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Viele kleine dynamische Fenster für das Portalsystem: Alfresco-Anbindung an Liferay

    Viele kleine dynamische Fenster für das Portalsystem: Alfresco-Anbindung an Liferay

Die Einbindung von Dokumenten-Management- und Content Management Systemen in Standardportale kann ein aufwendiges Unterfangen sein, weil entsprechende Schnittstellen von den Softwareherstellern meist stiefmütterlich behandelt werden. Mit dem Release 2.1 führte das Open-Source-Enterprise-Content-Management-System Alfresco eine Template-Technologie namens Web Scripts ein, die die Einbindung von Inhalten in Portalplattformen wie Liferay stark vereinfacht und beschleunigt.

Der wesentliche Mehrwert eines Portals besteht darin, Inhalte aus unterschiedlichsten Bereichen und Anwendungen so auf einer Seite zusammenzuführen, dass dem Anwender gerade nur die Informationen dargestellt werden, die für eine bestimmte Situation relevant sind. Für einen Vertriebsmitarbeiter sind das in der Regel ganz andere Informationen als für seinen Kollegen im Einkauf. Dabei kommen die relevanten Informationen selten nur aus einem System, weshalb sie auf klassischem Wege für die Anwender nur mühsam über unterschiedliche Anwendungen und über mehrere Dialoge erreichbar sind. Ein sinnvolles Portal muss daher einzelne Informationsfragmente aus Systemen wie ERP, CRM, Groupware und DMS extrahieren und miteinander kombiniert auf einer Portalseite darstellen können. Auf diese Weise lassen sich Geschäftsprozesse deutlich besser und näher am Rollenkonzept darstellen und unterstützen als es mit einzelnen, separaten Anwendungen möglich wäre.

Leider ist die Umsetzung einer solchen Portalvision heute noch mit sehr großem Implementierungsaufwand verbunden und wird daher nur selten konsequent umgesetzt. Der Grund dafür liegt in der schwachen bis mangelhaften Unterstützung von Standardportalen durch die nahezu monolithisch entwickelten Unternehmensanwendungen. Portlets, entsprechende Schnittstellen und Werkzeuge fehlen meist. Hersteller von Enterprise Software wie beispielsweise SAP oder Microsoft bieten nur selten Standard-Portlets an, dafür aber proprietäre Portalsysteme, in die bereits die eigene Anwendung integriert ist. Das ist in etwa so, als würde jeder Fernsehsender eigene Geräte verkaufen, mit denen zwar theoretisch andere Sender empfangen werden können, das eigene Programm aber nur auf dem eigenen Gerät anzuschauen ist. Unterstützung erhält die Portalvision allerdings zunehmend durch Open-Source-Software und kleinere Unternehmen, die sich durch Offenheit der Standards einen Wettbewerbsvorteil gegenüber etablierten Anbietern versprechen.

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