E-Commerce

Onlinehandel der Zukunft: Miteinander statt gegeneinander

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Gegenseitiger Traffic mit Coupons

Während es sich bei den oben genannten Beispielen um den reinen Austausch von Produktdaten zwischen Lieferant, Händler oder Hersteller handelt, besteht die nächste Evolutionsstufe im Traffic von Shop zu Shop. So sind beispielsweise Gutscheinnetzwerke eine unkomplizierte Möglichkeit, wie Sortimente oder Shops in Kontakt kommen können. Eine Vernetzung der Angebote findet dabei nur beschränkt statt. Es geht primär darum, sich gegenseitig Kunden zu verschaffen und dabei auch den Traffic zu teilen. Wird dem Kunden in Shop A sein Einkauf bestätigt, erfolgt ein Hinweis, dass für ihn Gutscheine für Shop B, C und D bereit liegen. Dass Gutscheine als Trafficbringer funktionieren, wurde schon mehrfach eindrücklich nachgewiesen.

Shops schließen sich also in Gutschein-Netzwerken zusammen und profitieren so von der gegenseitigen Frequenz. Der Anbieter Sovendus, ehemals bekannt als „Gutschein Connection“, hat sich in Deutschland bereits gut etabliert und betreibt ein größeres Netzwerk aus angeschlossenen Shops. Bei diesem Konzept sind die einzelnen Einkäufe, Shops und Sortimente in sich abgekapselt. Eine Berührung erfolgt lediglich beim Checkout, wenn Kunden Gutscheine von anderen Shops des Netzwerkes auswählen.

Shopübergreifende Warenkörbe wie bei der US-Kleiderkette GAP bieten Kunden einen erheblichen Mehrwert.

Shopübergreifende Warenkörbe wie bei der US-Kleiderkette GAP bieten Kunden einen erheblichen Mehrwert.

Payment und Checkout-Services als Wegbereiter

Ein weiterer Wegbereiter für die Vernetzung von Shopsystemen sind die Payment- und Checkout-Services. Diese von Drittanbietern betriebenen Plattformen schalten sich bei einem der wichtigsten Prozessschritte des Onlineverkaufs ein: beim Checkout. Der Drittanbieter übernimmt für den Shopbetreiber beispielsweise die Verwaltung der unterschiedlichen Adressen für Rechnungszustellung und Lieferung oder auch die gesamte Zahlungsabwicklung. Paypal ist hier sicher einer der Pioniere, da er nicht nur die Zahlung per se anbietet, sondern auch ganzheitliche Checkoutservices bereit hält.

Ein anderer großer Player ist Google. Man kann die Plattform des Suchmaschinen-Giganten auch zur Abwicklung des gesamten Checkouts nutzen. Ähnlich wie bei Paypal sieht das Konzept vor, dass man sein Google-Login für den Einkauf nutzen kann. Adressen und gegebenenfalls Zahlungspräferenzen sind Google ohnehin bekannt. Also können sie an einem zentralen Ort gepflegt und bewirtschaftet werden. Damit entfällt ein separates Login im jeweiligen Shop.

Dies reduziert natürlich die Kundenbindung zu den einzelnen Shops. Auch wichtige Marketingdaten stehen dem Shopbetreiber nur noch in reduzierter Form zur Verfügung. Anderseits entlastet es ihn von einem der kritischen Prozesse und lässt ihn von einem etablierten und vertrauenswürdigen Anbieter profitieren. Die Seller-Services von Amazon kommen dem ursprünglichen Konzept der Shop-Vernetzung in diesem Bereich am nächsten.

Für Amazon als E-Commerce-Multi beträgt das Retail-Business heutzutage nur noch ein Drittel seines Kerngeschäfts. Daneben stehen das Developer-Business, zu welchem die manigfaltigen Cloud-Services mit schier unglaublichen Rechen- und Speicherkapazitäten zählen, und das Seller-Business. Amazon stellt also anderen Onlineshops seine Kernprozesse zur Verfügung. Diese sind am besten bekannt als Checkout- oder Payment-Services.

Mit dieser Möglichkeit führte Amazon als einer der ersten Anbieter überhaupt einen Paradigmenwechsel herbei. Shops werden nicht mehr als Konkurrenten angesehen, sondern als potenzielle Kunden für die eigenen Dienstleistungen. Was man selbst in Perfektion betreibt, lässt sich noch effizienter nutzen, indem der Prozess auch anderen Dienstleistern angeboten wird. Der Onlinehändler wird vermehrt zum Dienstleister. Die Seller- wie auch die Developerservices haben bei Amazon nachhaltig dazu beigetragen, dass die saisonalen Umsatz- und Trafficschwankungen aus dem Retailgeschäft besser abgefedert werden. Das Geschäft wurde konstanter und die Ausschläge, vornehmlich im vierten Quartal, sind deutlich zurückgegangen, wie eine Analyse der Umsatzzahlen aus den vergangenen Jahren ergibt.

