Entwicklung

Vorstellung von Tools zur Entwicklung mit der beliebten Webskriptsprache: PHP-Entwicklung mit Eclipse

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PHP IDE – offizielles Eclipse Subprojekt

Sorgten in der Vergangenheit bereits zwei verfügbare IDEs für ein wenig Auswahl, gesellt sich nun mit PHP IDE [1] ein dritter Kandidat in die Runde. IBM und Zend starteten das Projekt gemeinsam unter dem Dach von Eclipse. Im Oktober 2005 angekündigt, plant das Projekt bereits im September 2006 die Veröffentlichung der Version 1.0. Die schnelle Entwicklung erklärt sich durch die Tatsache, dass das Projekt auf die Vorarbeit des Web Tools Projekt (WTP) aufsetzt, einem weiteren Unterprojekt von Eclipse, das Werkzeuge für die Verarbeitung von Dokumenten wie XML/XHTML, CSS und Javascript bereitstellt. PHP IDE realisiert dabei die neuen Komponenten Core, UserInterface und Debug.

Komponenten

Die Core-Komponente stellt Modelle zur Verwaltung der Sprache und dem Auflösen von Bibliotheksabhängigkeiten zur Verfügung. Außerdem stehen Builder und Code Formatierer für die Sprache zur Verfügung. Die Core Komponente stellt die stabile Basis für das UserInterface und die Debug Komponente.

Die UserInterface-Komponente stellt einen spezialisierten Editor und mehrere Ansichten zusammen mit einer PHP-Perspektive bereit. Der Source-Editor fügt sich, wie in der Architekturgrafik angedeutet, nahtlos an das Web Tools Projekt ein. Als sogenannter strukturierter Editor stellt er die bekannten Funktionen wie Syntax-Highlighting, Autovervollständigung und Quellcode-Faltung zur Verfügung. Unter Quellcode-Faltung ist die optische Teilausblendung von Quellcode innerhalb des Editors zu verstehen, die etwa aktuell nicht relevante Teile wie PHPDoc-Kommentare unterdrückt und damit dem Entwickler eine bessere Übersicht über den Quellcode liefert. Leistungsfähige Funktionen wie Code-Templates, die während des Editierens automatisch zur Verfügung stehen, um Fehler von typische Routinen fernzuhalten, sind, wie Bookmarks, Taskverwaltung und das Setzen von Breakpoints, weitere Eigenschaften des Editors. Neben dem Editor geben zahlreiche Ansichten detaillierte Auskunft über das in Bearbeitung befindliche Projekt. Der Package Explorer liefert, ähnlich wie TruStudio, eine erweiterte Ansicht auf die Ressourcen mit der Möglichkeit, neben der Darstellung der Dateien auch in die Dateien auf Basis von Klassen und Variablen zu navigieren. Die PHP-Project-Outline-Ansicht liefert eine Auflistung aller im Projekt erfassten PHP-Ressourcen auf Basis der drei Kategorien Klassen, Funktionen und Konstanten. Diese Informationen ergänzt die PHP-Functions-Ansicht um eine Auflistung der von PHP zur Verfügung gestellten Methoden. Durch Anklicken der Funktion wird diese in den Quellcode eingefügt.

Eclipse PHP IDE vor Aufruf der PHP Manual Funktion, die das Nachlesen der API auf php.net ermöglicht.

Eclipse PHP IDE vor Aufruf der PHP Manual Funktion, die das Nachlesen der API auf php.net ermöglicht.

Eine Besonderheit steht hier, wie auch im Editor, zur Verfügung: Durch Markierung einer PHP-Methode und der Auswahl des Eintrags „Open PHP Manual“ im Kontextmenü wird die Beschreibung der Methode durch Aufruf der entsprechenden URL von www.php.net direkt im integrierten Webbrowser angezeigt. Die Anbindung der UserInterface-Komponente an die Standard-Ansichten Navigation, Outline, Tasks und Problems komplettieren das Bild. Die Debug-Komponente ist die dritte im Bunde und stellt ihre Funktionalität über eine eigene Perspektive zur Verfügung. Ein Debugger von Zend wird bereits mitgeliefert, es besteht aber auch die Möglichkeit, PHP IDE an einen auf dem Webserver laufenden Debugger anzubinden.

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