Software

Community Building

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3. Um die Langlebigkeit eines Open-Source-Projekts gewährleisten
zu können, ist es vorteilhaft, Community-Mitglieder aus
verschiedenen Organisationen und Regionen zu beteiligen. Einerseits
macht diese „Vielfältigkeit“
der Mitwirkenden das Projekt unabhängig von lokalen
Veränderungen, weshalb unter anderem die Apache Foundation für
neue Projekte voraussetzt, dass die Entwickler aus mindestens drei
unterschiedlichen Unternehmen stammen müssen. Andererseits bringen erst
verschiedenartig talentierte Menschen das umfangreiche Wissens- und
Fertigkeits- spektrum mit, welches für die Leitung und Umsetzung
von Open-Source-Projekten notwendig ist.

4. Da sich die Mitarbeitenden in Open-Source-Projekten vielfach
freiwillig auf unentgeltlicher Basis beteiligen, ist „Korrektheit“
in der Kommunikation unentbehrlich. Das heißt konkret, dass
z. B. selbst einfache Anfängerfragen von der Community
respektvoll beantwortet werden sollten. Andererseits bedeutet es aber
auch, dass Neueinsteiger sich an die geltenden Kommunikationsregeln
zu halten haben und ihre Fragen zuerst selbst in Mailing-List-Archiven oder Wikis zu beantworten versuchen.

5. Auch ein gewisser Grad an „Altruismus“
ist wichtig, denn grundsätzlich gilt: Open-Source-Projekte sind
keine „One Man bzw. One Company Shows“ und „die Community ist
wichtiger als der Einzelne.“ Auch wenn z. B. jemand sehr viel
Quellcode beiträgt und wichtige Tätigkeiten für die
Community ausführt, kann dies langfristig das Ende des Projekts
bedeuten, wenn er durch seine dominante Art die anderen Mitglieder
vertreibt und damit die Community schwächt. Besonders wenn
Unternehmen maßgeblich an der Weiterentwicklung eines Projekts
beteiligt sind, müssen sie Rücksicht nehmen auf die
Bedürfnisse der Community und dürfen zum Beispiel bezüglich Fragen über Rückwärtskompatibilität nicht egoistisch vorgehen.

6. Ein „langfristiges
Engagement“ von Mitarbeitenden in
Open-Source-Projekten ist ein wertvolles Gut. Vielfach kommt es vor,
dass neu Dazugestoßene sich über die vorhandene Situation
beschweren und Änderungswünsche anbringen aber bald wieder
verschwinden. Verbesserungsvorschläge z. B. an der
Software-Dokumentation können nützlich sein, viel wichtiger
ist es jedoch, dass Personen sich über lange Zeit
produktiv in das Projekt einbringen und Aufgaben verantwortungsvoll
ausführen. Deshalb erhalten in allen fortgeschrittenen Projekten
nach dem Meritokratie-Prinzip ausschließlich solche Mitglieder
Zugriff auf wichtige Ressourcen, die sich schon lange aktiv
in der Community beteiligt haben.

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