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2 Kommentare
Mashen wäre schon besser
Mashen wäre schon besser

Und wem gehören die Daten von z.b. einer ISBNummer ? Na also.
Trivialpatente und Abmahnungen. Sonst hätte ich längst die SQl-Datenbanken von Supermkärten mit deren Einwilligung ausgelesen . Aber praktisch alle relevanten Datenbanken sind protected und wollen notarielle Nutzungsverträge mit totaler Haftung oder sind nicht bezahlbare oder nicht lizensierbar.
Wenn Amazon die Daten outet kriegen die natürlich keine Abmahnung. Wenn man ähnliche Datenbanken (WikiData für alle Produkte mit ISBN oder EAN wollte ich schon vor über 5 Jahren machen als mein Nokia-Symbian-J2ME-Phone Barcodes scannern konnte) selber Wikipasiert aufbaut und z.b. die Inhalts-Stoffe fotografiert und scannt und OCRt um alle Produkte mit Glutosamat gelb zu markieren weil man das nicht verträgt oder alle Glutenfreien Produkte grün zu markieren oder sonstwas sinnvolles (Sucht mal Frühstücksflocken mit weniger als 69 Gramm Kohlehydrate pro 100 Gramm. Da kann man auch was mit 90 Gramm pro 100 nehmen und mit ****bix auffüllen um unter 70 zu kommen.) kriegt man doch vermutlich gleich Ärger.

Geht mal bitte in die KaufDa-App und zoomt auf die Supermärkte. Früher gabs ein paar Ketten die ihre Kataloge dort nicht drin hatten sondern bestenfalls die Öffnungszeiten.

Manche Warenwirtschaftsfirmen sind wenig an Vergleichbarkeit und alternativen Apps interessiert.
Manche Ketten sind wenig an Vergleichbarkeit interessiert.

Data-Hubs sollten kleine Anbieter schon lange haben. Ricardo, OFDB, Filmundo oder hitflip und tauschticket usw. Wenn man ein eigenes Angebot hat, kommt das natürlich zuerst. Aber wenn man keine Harry-Potter Erstausgabe hat, muss man halt die vom „Konkurrenten“ listen und sich die Provision teilen.

Schade das in meinungsfreien fair-use-Ländern keiner auf meine Idee kommt um sie mal durchzusetzen :-(
Die EU will mit Millionen Euros als ÖPNV-Pläne sammeln und Optionator-mäßig Verbindungen z.B. quer durch Berlin auflisten. Sowas würde ich werbefinanziert schon ewig machen indem jeder User die Sbahn-Pläne fotografiert, upped und sie ocrt, gescannt und gemasht werden. Wenn man aber für Sbahn-Pläne Copyright oder Abmahnungen bezahlen soll, lässt man die EU das für Millionen Euros machen. Kennt ihr ein kostenloses EU-Förder-Projekt ? Semantic-Web-Suche ? Galileo ? Elena ? Hercules ? Hartz4-Software ? Google ? Streetmap ? Wikipedia ? Wiki-School-Book ? Collective-Learners-Wiki ? Students-Collaborate-for-Lectures-and-Tutorias ? (Nicht EU oder nicht kostenlos oder nicht existierend)
Wenn nicht das CERN sondern die EU das HTML erfunden hätte. Hätten sie dann Gebühren für HTML und HTTP genommen ?

Diese ganzen Sites arbeiten nicht zusammen und wenn man z.B. die Filialdaten von 20-1000 proprieträren Firmen-Apps zusammenfügen würde, würde das irgendwem vermutlich nicht passen.
Das sind also nur fromme Wünsche wie barrierefreies Design (am Handy ist man handycapped, deshalb heisst es auch so weil man keinen 1920×1080 50″-Screen hat) oder responsives Design. Denn Ricardo und die anderen Gebrauchthändler oder diese zig Kleinanzeigenportale könnten längst zusammenarbeiten.
Oder Myhammer und Blauarbeit usw. wenn man zu wenig eigene Leute in der Gegend hat.
Cashburning ist für manche Sites wohl wichtiger als Kundenzufriedenheit.
Gibt es eine Site oder funktionierendes Firefox-Plugin wo man alle Amazons weltweit parallel abfragen kann ? Teilweise gibts z.B. bei Amazon-Italien deutsche DVD-Staffelboxen billiger als hier. Migranten und Mehrsprachlern ist die Version evtl auch egal Hauptsache billiger als 50 Euro für eine Staffelbox (Bluray natürlich). Und mit seinem Amazon.de-Konto kann man (komischerweise manchmal nur mit Kreditkarte glaube ich) auch bei Amazon.fr co.uk spanien italien usa einkaufen. Japan und China sind separat.

Mashen klingt nett, hat in der Praxis aber Probleme.
Leider unterstützt der EU-Verbraucherschutz oder antikapitalistische Organisationen solche Projekte nicht juristisch (Geld braucht man dafür nicht) und hostet sie in guten Ländern um dem Bürger den niedrigsten Preis, billige Beamerlampen und billige legale korrekte Ersatzteile zu bringen wie es der wahre Kapitalismus doch täglich verspricht.

Antworten

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