Entwicklung & Design

Requirements Engineering: Bedarfsanalysen für Webprojekte richtig durchführen

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Die Tools für das Requirements Engineering

Spezialisierte Tools wie Visure bieten umfangreiche Funktionen für die Definition, Organisation und Validierung aufwändiger Software-Projekte. Sie sind aber nicht immer einfach zu bedienen und eignen sich eher für große Projekte. (Screenshot: Visure)

Spezialisierte Tools wie Visure bieten umfangreiche Funktionen für die Definition, Organisation und Validierung aufwändiger Software-Projekte. Sie sind aber nicht immer einfach zu bedienen und eignen sich eher für große Projekte. (Screenshot: Visure)

Für das Requirement Engineering stehen mächtige Spezialwerkzeuge zur Verfügung. Diese sind jedoch nicht immer leicht zu handhaben und eignen sich daher oftmals eher für umfangreiche Projekte. Daneben können Agentur und Kunde auch mit
Online-Tools arbeiten, die ihnen schon vorher bekannt sind. Die folgenden Cloud-Dienste erleichtern zudem die Arbeit in verteilten Teams: Für die Planung und Projektleitung eignen sich etwa Trello oder Asana, für Notizen und Protokolle Evernote oder Minutes.io. Abhängigkeiten und Prozesse lassen sich gut mit MindMeister oder Quircktools Smaps abbilden. Und das Requirements-Engineering-Dokument teilt und bearbeitet man in verteilten Teams zum Beispiel mit Google Docs oder DBook.

Requirements Engineering platzieren

Um das Requirements Engineering einzuführen, gibt es eigentlich nur vier geeignete Zeitpunkte. Das Erfassen und Abstimmen der Anforderungen geschieht

  • als ein eigenes Vorprojekt, mit dem die Agentur die Aufwände des eigentlichen Projekts überhaupt erst definieren kann.
  • zu Projekt- oder Sprint-Beginn, um alle Anforderungen zu definieren – auch solche, die sich auf das Konzept und Design auswirken.
  • vor Beginn der technischen Umsetzung, um auf sicherem Terrain zu programmieren.
  • nach dem Scheitern eines Projekts oder bei Übernahme eines gescheiterten Projekts, um die Umsetzung im zweiten Anlauf sicher durchzuführen.

Fazit

Das Requirements Engineering erfordert Übung, bringt aber viele Vorteile mit sich – und zwar nicht nur für die Agentur, sondern auch für den Kunden: Er erhält einen besseren Einblick in die Details seines Ziels und kann so auch besser einschätzen, welche Anforderungen ein absolutes Muss und welche „nur“ wünschenswert sind.

Er vermeidet unnütze Diskussionen und Interpretationen ungeklärter Umsetzungsdetails, die Umsetzung verläuft gradliniger und zügiger. Darüber hinaus hat er eine saubere Grundlage für die Kostenkalkulation. Das schützt ihn davor, am Ende des Budgets mit einem halbfertigen Projekt dazustehen. In der agilen Entwicklung zeigt das Requirements Engineering frühzeitig, ob das Budget reicht und ob das Team in kommenden Sprints nur noch Muss-Anforderungen umsetzten sollte.

Nicht zu unterschätzen ist auch, dass der Auftraggeber ein wichtiges Kontrollwerkzeug für die Qualität der Umsetzung erhält. Darüber hinaus kann ein gutes Requirements-Engineering-Dokument auch der internen Kommunikation des Kunden dienen: Wenn in größeren Unternehmen nicht nur Einzelne über die Auftragsvergabe bestimmen, hilft es bei der Abstimmung und Absicherung der Ansprechpartner. Sobald Kunden dies verstanden haben, sollte die Umsetzung kein Problem mehr sein.

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Dein t3n-Team

2 Kommentare
Michael
Michael

„Für das Requirement Engineering stehen mächtige Spezialwerkzeuge zur Verfügung.“
Welche denn?
Interessantes Thema, leider etwas oberflächlich behandelt. Interessant wird, wie die unterschiedlichen Anforderungen dann im Detail zu dokumentieren und vor allem zu visualisieren sind. UML alleine reicht oft nicht.

Antworten
mTOOLs
mTOOLs

Der Artikel fasst die Kernthemen des Requirements Engineering gut zusammen, aber von den gelisteten Tools kann man wirklich keines als Spezialwerkzeug bezeichnen.
Wir sind Hersteller von wirklichen Spezialwerkzeugen: objectiF RM, in-STEP RED und in-STEP BLUE. Mehr dazu gibt es auf: http://www.microtool.de.
Aber auch IBM, Polarion u.a. bieten echte Werkzeuge für Requirements Engineering an.
Wer sich wirklich im Bereich Anforderungsanalyse, Dokumentation, Traceability und Anforderungsmanagement verbessern will, sollte schon eher nach einem echten Spezialwerkzeug Ausschau halten.

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