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APFS: Das sind die Vorteile von Apples Next-Gen-Dateisystem

(Foto: Shutterstock)

Mit APFS bekommen macOS, iOS, watchOS und tvOS bald ein ganz neues Dateisystem. Wir verraten euch, wo die Vorteile im Vergleich zum veralteten HFS+ liegen.

APFS: Das neue Dateisystem für alle Apple-Betriebssysteme

Das Hierarchical File System Plus (kurz HFS+) wurde 1998 gemeinsam mit Mac OS 8.1 eingeführt. Über die Jahre wurde HFS+ zwar immer wieder erweitert, an die Flexibilität und Erweiterbarkeit moderner Dateisysteme kommt es aber nach wie vor nicht heran. Statt weiterhin neue Funktionen in die alte Codebasis zu integrieren, will sich Apple daher endgültig von dem Dateisystem verabschieden und hat mit dem Apple File System (APFS) jetzt einen modernen Nachfolger vorgestellt.

APFS wurde für moderne SSD/Flash-Speicherlösungen optimiert und soll in macOS, iOS, watchOS und tvOS zum Einsatz kommen. Das neue Dateisystem steht Entwicklern vorerst allerdings nur in der Vorschauversion von macOS Sierra zur Verfügung. Hier gelten jedoch einige Einschränkungen: APFS kann vorläufig nicht für das Systemlaufwerk oder für Time-Machine-Backups verwendet werden. Außerdem unterscheidet APFS zwangsläufig zwischen Groß- und Kleinschreibung, was derzeit im Gegensatz zu HFS+ nicht deaktiviert werden kann. Wirklich einsatzfähig soll das neue Dateisystem auch erst 2017 sein. Dennoch wollen wir euch im Folgenden die wichtigsten Vorteile von APFS erläutern.

Apples neues Dateisystem APFS bringt einige spannende Neuerungen mit. (Bild: Apple)
Apples neues Dateisystem APFS bringt einige spannende Neuerungen mit. (Bild: Apple)

APFS: Die Vorteile des neuen Apple-Dateisystems

APFS unterstützt von Haus die Verschlüsselung eurer Daten. Der Umweg über Apples File-Vault-Funktion entfällt damit. Ebenfalls spanend ist die Space-Sharing-Funktion von APFS. Damit könnt ihr mehrere Volumes innerhalb eines physischen Laufwerks anlegen, die sich den freien Speicherplatz teilen. Ein Beispiel: Auf einer 100 Gigabyte fassenden SSD könntet ihr ein Volume mit 10 Gigabyte an Daten füllen und ein weiteres mit 20 Gigabyte. Beide hätten dann noch 70 Gigabyte freien Speicherplatz. Statt fester Partitionen, deren zugewiesener Speicherplatz aufwendig geändert werden müsste, passt APFS den notwendigen Speicherplatz automatisch an.

Mit Snapshots soll es außerdem eine Möglichkeit geben, eine nicht beschreibare Instanz des Dateisystems anzulegen. Damit wird es auch eine bessere Möglichkeit für Backups geben, als sie derzeit durch das Time-Machine-Feature angeboten wird. Eine der spannendsten neuen Features ist die Klonfunktion. Der Klon einer Datei wird nahezu ohne Zeitverzögerung erstellt und speichert nur die Veränderungen im Vergleich zum Original. So können ohne große Platzverschwendung mehrere Revisionen einer Datei gespeichert werden.

Ebenfalls sehr hilfreich dürfte die Crash-Protection-Funktion von APFS sein. Sie soll sicherstellen, dass Veränderungen am Dateisystem vor einem möglichen Systemabsturz geschützt sind. Zuletzt noch Hinweis zur Kompatibilität: Mit APFS formatierte Speichermedien werden von OS X 10.11 Yosemite oder älteren Versionen des Betriebssystems nicht erkannt. Bei der hohen Upgrade-Rate unter Mac-Nutzern sollte das in vielen Fällen allerdings kein größeres Problem darstellen.

Ebenfalls empfehlenswert in diesem Kontext ist unser Artikel „Aus OS X 10.12 wird macOS Sierra: Apples Desktop-OS bringt Siri, Auto-Unlock und mehr“.

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