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Flexible Services statt starrer Servercluster: Hosting in der Cloud

Im Hosting-Bereich locken Cloud-Computing-Angebote à la Amazon EC2 mit schier unbegrenzter Flexibilität, Skalierbarkeit sowie On-demand-Abrechnung. Doch das Thema ist komplex und zudem werben viele Anbieter rein aus Marketinggründen mit dem Label „Cloud-Hosting“. Wir zeigen, was echtes Cloud-Hosting auszeichnet und zeigen das Potenzial auf.

Cloud-Hosting erscheint besonders für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) verlockend: Statt einen kleinen bis mittelgroßen Servercluster betreiben zu müssen, können sie Applikationen und Services „in die Cloud“ verlagern und von dort beziehen. Dies entlastet die IT-Abteilung und ermöglicht es, sich auf das Management von IT-Anwendungen und Services zu konzentrieren, anstatt die darunterliegende Infrastruktur zu verwalten. Bei der Entscheidungsfindung, ob Outsourcing „in die Cloud“ wirklich sinnvoll ist, können neben rein technischen Aspekten auch betriebswirtschaftliche Bewertungsmodelle wie Total Cost of Ownership (TCO) und Discounted Cash Flow (DCF) helfen.

Eine sorgfältige Analyse anderer, nicht-betriebswirtschaftlicher Aspekte ersetzen diese Methoden jedoch nicht. Zudem sollten Projektanforderungen, rechtliche Gegebenheiten und die technische Machbarkeit eines Projekts gründlich geprüft werden, bevor man eine Entscheidung für oder gegen Cloud-Hosting fällt.

Technisch gesehen gibt es zwischen traditionellem Hosting und Cloud-Hosting große Unterschiede. Doch wie genau erkennt man, ob ein Anbieter echtes Cloud-Hosting anbietet? Wesentlich sind dabei die Merkmale „Provisionierung“, „Skalierbarkeit“ und „Bezahlmodell“. Anhand dieser lassen sich die verschiedenen Angebote gut voneinander abgrenzen.

Die schnelle und automatisierte Provisionierung, also Bereitstellung von Serverleistung, ist ein wichtiges Merkmal von Cloud-Hosting-Angeboten, das es klar von konventionellen Angeboten unterscheidet. Während beim traditionellen Hosting für das Bereitstellen neuer Ressourcen oft Zeitenspannen von mehreren Stunden bis hin zu Tagen üblich sind, dauert dies beim Cloud-Hosting nur wenige Sekunden bis Minuten („on-demand“). Durch diese kurzfristige Bereitstellung von Ressourcen ergeben sich Geschäftsmodelle, die ohne Cloud-Computing nicht möglich wären. Außerdem erhöht sich so die Flexibilität, da man kurzfristig auf einen gesteigerten Ressourcenbedarf reagieren kann.

In puncto Skalierbarkeit verfolgen Cloud-Hoster den Ansatz, Ressourcen in einer potenziell unbegrenzten Menge zur Verfügung stellen zu können. Für einen Cloud-Hosting-Anbieter stellt es kein Problem dar, Kunden in kurzer Zeit große Mengen an Ressourcen bereitzustellen. Traditionelle Hosting-Anbieter hingegen setzen auf dezidierte Server. Durch diesen Ansatz sind die Ressourcen immer begrenzt.

Aufgrund der feingranularen Provisionierung und der Skalierbarkeit ergeben sich für Cloud-Angebote völlig neue Bezahlmodelle. Während bei klassischen Anbietern Vertragslaufzeiten in der Größenordnung von Monaten bis Jahren üblich sind, bieten Cloud-Hoster eine verbrauchsorientierte Abrechnung an. Kunden zahlen also nur das, was sie auch wirklich konsumieren, ähnlich wie bei einem Prepaid-Handy-Vertrag. Beispiele hierfür sind die Anzahl an Stunden, die ein virtueller Server betrieben wird oder die Gigabyte an Traffic, die vom Server übertragen werden.

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