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Googles Mobile-First-Indexing: Das sollten SEO-Experten unbedingt beachten

Google stellt nach und nach alle Websites auf das sogenannte Mobile-First-Indexing (MFI) um. Dadurch kann der Traffic erheblich abstürzen. Diese Fehler sollten Website-­Betreiber unbedingt vermeiden.

7 Min. Lesezeit

(Abbildung: Shutterstock / duangphorn wiriya)

Die mobile Suche ist für Google in vielerlei Hinsicht ein Segen. Vor allem ist sie eine zweite Möglichkeit, um Anzeigen darzustellen. Über 80 Prozent seines Umsatzes macht der Suchgigant aus Kalifornien immer noch mit Anzeigen. Da mittlerweile fast 60 Prozent der Menschen ein Smartphone besitzen, suchen auch immer mehr Internetnutzer mobil. In mehr und mehr Ländern sind über 50 Prozent aller Internetsuchen mobile Suchan­fragen. Googles wirtschaftlicher Erfolg hängt entscheidend von der ­Qualität seiner Suchergebnisse ab. Um sie während des Übergangs vom Desktop zum Smartphone hochzuhalten, treibt Google seit vielen Jahren das sogenannte Mobile-First-­Indexing (MFI) voran.

Erstmals kündigte Google MFI 2016 mit relativ groben ­Empfehlungen und einer unklaren Zeitlinie an. Im Mai 2019 gab Google dann bekannt, dass die Suchmaschine schon ab dem folgenden Monat alle neuen Seiten automatisch nach MFI indexiert. Im März 2020 kam dann die große Ankündigung, dass Google ab September alle Seiten auf MFI umstellt. Im Juli hieß es dann, die Umstellung sei auf März 2021 verschoben. Der Grund: Die Unternehmen bräuchten wegen der Coronakrise mehr Zeit.

Die beiden Apotheken-Onlineshops Walgreens und CVS hatten bislang etwa gleich viel Traffic, wie die Daten von Similar Web zeigen – gemessen über die letzten zwölf Monate im September 2020. (Abbildung: Similar Web)

Mobile-First-Indexing bedeutet, dass Google die mobile Ver­sion einer Website für organische Rankings bewertet. Es bleibt bei einem Index für Websites und Apps. Gelegentlich crawlt ­Google weiterhin mit dem Desktop User Agent, um eventuelle Differenzen zwischen beiden Versionen zu erkennen. Zwar hat Google 2019 bereits 70 Prozent aller indexierten Seiten auf MFI umgestellt, dieser Umzug ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Webmaster selbst können dabei relativ wenig tun. Laut Google wird eine Seite umgezogen, wenn sie „bereit“ ist. Da die Such­maschine Seiten bei der Umstellung auf MFI anhand ihrer mobilen Version bewertet, kann der Traffic dadurch erheblich abstürzen – wenn die Website-Betreiber bestimmte Fehler begehen.

Haben Seiten zum Beispiele eine separate Subdomain für die mobile Version (m.domain.com), sollten Website-Betreiber stark darauf achten, dass das System beide Seiten in gleichem Maße ausgibt – also mit denselben Metadaten und dem gleichen Con­tent wie ­Bildern oder Links. Google empfiehlt sehr nachdrücklich, mobile Seiten mit Responsive Design zu bauen. Auch wenn sich der Content (inklusive Überschriften und Bildern) und die ­Structured Markups zwischen Mobile- und Desktop-Version unterscheiden, verteilt ­Google Negativ­punkte. Fehlende interne Links in der mobilen Version oder eine schlechte UX mit hohen Ladezeiten, schlechte Core Web Vitals, zu kleine Elemente und Schriften oder zu eng beieinanderstehende Elemente sorgen ebenfalls dafür, dass Google eine Website bei der Umstellung zu MFI abstraft.

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