Ratgeber

Einstieg in Voice-Commerce: So verkaufst du per Amazon Alexa und Google Assistant

(Abbildung: Shutterstock)

Wie lassen sich in einer sprachgesteuerten Welt ohne Bildschirm Produkte und Services verkaufen? Eine Einführung in Voice-Commerce mit Amazon Alexa und Google Assistant.

Sprachsteuerung breitet sich immer weiter aus. Eine ­aktuelle Postbank­-Studie zeigt, dass fast jeder dritte Deutsche einen Sprachassistenten nutzt. Mit der Reichweite eines Mediums steigen die darüber potenziell erzielbaren Umsätze, die ­Marketingbudgets für den Kanal erhöhen sich. Auch das ­Interesse von Unternehmen und Entwicklern wird größer, sich mit der neuen Plattform auseinanderzusetzen. Content-Anbieter und Einzelhändler können Produkte über einen Dialog mit einem digitalen Assistenten verkaufen. Derzeit lässt sich beobachten, wie sich die Puzzleteile eines funktionierenden Voice-Ökosystems langsam zusammenfügen. Ein Vergleich der beiden populärsten Sprach­assistenten – Amazons Alexa und der Google Assistant – zeigt die Möglichkeiten von Voice-­Commerce. Unabhängig vom Absatz­kanal verfolgen Unternehmen das Ziel, Kaufprozesse für Kunden so einfach, schnell und bequem wie möglich zu gestalten. Drei Eigenschaften, die auch die User-Experience mit Sprachassistenten unbedingt erfüllen sollte. Grund genug, den Status quo der Absatzmöglichkeiten und technischen Voraussetzungen zu erläutern und die wichtigsten Designtipps für conversion-getriebene Dialoge zusammenzufassen.

Kaufbereit – Voice-Commerce bei Alexa

Spracheinkauf mit Amazons Alexa

Seit dem offiziellen Marktstart von Amazons Alexa in ­Deutschland im Frühjahr 2017 können Nutzer per ­Spracheingabe Produkte bei ­Amazon kaufen. Die Spracheinkäufe sind in der Alexa-­Smartphone-App von Werk aus aktiviert – ganz im Sinne eines E-Commerce-Giganten.

Voicebot, ein amerikanisches Portal für Nachrichten und ­Statistiken rund um Sprachassistenten, berichtet, dass rund 30 Prozent der US-amerikanischen Smartspeaker-Nutzer schon mindestens einmal per Sprache eingekauft haben sollen.

Alexa-Skills mit Accountverknüpfung

Die einfachste Möglichkeit, Zugriff auf bezahlpflichtige Inhalte zu gewähren, ist die Verknüpfung eines Benutzerkontos mit einem ­Alexa-Skill. Das können Anbieter verpflichtend oder optional anbieten: Eine gute Möglichkeit, um auch potenziellen Kunden ­einen Mehrwert zu liefern (etwa über Freemium-Modelle).

Zylindrische Form, stoffbezogener Lautsprecher: Äußerlich ähneln sich viele Sprachassistenten, aber bei Skills für Voice-Commerce bestehen Unterschiede. (Abbildungen: Amazon, Google)

Zylindrische Form, stoffbezogener Lautsprecher: Äußerlich ähneln sich viele Sprachassistenten, aber bei Skills für Voice-Commerce bestehen Unterschiede. (Abbildungen: Amazon, Google)

Bei der Integration von Account-Linking ist allerdings zu beachten, dass der Alexa-Skill nicht der exklusive Zugangsweg für den entsprechenden Inhalt sein darf. Amazon fürchtet, dass sich damit der ­Share für Verkäufe via Voice umgehen ließe. Bei ­physischen Produkten oder Dienstleistungen soll dafür ­Amazons eigene Zahlungsmethode ­Amazon Pay integriert werden. Im ­Falle von digitalen Gütern sind In-Skill-Purchases (kurz: ISP) ­anzulegen, um die es im Folgenden ebenfalls gehen soll.

Alexa-Skills mit Amazon-Pay-Integration

Mit der Integration der Zahlungsmethode Amazon Pay in einen Skill werden physische Produkte oder Dienstleistungen über ­Sprache verbindlich bestellbar. Die türkische Fluggesellschaft Sun Express hat es in Deutschland vorgemacht: Nutzer ­können Flugtickets im Dialog mit dem Sun-Express-Skill kaufen. Die Transaktion wird über die hinterlegte Zahlungsmethode im ­eigenen Amazon-Konto abgewickelt. Voraus­setzungen sind aus Anbietersicht ein Amazon-Payment-Händler­konto und die Verknüpfung des eigenen Alexa-Skills in der Amazon Seller Central. Die Gebühren für die Transaktion trägt der Händler: in der Regel 1,9 Prozent des bestellten Warenwerts und einen fixen Betrag in Höhe von 35 Cent pro Vorgang.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung