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Erkennen, abbauen, vermeiden: Barrieren im Internet

    Erkennen, abbauen, vermeiden: Barrieren im Internet

Zehn bis zwanzig Prozent der Weltbevölkerung leiden unter einer Behinderung. Nicht alle dieser Behinderungen beeinflussen jedoch den Zugang zu elektronischen Inhalten. Dieser Artikel soll Entwickler, Projektleiter und Redakteure auf die so genannten „Barrieren“ im Internet aufmerksam machen und aufzeigen, wie diese Barrieren in einem Projekt erkannt und vermieden, beziehungsweise abgebaut werden können.

Weshalb barrierefreie Websites?

Die Gestaltung barrierefreier Websites ist nicht als imagefördernde Maßnahme oder als Ausdruck eines besonderen sozialen Engagements zu verstehen. Wenn man verfolgt, wie sich die Altersstruktur der Bevölkerung in den Industriestaaten wandelt und den Zusammenhang zwischen Alter und Sehkraft berücksichtigt, so kommt auch bei diesem Thema sehr schnell eine ökonomische Komponente ins Spiel.

Außerdem gibt es heutzutage kaum ein Land, das nicht Gesetze und Bestimmungen erlassen hat, die besagen, dass Sites im Government -Bereich barrierefrei zu gestalten sind, um auch behinderten Menschen Zugang zu diesen Informationen und Diensten zu ermöglichen. Eine Zusammenstellung der Bestimmungen ist auf der Website der Web Accessibility Initiative [1] zu finden. Durch die Gestaltung von barrierefreien Websites soll sichergestellt werden, dass Personen möglichst unabhängig ihrer Behinderung

  • Zugang zu Informationen haben
  • Services benutzen können
  • Produkte und Dienstleistungen bestellen oder kaufen können
  • mit den Betreibern der Website in Kontakt treten können

Verschiedene Behinderungen, verschiedene Barrieren

Grundsätzlich werden folgende Behinderungsarten unterschieden:

  • blinde Personen
  • sehbehinderte Personen
  • motorisch behinderte Personen
  • hörbehinderte und gehörlose Personen
  • geistig behinderte Personen

Je nach Behinderungsart und Schwere der Behinderung treten unterschiedliche Barrieren beim Besuch von Websites auf. Diese werden hier nur kurz von der Behinderung ausgehend angeschnitten und im Grundsatz erklärt. Eine vollständige, technische Übersicht erhalten Sie auf der Website der Web Accessibility Initiative [2].

Blinde Personen

  • benutzen keine Bildschirme
  • benutzen keine Maus
  • benutzen so genannte Screenreader und Brailletastaturen

Screenreader wandeln Textinformationen in gesprochene Sprache um (z.B. Sprachsynthesizer, Text2Speech). Mittels Screenreader kann auch auf einer optimierten Website auf die Navigation zugegriffen werden. Dabei wird die Website zeilenweise ausgelesen. Mittels Funktionstasten lässt sich beispielsweise von Link zu Link, von Frame zu Frame oder von Absatz zu Absatz navigieren.

Das Gleiche gilt für die Brailletastaturen. Diese, in der Anschaffung sehr teuren Ein- und Ausgabegeräte, wandeln Texte elektromechanisch in Blindenschrift um. Die Funktionsweise von Screenreadern und Brailletastaturen lässt schnell auf die beim barrierefreien Webdesign zu beachtenden Problemstellungen schließen:

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