Trotz dieses positiven Trends ist aber auch spürbar, dass größere Wirtschaftlichkeit und vereinfachte Handhabung nicht gleich alle Bedenken der Anwender mit einem Schlag ausräumen. Kritiker halten der Community insbesondere entgegen, Linux sei zwar vermeintlich günstig in der Anschaffung, aber teuer im Unterhalt. Insbesondere, weil nur Spezialisten die Lösungen aufsetzen, warten und pflegen können. Kommt etwa ein neuer Mitarbeiter ins Unternehmen, so wird häufig ein externer Dienstleister benötigt, damit dieser den Benutzer auf mehreren Serversystemen einträgt.

Die auf dem Markt offerierten Lösungen variieren zudem stark im Hinblick darauf, wie Updates verfügbar gemacht werden und wie einfach sie einspielbar sind. Unternehmen sollten dem beauftragten Dienstleister deshalb genau auf den Zahn fühlen, ob dieser in standardisierter Form gängige Szenarien implementiert und diese vom Hersteller mit eindeutig nachvollziehbaren Supportfunktionen versehen sind. Komplexere Umgebungen mit mehr als einem Server sollten noch administrierbar sein, denn in der Regel betreiben auch kleine Unternehmen mehr als ein Serversystem.

Florian Effenberger, Sprecher der plattformunabhängigen Openoffice.org, verweist demgegenüber auf den gestiegenen Reifegrad und die wirtschaftlichen Vorteile der Lösungen. „Es ist immer noch ein weit verbreiteter Irrtum, dass Linux und Open-Source-Produkte nur etwas für absolute Freaks und Profis sind und niemand sonst sich damit auseinandersetzen kann.“ Der Betrieb eines kommerziellen Office-Paketes in einer großen, vielschichtigen Umgebung sei genauso schwer wie der Betrieb einer Open-Source-Lösung. „Es sollte in beiden Varianten entsprechend professionelles Know-how vorhanden sein“, plädiert Effenberger.

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