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E-Commerce

Suchlösungen für den Onlineshop – 10 Anbieter im Überblick

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AllFamo - Kalifornisches Suchprodukt mit moderaten Preisen

Im sonnigen Kalifornien sitzen bekanntlich etliche innovative IT-Firmen. Inwieweit AllFamos Anbieter KNR Inc. dazu gehört, kann nicht ohne weiteres beantwortet werden, denn Referenzen zum Produkt fehlen völlig. Auch in den Foren zum Produkt herrscht weitgehend Stille und Informationen zu den angebotenene Sprachversionen sucht der Interessent vergeblich. Fraglich, ob deutsche Betreiber diesem Anbieter nähere Aufmerksamkeit schenken sollten.

Dabei ist AllFamo hinsichtlich seiner platten Datenbasis durchaus interessant. Bei Preisen von 49 bis 699 Dollar monatlich erhält man 500.000 bis 9.000.000 Suchanfragen pro Monat. AllFamo wird per Web Dashboard komplett durch den Shopbetreiber konfiguriert, was Zusatzkosten für Installation und Implementation vermeidet. Die Suche läuft, wie bei allen hier vorgestellten Lösungen über die Anbieterserver. Shopdaten, also der zu durchsuchende Artikelbestand werden per FTP hochgeladen.

Von der Qualität der Lösung, sowie der Brauchbarkeit der Managementtools kann man sich innerhalb eines 15 Tage umfassenden, kostenfreien Testzeitraums überzeugen. Funktional bietet AllFamo Empfehlungen, Vorschläge, Vergleiche, Fehlertoleranz bei falsch geschriebenen Wörtern, Landing Pages und ähnliche Artikel.

AllFamo: Produktanzeige via Kategorie-Navigation
AllFamo: Produktanzeige über die Suchfunktion

Celebros Salesperson - Funktionsschwergewicht aus Israel

Der israelische Verkäufer Salesperson ist nicht für Jedermann. Preise erfährt man nur im Rahmen eines konkreten Angebots, auch Bestandskunden rücken nicht raus mit der Sprache. Das einzige, was ich einem Kunden entlocken konnte, war dass die Preise SEHR hoch sind.

Celebros bietet eine fragmentierte Palette für ein und denselben Anwendungsfall an. So maximiert man Gewinne. Die Produkte Salesperson, Cross-Sell (ähnliche Produkte empfehlen), Geschenkefinder (Assistent für interessensgestützte Suche) und AutoComplete (Anzeigen von Suchbegriffen und -ergebnissen während des Tippens) sollten mit Ausnahme des Geschenkefinders vielleicht eine homogenen Einheit bilden.

Die Besonderheit besteht nach eigener Angabe in der sogenannten konzeptbasierten Suche. Dabei handelt es sich um keine reine DB-Suche, sondern den Versuch, das Gesuchte zu verstehen wie ein Verkäufer, eben natürlich-sprachlich.

Über ein Online-Backend, genannt Web Studio erhält der Shopbetreiber Einflussmöglichkeiten auf das Ranking. Außerdem kann er dort Kampagnen erstellen, Suchbezogene Banner hinterlegen und Landing Pages beispielsweise für Hilfe oder Garantie definieren.

Für den Kunden des Shopbetreibers interessant sind Elemente der Social Search, wie die Sortierung der Ergebnisse nach Beliebtheit, Bewertungsergebnis und Top Sellern. Gut ist die Möglichkeit, in der Ergebnisliste nach Preisspannen zu filtern, direkt eine Produktkurzansicht zu sehen, Vergleiche und Bewertungen auf einen Blick erfassen zu können und sogar Details via Videoverknüpfungen zu erhalten.

Nachteilig ist, dass die durchaus sehr mächtige Funktionalität ausschließlich über das Suchfeld bereit gestellt wird. Wie bei allen Kandidaten läuft auch hier die Suche gehostet, also auf Servern des Betreibers.

Salesperson: Produktanzeige via Kategorie-Navigation
Salesperson: Produktanzeige über Suchfunktion

Exorbyte Commerce Search - Intelligente Lösung aus deutschen Landen

Die Exorbyte GmbH aus Konstanz ist ein schnell wachsendes, innovatives Unternehmen, dass sich auf Suchtechnologien, nicht nur für Onlineshops spezialisiert hat.

Auf dem eCommerce-Sektor bietet Exorbyte die Produkte Suggest Basic, Suggest Pro und Search Pro an. Während es sich bei den beiden Suggest-Produkten um Lösungen für das Suchfeld handelt, bietet allein Search Pro den vollen Leistungsumfang.

Unter Suggest versteht Exorbyte, wie es auch üblich ist, das Vorschlagen von Ergebnissen während der Verwendung des Suchfeldes. Das Produkt Search Pro beinhaltet die Suggestfunktion und erweitert diese um die tatsächliche Suche, Präsentation der Suchergebnisse und die Möglichkeit, die Suche dann zu verfeinern. Diese Filterfunktion nennt Exorbyte  Dynamic Navigation.

