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Contao: Schlankes CMS mit vielen Funktionen

2004 veröffentlichte der Münchner Entwickler Leo Feyer sein Open-Source-CMS TYPOlight. Der Name sollte einerseits das leicht zu bedienende System und den schlanken Software-Kern betonen und es andererseits von den überladenen Platzhirschen abgrenzen. Mittlerweile sind acht Jahre vergangen. TYPOlight wurde 2010 in Contao umbenannt, und es hat sich eine große Fan-Gemeinde um das CMS gebildet. Höchste Zeit also, sich den aktuellen Entwicklungsstand anzusehen.

4 Min. Lesezeit
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Trotz des Namenswechsels ist Contao [1] dem ursprünglichen Ziel treu geblieben: Das Basissystem enthält so wenig Ballast wie möglich, bietet aber dennoch alle wichtigen Funktionen.

Templates: HTML-/CSS-Framework und Stylesheet-Generator

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Contao liefert für fast jede Funktion ein Template, das wahlweise auf W3C-konformem und barrierefreiem XHTML oder auf HTML5 basiert. Gleichzeitig bietet es ein grundlegendes HTML-/CSS-Framework, auf dessen Basis erfahrene Nutzer jedes beliebige Layout umsetzen können. Unterstützt werden sie dabei vom Stylesheet-Generator, eine Art Hilfstool für die CSS-Erstellung.

Alternativ können Webdesigner updatesicher eigenen Code in die Templates schreiben, manuell Stylesheets erstellen oder auf CSS-/JS-Frameworks zurückgreifen. Contao bietet viele Möglichkeiten bei der Layout-Erstellung. Eine systemeigene Sprache müssen Anwender nicht erlernen, HTML- und CSS-Kentnisse sind aber nötig.

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Mit Contao lassen sich verschiedene Seiten-Layouts erstellen, die sich im strukturellen Aufbau, aber auch in den darin verankerten Modulen, Stylesheets oder JavaScript-Einbindungen unterscheiden. Alle Seiten-Layouts zusammen ergeben dann das sogenannte Theme, das als Paket heruntergeladen und in anderen Installationen genutzt werden kann.

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Seitenstruktur und -verwaltung

Contao ist ein seitenbasiertes System. Man kann die Seitenstruktur beliebig verschachteln und erweitern, Seitentypen zuweisen und Caching-Vorgaben machen. Außerdem lässt sich festlegen, welches Seitenlayout sich für eine Seite auswirkt, und so etwa die Startseite mit einem einspaltigen Hauptbereich definieren, während eine Unterseite auch noch eine linke und rechte Spalte enthält.

Je nach gewähltem Layout stehen dem Redakteur diverse Bereiche zur Verfügung, in denen er Inhalte erstellen kann. Hierfür gibt es Inhaltstypen, die die Eingabe und Pflege der Inhalte vereinfachen soll – etwa ein Rich-Text-Editor, eine Download-Liste oder eine Tabelle. Bei komplexen Seiten rentiert sich die Unterteilung der Inhalte in verschiedene Inhaltstypen auch deshalb, weil so mittels Drag & Drop schnell die Reihenfolge verändert werden kann. Die Inhalte lassen sich auch auf andere Seiten verschieben oder vorübergehend ausblenden.

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Dank unterschiedlicher Seiten-Layouts lassen sich mit Contao gebaute Seiten je nach Anforderung in unterschiedlich viele Spalten aufteilen.
Dank unterschiedlicher Seiten-Layouts lassen sich mit Contao gebaute Seiten je nach Anforderung in unterschiedlich viele Spalten aufteilen.

Die Dateiverwaltung von Contao folgt dem üblichen Schema: Inhalte können über die Contao-Oberfläche in die Dateiverwaltung geladen und dort in Ordnern strukturiert werden. Zudem lassen sich umfangreiche Dateimengen direkt per FTP hochladen. Außerdem ist Contao dazu imstande, Bilder auf Befehl direkt beim Upload zu verkleinern.

Lieferumfang

Die Contao-Entwickler versuchen, die gängigsten Anforderungen an ein CMS bereits im Kern abzudecken. Dazu zählen etwa News-, FAQ- und Kalender-Module, Unterstützung bei der Suchmaschinenoptimierung, Formulare, automatische Updates des CMS-Kerns und der Erweiterungen sowie eine umfangreiche Benutzerverwaltung für Redakteure und Besucher.

