Von Bildschirm teilen bis Datentausch: 9 Tools, die euch den Alltag erleichtern
Screenhero: Bildschirm teilen
Wer in verteilten Teams in verschiedenen Gebäuden, Städten oder gar Ländern arbeitet, braucht unbedingt gute, digitale Helferlein. Da klingt der Name „Screenhero“ gerade richtig. Und tatsächlich unterstützt das Tool die gemeinsame Arbeit: Wer bei Screenhero angemeldet ist, kann seine Kollegen einladen und mit ihnen nicht nur seinen Bildschirm teilen, sondern sie auch mit einem zweiten Cursor selbst Inhalte bearbeiten lassen. Eine Voice-Chat-Funktion macht Skype oder Telefon überflüssig. Möglicher Nachteil: Auch eingeladene User müssen ein Screenhero-Programm installieren und sich anmelden. Screenhero gibt es kostenlos für Mac ab OS X 10.6 und Windows ab Version 7.
Riveted: Die Website eindeutiger analysieren
Sicher, Google Analytics berechnet die Dauer eines Seiten-Besuchs. Doch ob ein Nutzer die Seite nur im Hintergrund öffnet – sie also gar nicht ansieht – oder sich tatsächlich mit ihr beschäftigt, kann Google Analytics nicht erkennen, wie unlängst bemängelt wurde. Das führt zu teilweise unrealistisch hohen Besuchszeiten. Abhilfe will das Google-Analytics-Plugin (als JavaScript und für WordPress) Riveted schaffen. Es erkennt Mausbewegungen, Tastaturanschläge, und die Sichtbarkeit der Seite im Browser. Somit soll es zuverlässige, sekundengenaue Ergebnisse liefern.
WalkMe: WalkTrough Apps & Websites
Der Service WalkMe aus Israel und Kalifornien hilft bei der Erstellung von WalkThroughs, die die Funktionsweisen von Apps und Web-Anwendungen erklären. Diese Erklärungen legen sich über die Seite und helfen Nutzern bei bestimmten Aufgaben oder geben einen Überblick über eine Site oder App. Sie lassen sich in Art und Interaktionsform auf Nutzer zuschneiden. Zudem bietet WalkMe Analyse-, Such- und Umfrage-Tools. Per Browser-Plugin sollen Unternehmen die Anleitungen leicht selbst erstellen und per JavaScript in ihre Seite einbinden können. Die WalkThroughs laufen dann als eigene Installation oder per SaaS. Mehr als die Hälfte der zum Teil namhaften WalkMe-Kunden – wie Adobe, Amazon, Cisco oder Citrix – nutzen den Service für Desktop-Websites. Aber auch Mobile Apps lassen sich damit bestücken.
Headspace: Meditations-App
Umgerechnet 4,54 Euro pro Monat kosten Ruhe, Gelassenheit und Freiraum zum Denken. Das jedenfalls verspricht Andy Puddicombe mit seiner App Headspace. Kein esoterisches „Piep, piep, piep, wir hamm‘ uns alle lieb“. Statt dessen eine knuddelige, verspielte Social-Web-Optik und eine rational-wissenschaftliche Ansprache, die selbst technikverliebte Nerds das Tool nutzen lassen dürfte, ohne dass sie rot werden. Denn: Wissenschaftlich ist längst bewiesen, dass Meditation zu mehr Gelassenheit, Glück und Kreativität verhilft. Und vielleicht ist es ja diese App (Android und iPhone), die nun auch noch für das passende Image sorgt.
Decksetapp: „Präsi“ schnell gemacht
Text tippen, in die App laden, kurz warten, fertig ist die sexy gestaltete Präsentation. Das in etwa versprechen – kurz zusammen gefasst – die Berliner Macher der neuen Mac-App Deckset. Sieben unterschiedliche Themes stehen dem Nutzer dabei zur Wahl: Von den seriös aufgeräumten Layouts „Business Class“ und „Zurich“ bis hin zu den eher bunt-schrillen Optiken „Letters from Sweden“ oder „Poster“. Decksetapp unterstützt neben Text aber auch Bilder und Videos – ja, es liefert sogar einige Bild-Filter. Darüber hinaus kann man Notizen für sich unterbringen, im so genannten Rehearsal-Mode üben oder das Ganze als PDF exportieren. Decksetapp verspricht einfach Spaß!
