Software

TYPO3 im Einsatz an Universitäten und Schulen: Große Anforderungen, kleine Budgets

Große Content-Management-Projekte ohne Zeit- und Budgetüberschreitungen sind heutzutage so selten wie Feuersalamander. Wenn aber sogar noch Budgetreserven für Organisation und Inhouseschulungen bleiben, dann war meist OpenSource-Software im Spiel. Die trägt im Bereich Content Management Syteme immer öfter denselben Namen: TYPO3.

Die Wiener Universität für Bodenkultur (BOKU) [1] verfolgte genau diesen Weg und machte dabei gleich noch eine wundersame
Erfahrung: Als etwa 180 der 250 Web-Redakteure erfolgreich auf das neue
System geschult waren, sank die Nachfrage nach den TYPO3-Kursen rapide.
Kurze Zeit später war die Ursache klar: Die restlichen Redakteure
hatten vor dem Kurs schon einmal in der TYPO3-Kurzanleitung geblättert,
ein bisschen herumprobiert und fanden sich plötzlich mitten in der
produktiven Content-Erstellung wieder. Wenn das Redaktionssystem bereits vertraut und noch jede Menge Content
zu erstellen ist, bleibt keine Zeit mehr für einen Kurs.

Diese Anekdote aus dem Alltag der Wiener
Universität ist ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Einführung von
TYPO3 in einer Bildungseinrichtung,
die seit jeher Wegbereiter für neue Technologien und Produkte sind und
rund um den Globus vor neuen Herausforderungen stehen. Budgetkürzungen,
autonome Verwaltungen und der Wegfall von staatlichen Unterstützungen
zwingen viele Schulen, Universitäten und Fachhochschulen zum Umdenken.
Neue Wege zur Kostenreduktion müssen gefunden und alternative Konzepte
zur Beschaffung von Geld- und Fördermitteln entwickelt werden. Auch das
Werben um Schul- und Studienanfänger rückt durch den verstärkten
Konkurrenzkampf zwischen Bildungsinstitutionen immer stärker in den
Mittelpunkt. Dafür benötigen Bildungseinrichtungen spezielle Werkzeuge,
die ihnen die Kommunikation mit ihrem Publikum ermöglichen. Schüler,
Studenten, Eltern, Mitarbeiter, Sponsoren, Fördervereine oder
Wissenschaftler wollen direkt angesprochen und eingebunden werden. Das
Kommunikationsmedium Internet wird dabei für Bildungsinstitutionen
immer mehr zum geschäftskritischen Faktor. Der Einsatz von
Content-Management-Werkzeugen, Redaktionssystemen oder
Web-Publishing-Tools
wurde lange Zeit vernachlässigt. Nicht nur die Eigenwerbung und das
Kommunikations-Tool Internet spielten häufig eine untergeordnete Rolle,
auch brauchbare Lösungen die bezahlbar sind, waren rar – von
OpenSource-Alternativen ganz zu schweigen.

Komplexes Umfeld, hohe Ansprüche

Universitäten, mit ihrem Auftrag zu Forschung und Lehre, sind seit
vielen Jahrzehnten Vorreiter beim Experimentieren mit neuen
Technologien. Somit verwundert es nicht, dass parallel zu vielen
Ministerien auch immer mehr Universitäten und Hochschulen rund um den
Globus OpenSource-Lösungen für sich entdecken. Der Bedarf an Werkzeugen
zur effizienten Kommunikation mit dem Zielpublikum, das Ziel möglichst
großer Eigenständigkeit der IT-Abteilungen und der
Universitätsinstitute sowie Budgetkürzungen in der Verwaltung schlugen
sich häufig im Wunsch nach einem Content Management System nieder. Die
Einsatzgebiete sind zahlreich: die Internet-Präsenz, das umfangreiche
Extranet mit einer Fülle an Funktionalitäten für alle Zielgruppen und
eine Intranet-Lösung mit komfortablen Verwaltungs- und
Administrationswerkzeugen.

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