Ratgeber

SEO-Trends 2013: Nutzer sind wichtig, neue Technologien im Aufwind

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Seiteninhalte

Das Nutzerverhalten entscheidet direkt über Google-Ranking. So bewertet Google einen Rücksprung des Users auf die Suchergebnisse in den ersten 30 Sekunden etwa negativ. Aber auch eine der Position nicht angemessene Click-Through-Rate (CTR) kann sich negativ auswirken. Gute Seiteninhalte, die liefern, was das Snippet verspricht, werden künftig noch wichtiger. Auch die Aktualität von Inhalten (Freshness) gewinnt an Bedeutung. Allein schon deshalb, weil die starke Fokussierung auf den Linkgraph ältere Dokumente zu sehr bevorzugt. Neue Inhalte können schlicht nicht so viele Links vorweisen wie ältere. Artikel zum Osterwetter des letzten Jahres ranken zwar besser, sie sind aber für den User nicht wirklich nützlicher. Deshalb ist und bleibt für jede gute SEO-Strategie zentral: Inhalte sinnvoll bewirtschaften, Seiten mit Suchmaschinen-Traffic aktuell halten und Inhalte schaffen, die dem Nutzer helfen. Die eigene Sichtweise zu verlassen und die Produkte aus Kundensicht zu begreifen, ist daher auch künftig eine nicht ganz einfache, aber wichtige Aufgabe.

Conversion

Jede Website hat Ziele. Neben dem Abverkauf gibt es diverse Microziele. Das kann beispielsweise die Nutzung von Social-Media-Buttons sein, die bereits erwähnten Bewertungen oder auch die klassische Subskription für den RSS-Feed. Diese Microconversions werden dabei immer wichtiger. Deren betriebswirtschaftliche Bewertung und Messung ist daher ebenso notwendig wie ihre Optimierung. Sie einfach nur einzubauen und danach wieder zu vergessen, reicht nicht.

Ein wichtiges Ziel wird es sein, auf Inhalte zu setzen, die Nutzer gerne teilen. Diese Inhalte müssen SEO-Verantwortliche dann entsprechend optimieren. Sie lassen sich mithilfe der Webanalyse leicht identifizieren, wenn man das Teilen von Inhalten als eigene Conversion erfasst. SEO-Kampagnen oder -Maßnahmen zielen in Zukunft also verstärkt auf das Teilen von Inhalten ab. Vor allem bei Produkten mit einem Release-Datum sollte man daher schon im Vorfeld zu verkaufsvorbereitenden Inhalten ranken, die sich teilen lassen.

Rankings selbst werden für SEO dabei immer unwichtiger. Denn Rankings sind bestenfalls Hilfsgrößen. Nur wenn diese auch tatsächlich zu Besuchen, Abverkäufen und anderen Formen des Umsatzes führen, sind Rankings wirklich werthaltig. 2013 wird sicher noch nicht das Ende von SEO für definierte Rankings sein, aber die abnehmende Bedeutung zeichnet sich deutlich ab.

Fazit

2013 bleibt es spannend. Im Hinblick auf die Entwicklung von SEO-Tools haben sich 2012 mit strucr und onpage.org neue Anbieter endlich der Analyse der eigenen Seite verschrieben. SEO-Suiten wie SISTRIX, Searchmetrics, SEOlytics, Xovi und Co. ziehen mit eigenen Modulen nach. Aber auch mit Blick auf die sozialen Medien bleibt es interessant. Noch lange ist eine sinnvolle Integration sozialer Signale in das Ranking nicht abgeschlossen. Und das wird auch noch einige Zeit dauern. Doch Social Media wird 2013 verstärkt als eigener Kanal begriffen. SEO wird also auch 2013 nicht sterben, Google wird uns weiter auf Trab halten. Aber man sollte ab und an innehalten, um die eigene Strategie anzupassen. Denn am Ende geht es darum, Kunden zu gewinnen. Menschen ändern sich glücklicherweise nicht so schnell wie Suchmaschinen. SEO-Verantwortliche sollten daher also mehr an die Suchmaschinennutzer als an die Suchmaschine denken. Das hilft!

Weiterführende Informationen

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Dein t3n-Team

Ein Kommentar
Xovi

Zu dem Problem welches Ihr bei „Suchen“ beschreibt: Genau deshalb bietet Xovi eine Schnittstelle zu dem Analytics Account. So kann man genau sehen wie viele Besucher tatsächlich zu jedem einzelnen Keyword gekommen sind und welche Potenziale hier vorhanden sind – also die möglichen Besucherzahlen auf Platz 1, 2 usw. Die genauen Umsatzzahlen „pro Keyword“ sind zwar nie 100 %ig identifizierbar – aber zumindest können diese einen guten Richtwert geben.

Antworten

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