Wie alle anderen Kanidaten dieser Übersicht wird auch Exorbyte Search Pro als gehostete Lösung in das eigene Shopsystem integriert. Dabei setzt das System, wie viele andere, auf die Bereitstellung der Shopdaten als CSV-Datei. Möglich ist auch die Verwendung von XML oder Atom. Der exportierte Datenbestande wird über eine geschützte URL täglich einmal abgefragt, um den Suchindex aktuell zu halten.

Search Pro gehört zur Gruppe der wörterbuchbasierten Suchen. Fehlertoleranz wird über einen Fuzzy Logic Algorithmus gewährleistet. Über ein Online Managementtool lassen sich verschiedene Funktionen, vor allem solche, die das Layout betreffen, anpassen. Die Verwaltung von Synonymen muss manuell per Übergabe in der Exportdatei erfolgen.

Preislich gehört Search Pro zu den vergleichsweise günstigen Lösungen. Beginnend mit 45 Euro pro Monat bei 5.000 Produkten mit bis zu 100.000 Suchanfragen bewegt sich der Preis in Stufen bis zu einem Betrag von 378 € im Monat bei 100.000 Produkten mit bis zu 100.000 Suchanfrage.

Mit dem real.- Onlineshop hat Exorbyte eine schwergewichtige Referenz im Portfolio, deren konkrete Implementation zu beeindrucken weiß, wenn auch erkennbar das Management von Kampagnen nicht mit Search Pro realisiert werden kann.

Exorbyte Search Pro: Produktanzeige via Kategorie-Navigation
Exorbyte Search Pro: Produktanzeige über Suchfunktion

FACT-Finder - Deutscher Marktführer mit starken Referenzen

Über 800 Shops setzen FACT-Finder ein, darunter Major Brands, wie Esprit, Neckermann und Tchibo.

Besonderheit nach eigener Aussage ist die Ähnlichkeitstechnologie FACT. Diese ermittelt durch Vergleich zweier Begriffe einen Ähnlichkeitsfaktor zwischen 0 und 100 Prozent. So populieren sich Ergebnisseiten stark ähnlicher Produkte.

Die grundsätzliche Eingleisigkeit der Lösung kann im Vergleich zu Wörtbuch-basierten Lösungen nur dann gut funktionieren, wenn das Warenangebot relativ homogen ist. Wie man am Beispiel Esprit gut sehen kann, unterscheiden sich die Ansichten bei der Vorgehensweise mit und ohne Suche nur unwesentlich. Das kann allerdings auch daran liegen, dass Esprit möglicherweise einen Teil der Navigation über FACT-Finder abbildet, was in der Form nur mit wenigen Suchtechnologien möglich ist. Dennoch würde ich das Ergebnis nicht als überzeugend im Vergleich zu beispielsweise Celebros bezeichnen.

Vorteil der FACT-Finder-Technologie ist natürlich der geringere Implementationsaufwand, da der Algorithmus quasi selbstätig arbeitet und keine manuelle Pflege erfordert. So ist die Lösung zusätzlich sprachunabhängig.

Fact-Finder gibt es als Miet- und als Kaufversion. Die Kaufversion beginnt dem Vernehmen nach bei rund 3.000 Euro. Interessenten erhalten gesonderte Angebote für ihren speziellen Bedarf. Der Vertrieb in Deutschland erfolgt über die Omikron Data Quality GmbH aus Pforzheim.

FACT-Finder: Produktanzeige via Kategorie-Navigation
FACT-Finder: Produktanzeige über Suchfunktion

Findologic - Verhältnismäßig günstige Lösung aus österreichischer Softwareschmiede

Findologic stammt aus dem Umfeld großer Shops und bietet sich für sehr große Datenbestände auch weiterhin als Individuallösung an. Um kleinen und mittleren Shops ebenfalls eine Suchfunktion zu kalkulierbaren Preisen zur Verfügung zu stellen, wurden verschiedene kleinere Pakete geschnürt, die sich jedoch funktional untereinander nicht unterscheiden. Lediglich Zahl der Artikel und Zahl der Suchanfragen variiert.

Findologics Suchfunktion wird über externe Server abgewickelt. Die Daten werden per Export als CSV-Datei an den Anbieter übermittelt. Indexiert werden alle Inhalte und nicht nur Teile, wie lediglich die Artikelbezeichnung.

Will man bestimmten Artikeln ein gesondertes Ranking zuweisen, etwa im Rahmen von Kampagnen, so muss das in der entsprechenden Exportdatei über spezielle Felder erfolgen. Bequeme Managementtools, etwa via Web stehen dafür nicht zur Verfügung.