Marvel: Prototyping leicht gemacht
Die wahrscheinlich schnellste Art, aus Handskribbeln einen klickbaren Prototypen zu machen? Das könnte vermutlich die iOS-App Marvel sein: Per iPhone oder iPad einfach die Handzeichnungen abfotografieren und in der App mit Hotspots ausstatten. So kann man relativ schnell erste Workflows oder Customer Journeys (be)greifbar machen. Das Resultat kann man anschließend mit seinen Kollegen und Kunden teilen. Oder man installiert seinen Prototypen auf dem Smartphone, um ihn live zu präsentieren. Per Browser läuft der Prototyp auch auf Android und sogar auf Gaming Devices. Vorläufig ist Marvel kostenlos. Mittelfristig soll sich die App aber über ein Fremium-Modell finanzieren.
Postcard Social: Die Crossposting-App für Soziale Netzwerke
Wer mehrere Soziale Netzwerke und Accounts mit Posts und Statusmeldungen bedienen muss, braucht einfach ein gutes Social Media Dashboard. Die Auswahl an Tools ist entsprechend groß. Für iOS-Anwender gibt es zu diesem Zweck nun die App Postcard Social. Mit ihr kann man Nachrichten auf einem oder mehreren Twitter-Accounts veröffentlichen – und von einem anderen eigenen Account retweeten lassen. Auch Facebook-Beiträge lassen sich automatisch zu Twitter weiterleiten – inklusive Direktlink. Zudem kann man per Postcard Social Inhalte bestimmter Sites automatisch in die verknüpften Netzwerke fließen lassen. Über ein spezielles Plugin soll man sogar von Postcard Social aus neue Beiträge auf seiner WordPress-Website posten können. Über eine API soll das auch für Websites mit technisch anderer Basis möglich sein. Für die Nutzung mit drei Netzwerken ist die App kostenlos.
Lightroom für iPad und iPhone
Immer überall arbeiten können. Das wünschen sich nicht nur Freelancer, Gründer und auch Arbeitgeber. Das will nun auch der Software-Riese Adobe unterstützen. Seit einiger Zeit bietet er zur Synchronisierung deshalb die Creative Cloud an. Passend dazu hat er nun auch Adobe Lightroom Mobile veröffentlicht. Damit lassen sich Fotos – von Smartphone-Schnappschüssen bis hin zu DSLR-Kamera-Raw-Dateien – auf iPad und iPhone bearbeiten. Eine einfache Anleitung zeigt, wie man das mobile Bildarchiv mit der Lightroom-5-Installation auf dem Desktop-Rechner synchronisieren kann. Aus Lightroom Mobile heraus können Nutzer darüber hinaus auch Bild-Dateien in Sozialen Netzwerken teilen. Die App selbst ist kostenlos – wer den vollen Funktionsumfang von Lightroom Mobile nutzen will, benötigt allerdings ein kostenpflichtiges Creative-Cloud-Abo.
Volafile: Anonym befristet Daten tauschen
Über die Plattform Volafile kann jeder Nutzer anonym und zeitlich auf 48 Stunden begrenzt Daten tauschen. Dazu kann man entweder einen so genannten Raum nutzen, der bereits existiert – oder einen neuen, eigenen Raum anlegen. Eine Filterfunktion unterscheidet dabei zwischen Musik-Files, Dokumenten, Bildern oder Videos. Wer den Live-Chat nutzt, bekommt von Volafile einen zufälligen Nickname. Die Macher kommen übrigens aus Deutschland. Vielleicht gerade deshalb legen sie Wert auf Datenschutz. So versprechen sie keinerlei Datendurchsatz mitzuschneiden und sämtliche Daten nach 48 Stunden zu löschen. Volafile ist außerdem auch noch werbe- und registrierungsfrei.
Kommentar wurde von der Redaktion gelöscht.
Hmm. Volafile scheint zeitlich auf zwei Tage, nicht auf 12 Stunden begrenzt zu sein.
Du, dumme Kunt, hast du noch Volafile benutzt?
@Laino: Da hast du Recht, ist im Artikel korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis!
Viele Grüße aus der Redaktion
Johannes