Entwicklung & Design

App vs. Web

Mehr als 400.000 verschiedene Apps finden sich in Apples App Store, täglich werden Millionen Downloads gezählt. Für viele Unternehmen stellt sich angesichts solcher Zahlen nicht mehr die Frage, ob man eine eigene App braucht, sondern nur noch für welche Plattformen – iOS, Android, oder auch Windows Phone 7? Dabei vergisst man leicht, dass es auch anders geht: Webapps, auf Basis moderner Technologien wie HTML5 und CSS3, sind plattform- und geräteneutral, verhältnismäßig einfach zu entwickeln und fast so leistungsfähig wie ihre nativen Pendants.

Erfolgsmodell App Store

Apple setzt mit seinen schicken Fernseh-Werbespots alles daran, potenziellen Kunden die eigene Hardware und vor allem die zahlreichen Apps schmackhaft zu machen – „Wenn Du… willst, gibt es eine App dafür“. Das war nicht immer so. In der Anfangszeit des iPhones beschränkte Apple sich darauf, das Gerät hauptsächlich durch Webapps mit Applikationen zu versorgen. Doch dann kam Apple auf die Idee, Entwickler mit dem App Store und den verlockenden Verkaufserlösen zur iPhone-Entwicklung zu motivieren und dabei auch noch selbst gut zu verdienen.

Seitdem ist der App Store ein erfolgreiches Modell zur Software-Distribution. Gleiches gilt für den Android Store, sogar einen Blackberry-App-Store gibt es bereits. Für einen Entwickler bietet die Distribution über einen App Store viele
Vorteile, da er sich nicht selbst um Dinge wie Verkauf, Zahlungsabwicklung, Werbung oder Marketing kümmern muss. Er verdient sein Geld mit dem, was er am besten kann, der Programmierung von Software.

Bei den Nutzern sind Apps zudem sehr beliebt. Das ist auch logisch: Denn sie sind – zumindest in Apples App Store – leicht zu finden (hier hat der Android Store noch Potenzial), einfach zu installieren und meist leicht zu handhaben. Außerdem funktionieren sie in der Regel auch dann noch, wenn man gerade mal kein Netz hat, was ja immer wieder vorkommt. Viele Nutzer haben sich daran gewöhnt, diese kleinen Programme herunterzuladen.

Dennoch werden Apps weitaus weniger verwendet als gedacht: Im ersten Quartal 2011 nutzten 37 Prozent aller User des mobilen Netzes in den USA native Apps, 39 Prozent dagegen konsumierten mit ihrem mobilen Gerät Webseiten im Browser [1]. Dabei sind native Apps den Webapps durchaus überlegen. Sie bieten eine gute Performance, da sie direkt mit dem Betriebssystem verbandelt sind. Als native Apps können sie außerdem alle Vorzüge des mobilen Geräts nutzen, das reicht von den (manchmal lästigen) Push-Nachrichten bis zum Zugriff auf die eingebaute Kamera.

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