Synonyme werden von Findologic berücksichtigt, müssen aber von Hand in die Exportdatei eingepflegt werden. So wird deutlich, dass das Pflegen der Exportdatei nur bis zu einer bestimmten Zahl einzelner Artikel Sinn macht. Der Aufwand ist bedeutend.

Ansonsten bietet Findologic Fehlertoleranz, Autovervollständigung, Suchvorschläge, Filter und Navigationseinbindung, und kann so die meisten Bedürfnisse eines Shopbetreibers abdecken.

Das Produkt gehört zu den kostengünstigen Lösungen im Überblick. Im Standard muss man mit Kosten von 30 bis 120 Euro pro Monat rechnen. Dafür erhält man Unterstützung für bis zu 20.000 Artikel und 50.000 Suchanfragen, was für mittelgroße Shops aus dem KMU-Umfeld sicherlich ausreichen dürfte.

Findologic wird vertrieben von der Findologic GmbH aus dem österreichischen Salzburg.

Findologic: Produktanzeige via Kategorie-Navigation
Findologic: Produktanzeige über Suchfunktion

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit dem zweiten Teil der Übersicht.

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5 Reaktionen
Thomas Braun

Hallo Herr Petereit,

zunächst herzlichen Dank, dass Sie exorbyte Commerce Search bei Ihrer Übersicht berücksichtigt haben. Wir freuen uns sehr, dass unsere Lösung auch aus Ihrer Sicht eine klare Empfehlung für Shop-Betreiber ist.

Allerdings sind uns in Ihrem Bericht ein paar Aspekte aufgefallen, die wir nachstehend korrigieren müssen:
> Wir waren Vorreiter bei der Bereitstellung einer intelligenten Produktsuche als SaaS-Lösung. Unsere Suchlösung kann komplett online gebucht und vom Shop-Betreiber selbst anhand einfachster Schritte in den Shop integriert werden. Falls ein Kunde die Suche dennoch komplett bei sich installieren möchte, ist auch dies möglich.
> exorbyte Commerce Search gehört keineswegs zu einer „Gruppe der wörterbuchbasierten Suchen“. Die hohe Fehlertoleranz erreichen wir durch den Einsatz von Algorithmen – primär dem Levenshtein-Algorithmus, der nachweislich die stärkste Fehlertoleranz ermöglicht und sprachunabhängig ist. Jedoch nur durch unsere eigenentwickelte Technologie erreicht unsere Suche die extrem hohe Geschwindigkeit und Trefferquote.
> Dadurch ist es auch möglich, dass sogar unser Auto-Suggest hoch fehlertolerant arbeitet (nicht „nur“ die Suche wie bei anderen Anbietern).
> Mithilfe der Management-Konsole (Webinterface) können weit mehr als „nur“ Layout-Funktionen gesteuert werden. Bspw. können beliebig viele Facetten bzw. Filter für die Suchergebnisseite gesetzt werden, Aliase/Synonyme angelegt und gewichtet werden sowie Produkte und Suchbegriffe mit verschiedenen Rankings versehen werden und einiges mehr.
> Einen Kampagnen-Manager wird es in den nächsten Monaten ebenfalls geben.

Wie Sie sehen, steckt weit mehr hinter exorbyte Commerce Search. Klar, dass in diesem Rahmen nicht alles erörtert werden kann, aber dafür gibt es ja die jeweiligen Websites.

Beste Grüße
Thomas Braun

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Celebros

Interessanter Bericht, Herr Petereit.
Site-Search ist vielleicht nicht so attraktiv wie Social-Networking, und auch der Großteil der Shopper benutzt die Kategorie-Navigation, aber wenn wir in die Website-Analytics unserer Kunden schauen, sehen wir ein klares Muster - Besucher die die Suchbox benutzen, kaufen 2-4 mal eher etwas im Shop als nur die "Bummler" die über die Kategorie-Navigation gehen. Und diese Kunden können manchmal bis zu 50% des Gesamtumsatzes ausmachen! Daher ist es wichtig eine sehr gute Suchmaschine einzusetzen, um nicht diese Käufer leer ausgehen zu lassen.
Celebros ist ein Experte diesen wichtigen Teil des Online-Geschäftes zu bedienen. Wir sind vielleicht ein bisschen teurer als einige in der obigen Liste, aber mit einer bewährten ROI.

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Andrea

Hi, ich untersuche momentan für einen kleinen Teil in meine Bachelorthesis die Suchserver Facfinder und Apache SOLR. Hierbei geht es um im wesentlichen um Onlin-Shops. Was sind denn zwischen Solr und Factfinder die wesentlichen unterschiede bzw Vor- und Nachteile? Würde mich sehr über eine Antwort freuen.

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Christian

infinity iSearch hab ich auch vermisst. Wird z.B. von jpc.de genutzt.

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Tom

Ihr habt Fredhopper und Endeca vergessen - Staun!

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