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Österreichischer Unfall-Tesla: Batterie hat nicht gebrannt

Entsorgung des Unfall-Tesla ist gesichert. (Foto: dpa)

Der mediale Aufruhr rund um den ausgebrannten Tesla in Österreich darf sich wieder legen. Wie Experten festgestellt haben, war die Batterie nicht in Brand geraten.

Die österreichische Auto und Wirtschaft berichtet, dass die Ursache des Brandes des verunfallten Tesla, der seit Wochen durch die Medien geht, nicht die eingesetzte Batterie war. Inzwischen wurde das Wrack demontiert und die Batterie freigelegt. Wie auf Fotos zu erkennen ist, ist das Batteriemodul zwar durch die Hitzeeinwirkung beschädigt, aber in sich nicht in Brand geraten.

Foto zeigt: Brandursache war nicht die Batterie

Die ausgebaute Batterie des verunfallten Tesla hat nicht gebrannt. (Quelle: Auto & Wirtschaft / Foto: Georg Greiderer)

Was letztlich für den Brand des Fahrzeugs gesorgt hat, bleibt zunächst unklar. Grundsätzlich sind Fahrzeugbrände indes nichts ungewöhnliches. Statistisch betrachtet brennen allein in Deutschland täglich 110 Autos aus unterschiedlichen Gründen. Dabei gelten 90 Fahrzeugbrände pro einer Milliarde gefahrener Kilometer als normal. Eine Statistik der amerikanischen Autobahnfeuerwehr zeigt hier sogar ein deutlich gemindertes Brandrisiko für die aktuell im Fokus stehende Marke Tesla. Sie kommt danach nur auf zwei Brände pro einer Milliarde gefahrener Kilometer.

Fazit: Tief durchatmen und die Relationen gerade rücken

Nüchtern betrachtet zeigt sich für den österreichischen Unfall-Tesla demnach ein Bild, dass keinerlei Skandalisierung zulässt. Der Fahrer ist unstreitig mit seinem Fahrzeug gegen einen Baum gefahren. Der Wagen hat sich entsprechend nicht ohne Grund entzündet. Die genaue Ursache muss noch geklärt werden.

Auch die nachfolgende Odyssee rund um die Entsorgung ist nicht Tesla oder dem E-Auto an sich anzulasten. Vielmehr scheint es, dass es an Know-how bei den örtlichen Betrieben gefehlt hat. Natürlich bedarf es zur Entsorgung einer Lithium-Ionen-Batterie spezieller Genehmigungen. Auch sind Zertifikate erforderlich, die etwa die Fachkenntnis eines Betriebes für den Transport nachweisen und zu guter Letzt gibt es eine Reihe technischer Anweisungen, die sich mit Ausbau, Sicherung und Transport dieser Akkus beschäftigen. Das ist in Deutschland nicht anders.

Der herkömmliche Abschleppbetrieb mag da an seine Grenzen gelangen, muss sich dann aber mit der Zeit gehend entsprechend fortbilden und zertifizieren lassen oder sein Kooperationsnetzwerk um entsprechend fähige Betriebe erweitern. Das kann nicht dem Fahrzeughersteller angelastet werden. Immerhin wendet sich der Fahrer bei einem Unfall mit einem Verbrenner etwa von VW auch nicht an den Konzern und erwartet von diesem einen Abtransport des Gefährts. Wieso im vorliegenden Falle Tesla in die Schusslinie geraten ist, bleibt letztlich unerklärlich.

Inzwischen hat sich mit dem Tiroler Spezialunternehmen Seda Umwelttechnik eine Firma gefunden, die über die nötigen Lizenzen zur weiteren Bearbeitung des Tesla-Batteriemoduls verfügt. Sie soll nach Informationen des ORF den Akku nun zu „Forschungs- und Entwicklungszwecken“ behalten dürfen.

Passend dazu: Ausgebrannter Tesla – Lösung für Batterie-Entsorgung erst nach Wochen in Sicht

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