E-Commerce

Amazons Web Services im Überblick: Das Cloud-Computing-Universum

Spricht man von Cloud Computing, ist man schnell bei Amazon. Das Unternehmen setzt mit seinen zahlreichen Cloud-Services Maßstäbe und hat diese in den vergangenen Jahren stetig erweitert. Wir geben einen Überblick und zeigen, wie einfach der Start sein kann.

Beim Trendthema Cloud Computing führt kein Weg an Amazon vorbei. Der Onlineshop hat aus der eigenen Not eine Tugend gemacht und ganz nebenbei das dominierende Cloud-Infrastruktur-Angebot entwickelt. Als Betreiber einer der größten E-Commerce-Webseiten der Welt hat Amazon mit enormen Anforderungen an die Infrastruktur zu kämpfen und hat, um diese Herausforderung zu meistern, eine interne Infrastruktur samt Schnittstellen entwickelt. Der nächste Schritt war dann, diese Infrastruktur auch anderen zur Verfügung zu stellen.

Unter dem Oberbegriff „Amazon Web Services“ bietet Amazon neben seinen Infrastructure-as-a-Service-Diensten auch noch weitere Services wie „Mechanical Turk“, „Amazon Fulfillment“ oder Alexa-Schnittstellen an. Der Artikel beschränkt sich allerdings auf Amazons Cloud-Infrastruktur-Dienste [1].

Cloud Computing mit Elastic Compute Cloud

Der Amazon-Cloud-Dienst „Elastic Compute Cloud“ (EC2) bietet die Möglichkeit, virtuelle Server verschiedener Größen, so genannte Instanzen, stundenweise zu nutzen. Zahlen müssen Anwender dabei je angefangene Stunde pro Instanz. Es ist möglich, sowohl Unix- als auch Windows-Betriebssysteme einzusetzen. Die Stundenpreise unterscheiden sich auf Grund der Kosten für die Microsoft-Lizenzen leicht.

Die Instanzgröße bestimmt sich anhand des zur Verfügung gestellten Arbeitsspeichers, der zugeteilten virtuellen Festplattenkapazität und den reservierten EC2-Compute-Units. Technisch basiert EC2 auf der Open-Source-Virtualisierungslösung XEN. Eine Compute-Unit entspricht laut Amazon ungefähr der Leistung eines 1,0-1,2 GHz Opteron- oder Xeon-Prozessors aus dem Jahre 2007. Prozessor- und Arbeitsspeicherlimits werden den Instanzen fest zugewiesen.

Die große Stärke von EC2 liegt in der mächtigen API. Mit ihr können Nutzer ein hohes Maß an Kontrolle ausüben. So kann man durch Bestimmung der „Availability Zones“ sicherstellen, dass die physische Nähe zwischen verschiedenen Instanzen gewahrt wird. Dies senkt die Latenzzeit, verringert jedoch die Ausfallsicherheit. Neben den „Availability Zones“ kann der Anwender darüber hinaus den Standort des Rechenzentrums auswählen. Zur Auswahl stehen die Ostküste der USA und Westeuropa.

Entwickler haben direkt aus der eigenen Anwendung heraus die Möglichkeit, weitere Instanzen zu starten oder zu beenden. Eigene Server-Images kann der Anwender mit den von Amazon bereitgestellten EC2-Tools erzeugen. Es gibt auch eine große Auswahl an fertigen Images verschiedener Betriebssysteme, die bereits für unterschiedliche Einsatzzwecke optimiert sind [2].

Einer der größten Unterschiede zwischen EC2-Instanzen und anderen virtuellen Servern ist, dass jegliche während der Laufzeit der Instanz auf die Festplatte geschriebenen Informationen verloren sind, sobald man die Instanz beendet. Bei einer Vielzahl von Einsatzzwecken wird ein Entwickler aber Daten dauerhaft speichern wollen. Hier schafft Amazon mit dem „Elastic Block Store“ (EBS) Abhilfe.

Der Entwickler kann einzelnen Instanzen EBS-Volumes per API zuweisen, diese erscheinen dann wie lokale Festplatten. EBS-Volumes können mit dem Dateisystem der Wahl formatiert oder auch zu Softwareraids zusammengefasst werden. Jedoch kann man EBS-Volumes nicht mehreren Instanzen gleichzeitig zuweisen.

Der Kopf hinter Amazons Cloud-Lösungen: CTO Werner Vogels. Foto: Andrew Mager, Flickr.com. Lizenz: CC BY-SA

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