Microsoft baut Security Copilot aus: KI-Agenten sollen Sicherheitsteams entlasten

Microsoft will IT-Security-Abteilungen mit Hilfe von KI-Agenten entlasten. (Symbolfoto: Media_Photos/Shutterstock)
Erst vor einem Jahr hat Microsoft Security Copilot vorgestellt – ein auf GPT-4 basierendes Tool für Cybersicherheit. Jetzt wird die Plattform deutlich erweitert: Mit sechs neuen KI-Agenten will Microsoft Sicherheitsteams dabei unterstützen, die wachsenden Herausforderungen im Bereich Cybersecurity zu meistern.
Die Agenten sollen automatisiert auf Sicherheitswarnungen reagieren, Vorfälle priorisieren und Schwachstellen im System überwachen. Außerdem hat Microsoft noch weitere Neuerungen zum Thema Sicherheit in petto.
Copilot Security soll IT-Abteilungen Arbeit abnehmen
Wie Vasu Jakkal, Corporate Vice President bei Microsoft Security in einem Blogpost mitteilt, ermöglichen es die neuen Agenten, „hochvolumige Sicherheits- und IT-Aufgaben autonom zu bewältigen“. Dabei sollen sie nahtlos in bestehende Microsoft-Sicherheitslösungen integriert sein.
So können überlastete Teams sich stärker auf strategische Aufgaben konzentrieren, während KI-Helfer im Hintergrund repetitive Prozesse übernehmen. Die Vorschauversion der neuen Funktionen wird voraussichtlich schon im April verfügbar sein.
Microsoft Security: Fünf Partner, fünf neue Spezialagenten
Neben den sechs hauseigenen entstehen auch noch fünf weitere Agenten für die Copilot-Plattform, die aus einer Kooperation zwischen Microsoft und fünf Partnerunternehmen hervorgehen: OneTrust, Aviatrix, BlueVoyant, Tanium und Fletch.
Der Agent von OneTrust hilft beispielsweise bei der effizienten Analyse von Datenpannen, während Aviatrix ein Tool zur Ursachenanalyse bei Netzwerkausfällen beisteuert.
Mit der Öffnung für Drittanbieter positioniert Microsoft den Security Copilot zunehmend als Plattform mit modularem Aufbau. Das ermöglicht es wiederum Unternehmen, auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnittene Sicherheitslösungen zu erwerben.
Neu: Bessere Phishing-Abwehr für Microsoft Teams
Parallel zum Agenten-Update kündigt Microsoft auch Verbesserungen beim Schutz von Microsoft Teams an. Ab April wird „Microsoft Defender for Office 365“ direkt in Teams integriert. Der Fokus liegt hier auf besserem Phishing-Schutz – unter anderem durch präzisere Erkennung schädlicher URLs und Anhänge innerhalb des Tools.
Diese und noch andere Erweiterungen stellt Microsoft im Rahmen des kommenden Microsoft Secure Events am 9. April vertieft vor. Schon jetzt kann man festhalten: Microsoft treibt offenbar die Verschmelzung von KI und Cybersicherheit entschlossen voran – mit dem Ziel, menschliche Fachkräfte nicht zu ersetzen, sondern gezielt zu entlasten.
Sinnvolle und weniger sinnvolle Passworttipps