Entwicklung & Design

5 Punkte, die Unternehmen bei der Umsetzung beachten sollten: Erfolgsfaktoren einer offenen Web-API

Unternehmen machen Geschäfte, indem sie die richtigen Beziehungen pflegen. Ob Kommunikation mit Kunden, Verbindungen mit Zulieferern oder Kooperationen mit Partnern – Beziehungspflege ist ein kritischer Teil eines jeden Unternehmens. Sauber umgesetzt können Web APIs einen kosteneffizienten Weg für Partnerschaften mit tausenden Entwicklern und Unternehmen darstellen und damit Marktdurchdringung und Marktanteile erhöhen.

Offene Webschnittstellen ermöglichen es, Daten und Komponenten des eigenen Online-Produkts für externe Programmierer und Websites nutzbar zu machen. Über definierte API-Calls können vom Unternehmen freigegebene Daten in externen Anwendungen verwendet werden oder auf dem umgekehrten Weg in das eigene System gelangen. Mit dieser Technik lassen sich externe Anwendungen wie Desktopanwendungen und Widgets, die Teile des Inhalts in neuem Kontext darstellen, aber auch Kombinationen von Daten in Form von Mashups realisieren.

Wachstum und Innovation sind der produktive Kern, den Web APIs Unternehmen bieten. Sie vervielfachen das wirtschaftliche Potenzial dessen, was einzelne Websites oder Dienste mit einer rein punktuellen Präsenz erreichen können und sind damit eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen, die ein Unternehmen für die Zukunft des eigenen Produkts fällen kann.

Die Twitter-API besaß beispielsweise schon 2007 ein zehn Mal höheres Traffic-Volumen als die reine Website. Auch die Giganten Google, Flickr und YouTube belegen, wie sie mit einer enormen Fülle an innovativen Fremdentwicklungen und Integrationen, steigendem Traffic und neuen Nutzern Wachstum schaffen. Thomson Reuters verbessert bei Open Calais mit jeder Anfrage an die automatisierte, semantische Verschlagwortung zugleich die Qualität der eigenen Technologie. Amazon zeigt mit seinen Webservices, dass auch die eigene Infrastruktur als Webdienst ein erfolgreiches API-Modell sein kann. Facebook und Google gehen mit ihren konkurierenden Angeboten „Facebook Platform“ und „Open Social“ noch einen Schritt weiter, indem sie eigene Frameworks zum Erstellen von austauschbaren Social Apps zur Verfügung stellen.

Es gibt eine Reihe von Fallstricken, die Unternehmen vermeiden sollten, wenn sie ihr Angebot über eine API öffnen möchten. Die folgenden fünf Regeln helfen auf diesem Weg.

1. Timing

Den richtigen Zeitpunkt für die Umsetzung einer API zu finden kann für Unternehmen aus strategischer Sicht sehr wichtig sein. Oft liefern spezielle Projekte den Anstoß zur Umsetzung einer eigenen API. So wurde zum Beispiel die Qype-API [1] sehr stark von der zu entwicklelnden iPhone-Anwendung getrieben. Qype orientierte sich im ersten Schritt an den Daten, die diese spezielle Applikation benötigt.

Manchmal zwingt auch der Wettbewerb zur Öffnung der Plattform. Für Sevenload war das Angebot einer API [2] ein „unausweichlicher Schritt, gegen YouTube stand zu halten“ und neue Kooperationen mit Endgeräteherstellern und „neuen Portalen der Zukunft“ einzugehen, wie Ibrahim Evsan erklärte. Auf keinen Fall sollten sich Unternehmen aber zu früh um die Umsetzung einer API bemühen. Das Kerngeschäft des Unternehmens sollte sich bereits klar entwickelt haben, damit diese auch ökonomischen Nutzen bringen kann. Es ist keine gute Idee, eine API zu veröffentlichen, nur weil es die Entwickler gerade trendig finden. Unternehmen müssen sich der Verantwortung bewusst sein, die sie mit dem Angebot einer API übernehmen. Eine API später ohne Imageschaden offline zu nehmen, ist schwer möglich.

360° Chancen: Eine Web API vervielfacht mit der Anbindung an Communities und Mashups die Zugriffsmöglichkeiten auf Angebote im Netz.

360° Chancen: Eine Web API vervielfacht mit der Anbindung an Communities und Mashups die Zugriffsmöglichkeiten auf Angebote im Netz.

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