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Startups

Wäre Jack Sparrow ein Gründer, er würde sie lieben: Das steckt hinter den simplen Startup Metrics for Pirates

Startup Metrics for Pirates. (Grafik: Shutterstock)

Die Startup Metrics for Pirates sind ein einfaches und beliebtes Modell zur Erfolgsbewertung einer Geschäftsidee. In diesem Artikel erklären wir euch, warum auch ihr es nutzen solltet und wie das eigentlich funktioniert.

„AARRR!“

Nein, das ist kein blutrünstiger Ausruf von Jack Sparrow am Bug seiner Black Pearl, sondern eine unter Startup-Gründern beliebte Abkürzung. Gemeint sind damit die Startup Metrics for Pirates, ein simples Kennzahlenmodell, das bei der Validierung und Erfolgsbewertung einer Geschäftsidee hilft. Anlässlich des heutigen „International Talk Like a Pirate Day“ erklären wir, warum Gründer das Modell in ihrem Wortschatz verankern sollten und wie sie es richtig anwenden.

Klingt gut? Dann lest nur weiter.

Das sind die Startup Metrics for Pirates

Entwickelt wurden die Startup Metrics for Pirates vom US-amerikanischen Starinvestor 500 Startups für über hundert Beteiligungen an Internetunternehmen verantwortlich zeichnet und mit seiner Gründerschmiede vorwiegend Startups in der Frühphase unter die Arme greift. Selbstredend werden die „Startup Metrics for Pirates“ allen bei 500 Startups eingeschriebenen Jungunternehmen von der Pike auf vermittelt.

Was aber steckt hinter dem Modell und welchen Nutzen bietet es Gründern? Vereinfacht gesagt gehen die Startup Metrics for Pirates davon aus, dass Gründer nicht mehr als fünf Kategorien von Kennzahlen (sogenannte KPIs) miteinander in Einklang bringen müssen, um ein erfolgreiches Business aufzubauen. Damit sind Kennzahlen aus dem Bereich (1) Kundenakquise (Acquistion), (2) Konvertierung (Activation), Kundenbindung (Retention), Weiterempfehlungen (Referral) und (5) Umsatz (Revenue) gemeint. Aus diesen fünf Kategorien ergibt sich folgerichtig auch die einprägsame und für den Piratensprech typische Abkürzung „AARRR“.

McClure vertritt die These, dass Gründer durch die enge Fokussierung auf diese fünf Kategorien in der Lage sind, ihr Produkt selbst bei geringen Zeit- und Kapitalressourcen nach quantitativen Maßstäben effektiv zu entwickeln und zu überwachen. Das Modell soll Gründern Schwachstellen bei der Entwicklung ihres Unternehmens aufzeigen, Fehlentscheidungen verhindern und es ermöglichen, notwendige Anpassungen vergleichsweise schnell vornehmen zu können.

Warum brauche ich dieses Kennzahlenmodell?

Wie wichtig schon die frühe Implementierung messbarer Kennzahlen in das eigene Geschäftsmodell ist, veranschaulicht vor diesem Hintergrund das amerikanische Gründerportal Startitup am Beispiel eines Restaurants:

Ein Gastronom eröffnet in Berlin ein Chinarestaurant, kann nach drei Monaten jedoch noch keine nennenswerten Umsätze verzeichnen. Wie viele andere Gründer wird der Gastronom nun annehmen, dass die Menschen in Berlin chinesisches Essen trotz der Größe des Marktes einfach nicht mögen. Diese Annahme ist natürlich ebenso naiv wie unhaltbar, da für Kunden das Essen (also das Produkt) nicht das alleinige Argument zum Kauf sein kann.

Vielmehr entscheiden – wie bei einer Website oder einer App – ganz unterschiedliche Faktoren darüber, ob der Gastronom mit seinem Restaurant ein profitables Geschäft aufbauen kann. So muss sich das Lokal beispielsweise in einer attraktiven Lage befinden und die Außenfassade muss so gestaltet sein, dass sie Besucher dazu einlädt, das Lokal zu betreten. Dies gilt auch für das Mobiliar und die Kundenfreundlichkeit im Innern des Lokals. Zudem müssen die Preise auf der Speisekarte den Kunden genauso ansprechen wie die vom Gastronom angebotenen Bezahlmethoden.

Man sieht: Das Essen als zum Verkauf angebotenes Produkt kann unmöglich der einzige Kundenmagnet sein. Alle der genannten Faktoren bauen aufeinander auf und nur wenn es dem Gastronom gelingt, sie in optimalen Einklang zu bringen, können Kunden gewonnen, bleibende Kauferlebnisse erzeugt und Geld verdient werden. Die Startup Metrics for Pirates tragen diesem Umstand insofern Rechnung, als Gründer jederzeit darüber Bescheid wissen, wo in ihrem Startup-Getriebes der Sand steckt.

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