Software

Enterprise Content Management goes Open Source: Alfresco

Obwohl „Document Management“ als Applikationskategorie schon rund zwanzig Jahre besteht, sind in den meisten Unternehmen viele grundsätzliche Fragestellungen rund um das Verwalten und Verarbeiten von Dokumenten nur unzureichend beantwortet. Dabei gibt es bereits seit einiger Zeit ausgereifte Open-Source-Lösungen. Eine der führenden ist Alfresco.

Während die Open-Source-Welt rund 400 verschiedene Content-Management-Lösungen hervorgebracht hat, können die Ansätze für Dokumentenmanagement praktisch an einer Hand abgezählt werden. Dies hängt damit zusammen, dass Dokumentenmanagement als Thema weder „cool“ noch besonders nahe am Herzen beziehungsweise den Problemen des typischen Software-Entwicklers ist. Die Herausforderungen rund um die Bewirtschaftung von Dokumenten in Unternehmen sind vielfältig – transparente und lokationsunabhängige Datenablage, Metadaten-Management, Formatkonversionen, Historisierung, Workflow-Support, integrierte Suche und Archivierung – sind aber in vielen Fällen nur unzureichend gelöst. Dies führt zu Mehrspurigkeiten, Inkonsistenzen und Fehlern in der Abwicklung von Unternehmensprozessen. Die vielen Content-Management-Lösungen helfen hier meist nicht weiter, da ihre Funktionalitäten primär auf die Gestaltung und Publikation von Content im Web ausgerichtet sind. Dokumenten-Management-Lösungen sind zwar bereits seit den Achtzigerjahren verfügbar, kommerzielle Produkte wie Documentum, Filenet oder OpenText kommen aber wegen ihrer Komplexität und der erheblichen Lizenz- und Wartungskosten oftmals nicht zum Zug.

Als eine der interessantesten und gleichzeitig auch neuesten Open-Source-Lösungen für Dokumentenmanagement wurde im Optaros Whitepaper „Unleashing the power of Open Source Document Management“ (http://www.optaros.com/de/publications/white_papers_reports) Alfresco identifiziert. Alfresco kombiniert bewährte Open-Source-Komponenten mit neuen Lösungsansätzen, wie zum Beispiel Aspektorientierung, und hat sich schnell zu einer wichtigen Größe im Enterprise-Content-Management-Markt entwickelt, nicht zuletzt weil das Entwicklerteam teilweise von Documentum kommt. Die Architektur war von Anfang an auf Integriebarkeit und Erweiterbarkeit durch die Verwendung von (sofern möglich) offenen Standards (zum Beispiel WebDAV, JSR168, JSR170, Web Services oder Microsofts CIFS Common Internet File System) ausgerichtet. Das fördert die Adoption im Untenehmenskontext und senkt die Barrieren
für einen Einsatz in komplexen Systemwelten, wo Integration ein
kritischer Erfolgsfaktor ist.

Alfresco deckt die typischen Anforderungen an Dokumentenmanagement ab. Dank der Offenheit gegenüber akzeptierten Standards und durch seine auf Usability ausgerichtete Benutzeroberfläche wird das Laden von Dokumenten über verschiedene Benutzerschnittstellen – inklusive dem für die meisten Windows-

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