Ratgeber

So kannst du Online-Marktplätze effektiv nutzen

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Die Anzahl der Bestellungen pro Monat sind vor allem bei Amazon Marketplace im Vergleich zu allen anderen Marktplätzen deutlich höher, wie der E-Commerce-Leitfaden von ibi research zeigt. So nehmen 35 Prozent der Händler des Amazon Marketplace mehr als 500 Bestellungen pro Monat entgegen. Bei Ebay sind es lediglich zehn Prozent. Der durchschnittliche Warenkorbwert ist hingegen in etwa gleich – sowohl bei Ebay als auch bei Amazon Marketplace beläuft er sich auf etwa 67 Euro.

Nun eilt Amazon der Ruf voraus, alle Waren billigst zu verkaufen. Irrtum! Alexander Graf von der Fullservice-Marktplatz-Agentur „factor a“ erklärt: „Wenn Sie signifikante Umsatzanteile mit Amazon verbuchen, müssen Sie die Preispolitik des Unternehmens verstehen. Entgegen gängiger Vorurteile verkauft Amazon nicht übermäßig billig, setzt aber dynamische Preisfindung ein, um seine Preisführerschaft zu garantieren. Wenn also andere Händler ihre Restbestände zu einem Aktionspreis verkaufen, schlägt sich das auf den Preis bei Amazon nieder: Sind diese Bestände weg, passt Amazon den Preis wieder Richtung UVP nach oben an.“

Wer zuverlässige Marktplatz- oder Umsatzanalysen sucht oder seine Preise auf Amazon und Ebay optimieren will, findet auf Wortfilter die richtigen Tools. Die Infoseite für E-Commerce-Händler stammt von Mark Steier, der von 2001 bis 2012 aktiver Ebay-Powerseller war und heute anderen Verkäufern mit Rat und Tat zur Seite steht.

Mit einem Umsatz von 2,56 Milliarden Euro setzt Otto ein Viertel dessen um, was Amazon an Umsatz macht. Dennoch ist der Onlineshop in Sachen Möbel, Haus- und Heimtextilien in Deutschland die Nummer eins – vor Ikea.

Mit einem Umsatz von 2,56 Milliarden Euro setzt Otto ein Viertel dessen um, was Amazon an Umsatz macht. Dennoch ist der Onlineshop in Sachen Möbel, Haus- und Heimtextilien in Deutschland die Nummer eins – vor Ikea. (Screenshot: t3n)

Möbel und Lieferservice: Otto

Otto kam in den Geschäftsjahren 2015 und 2016 auf 2,56 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland. Das ist ein Viertel von Amazons Erlösen. Dennoch: Vor allem Spezial-Shops wie „Schlafwelt“ oder „Couch“ entwickelten sich gut. Für Möbel sowie Haus- und Heimtextilien ist Otto damit die richtige Plattform – hier wuchs das Unternehmen um 20 Prozent.

Bei Möbeln gilt Otto mittlerweile mit einem Marktanteil in Deutschland von gut 30 Prozent als größter Online-Anbieter – noch vor Ikea. Mit mehr als 700 Millionen Euro Möbel-Umsatz deklassiert Otto aufstrebende Online-Konkurrenten wie die Rocket-Internet-Gründung Home24, die in den ersten neun Monaten 2015 auf nur 172 Millionen Euro Umsatz kam.

Zweistellige Wachstumsraten meldet der Konzern auch in den Segmenten Haushaltselektronik und Multimedia. „Jeder dritte online verkaufte Fernseher in Deutschland kommt von Otto, bei den Waschmaschinen ist es inzwischen sogar schon jede zweite“, sagt Otto-Chef Alexander Birken. Hier profitiert das Unternehmen von der konzerneigenen Logistiktochter Hermes, über die Otto etwa die Auslieferung am Samstag und zu vorher festgelegten Wunschuhrzeiten anbietet. Bei Amazon ist uhrzeitgenaue Lieferung noch nicht möglich.

Der Online-Marktplatz Rakuten ist deutlich kleiner als die Big Player. Dennoch: Die Plattform listet 7.000 Händler und 22 Millionen Produkte. (Screenshot: t3n)

Kleiner: Rakuten und Co.

Bei Rakuten sind 7.000 Vertragshändler und mehr als 22 Millionen Produkte gelistet. Laut Rakuten sind sie der drittgrößte Internethändler der Welt. Im Gegensatz zu Amazon verkauft Rakuten selbst keine Waren, sondern bietet nur die Webshops an. Das Full-Service-Angebot beinhaltet die komplette Zahlungsabwicklung, die Kundenkommunikation während des Bestellprozesses, die kontinuierliche Aktualisierung von Geschäftsbedingungen sowie die Übernahme des Risikos von Zahlungsausfällen.

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