Um dem häufigen Wunsch nach einer News- und Termin-Lösung nachzukommen, liefert Contao bereits im Basissystem entsprechende Kernmodule. Der Newsbereich umfasst neben einem Archiv auch eine integrierte Kommentarfunktion, RSS-Feeds und verschiedene Themenkanäle; beim Kalender lässt sich die einfache Auflistung auch als Monatsansicht darstellen. Für ein entsprechendes Aussehen sorgen vorgefertigte Templates, die sich aber modifizieren lassen.

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Die integrierte Suchfunktion hat nicht nur eine sprechende URL, sondern zeigt auch die Passgenauigkeit zwischen Suchanfrage und Treffern an.
Die integrierte Suchfunktion hat nicht nur eine sprechende URL, sondern zeigt auch die Passgenauigkeit zwischen Suchanfrage und Treffern an.

Neben dem Newsbereich umfasst Contao auch ein simples Newsletter-System. Besucher können sich auf der Seite für den Newsletter mit
Double-Opt-in-Verfahren anmelden und wählen, welchen Themenkanal sie erhalten wollen.

Auch ein FAQ-Modul für häufige Fragen ist bei Contao bereits integriert. Redakteure können darin Fragen und Antworten formulieren, die – ideal für Suchmaschinen – in Unterseiten mit sprechenden Links gegliedert werden.

Für Suchmaschinen bringt Contao neben Meta-Tags und W3C-konformem
Quellcode XML-Sitemaps und eine direkte Google-Analytics-Anbindung mit. Aussagekräftige Links sowie entsprechende Seitentitel gehören ebenso zum SEO-Lieferumfang.

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Mit dem integrierten Generator klickt man sich beliebig große Formulare zusammen, deren Inhalte in der Datenbank gespeichert oder per E-Mail versendet werden. Der Generator stellt typische Formularelemente zur Verfügung und enthält zudem eine optionale Sicherheitsfrage, die Spam-Attacken in Grenzen halten soll.

Bei den Benutzerrollen lässt Contao dem Administrator freie Hand. Individuelle Gruppen mit entsprechenden Rechten lassen das Backend auf ein Minimum schrumpfen, um Redakteuren den Alltag zu erleichtern. Außerdem kann der Texteditor über Konfigurationsdateien separat beschränkt werden.

Neben Benutzern, bei Contao die Bezeichnung für Backend-Redakteure, lassen sich auch Mitglieder, also Nutzer der Seite, in ihren Rechten beschränken. Über Login-Bereiche kann der Zugang zu diversen Seiten gesperrt oder zugänglich gemacht werden. Ein Modul zur Registrierung, Profil-Bearbeitung und für den Fall, dass das Passwort vergessen wurde, sind ebenfalls bereits integriert.

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Contao ist imstande, mit mehreren Seiten und Sprachen in einer Installation umzugehen. Für jede Seite wird die Sprache und das dazugehörende Layout-Theme sowie optional die Domain definiert. Zudem bietet die Extension „changelanguage“ weitere Komfortfunktionen beim Umschalten der Sprache.

Unter der Voraussetzung, dass SOAP vom Hoster unterstützt wird, lassen sich Extensions im Contao-Backend direkt installieren. Auch Contao selbst kann aus dem Backend heraus aktualisiert werden. Dafür wird allerdings eine kostenpflichtige Live-Update-ID für rund zehn Euro jährlich fällig. Sofern das Update immer über dieselbe Domain erfolgt, reicht eine ID pro CMS-Installation. Manuelle Updates sind ohnehin kostenfrei.

Fazit

Ob Contao für das eigene Projekt geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Struktur des Systems richtet sich an Laien wie Profis gleichermaßen. Aufgrund der Flexibilität bei der Rechtevergabe im Backend finden sich auch bislang unbedarfte CMS-Nutzer schnell zurecht. Um das System kennenzulernen, eignet sich einerseits die Demo-Installation auf der Contao-Seite, andererseits der Blick auf mit Contao umgesetzte Seiten [2]
[3]
[4]
[5].

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Dein t3n-Team

Thomas Weitzel

Danke Nina für deine Arbeit und deinen Artikel über Contao!

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