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Bezahlen über elektronische Netze: E-Payment aktuell

Wenn jemand Waren oder Dienstleistungen verkauft, greift ein anderer dafür seit dreitausend Jahren in die Tasche und überreicht gepresstes Metall oder bedrucktes Papier. Wie aber bekommt der Händler für seine Leistungen den passenden Geldbetrag des Kunden, wenn die Zahlung über rein elektronische Wege funktioniert? Das ist die Kernfrage des E-Payments.

2 Min. Lesezeit
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Im heutigen Massengeschäft bedarf es effektiver und effizienter Formen der elektronischen Zahlung. Erforderlich wird dies durch einen stetigen Anstieg von Kauf- und Bezahlvorgängen in unserem Wirtschaftskreislauf, sehr hohe Kosten des Bargeldsystems (Zählen, Sammeln, Verteilen), höhere Ansprüche im Zahlungskomfort der Partner (Kreditfunktion, Bonusfunktion, Informationsfunktion) und die häufiger werdende physische Distanz zwischen Käufer und Verkäufer auch bei kleinen Beträgen (via Internet oder mCommerce). E-Payment setzt an dieser Stelle an, indem es erstens den Käufer identifiziert (Authentifizierung), zweitens seine Zahlungswilligkeit und Zahlungsfähigkeit einholt (Autorisierung) und drittens den Zahlungsausgleich zwischen Verkäufer und Käufer (Transaktionsbuchung) durchführt.

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Am bekanntesten und am weitesten verbreitet ist noch immer die Plastikkarte mit elektronisch codiertem Magnetstreifen und aufgedruckten Nummern als EC-Karte, zum Bezahlen per Unterschrift, als Kunden- oder als Kreditkarte. Die Angaben auf den Karten können auch ohne spezielles Lesegerät manuell im Internet eingegeben werden. Dabei sind dann, aus Gründen der Zuverlässigkeit, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen üblich. Hierzu gehören zusätzliche Codes, Passwörter, geschützte Bereiche oder die Überprüfung der Bonität mittels Scoringlisten und Adress-Checks.

Viele zunächst viel versprechende Ansätze des „neuen E-Payments“ sind in den letzten Jahren aufgrund zu geringer Verbreitung und zu hohen Aufwands für alle Beteiligten auf der Strecke geblieben. Kaum jemand hat Interesse, komplexe Hard- oder Software selbst zu installieren. Spannend dürfte in den nächsten Jahren sein,

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inwieweit es den Kreditinstituten und Banken gelingen wird, die EU-Richtlinie zum Elektronischen Geld auszunutzen. Das dreistufige System unterteilt aufgrund der zu erwartenden Bonität und Langfristigkeit in:

  • Banken
  • E-Geld-Institute
  • Zahlungsinstitute

Damit soll verhindert werden, dass dubiose Anbieter Geld entgegennehmen, virtuelle Konten führen und dann gegebenenfalls zum Schaden der Kunden Insolvenz anmelden. Die Kontrollintensität ist denn auch bei Banken sehr hoch, bei E-Geld-Instituten mittelhoch und bei Zahlungsinstituten noch immer vorhanden.

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Gegenwärtig geht der Trend zu komplexen Lösungen, bei denen der Kunde (also der Händler) für seinen Shop eine „Zahlungsgarantie“ erhält. Dazu arbeiten Paymentanbieter mit Inkassounternehmen zusammen, die zunehmend auch selbst Payment anbieten.

Aber Vorsicht: Nicht immer ist dies die beste Lösung. Häufig ist der Weg teurer, als wenn sich der Händler selbst mit dem Kunden und dessen Zahlungsfähigkeit beschäftigt. Deshalb bieten manche Shopsysteme (z.B. Oxid) in Zukunft auch unabhängige Clearingplattformen an, über die der Händler im eigenen Ermessen Risiko-Management bei der Auswahl und Durchführung seiner Zahlungssysteme durchführen kann. Das ist meistens kostengünstiger und sorgt überdies für mehr Nähe zum Kunden und dem Markt.

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