Entwicklung & Design

Heute mit einem Blick auf Details: Webstandards aktuell

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Nehmen wir einen User, der sich gerade beim Impressum befindet. Ein Klick auf diesen Menüpunkt führt ihn nur wieder auf dieselbe Seite. Außerdem ist der Menüpunkt ja ohnehin hervorgehoben (sollte er zumindest), warum sollte man ihn also verlinken?

Allen guten Argumenten fürs Nicht-Verlinken zum Trotz, gab es in den letzten Jahren zu oft Kunden, die mich gefragt haben: „Warum kann ich jetzt auf diesen Menüpunkt nicht klicken?“ Wer hat nun Schuld daran, dass der Nutzer nicht durchblickt? Ist er nicht Web-erfahren genug? Ist der Menüpunkt nicht deutlich genug hervorgehoben? Ich erspare diesen Nutzern ihre Verwirrung, indem ich den aktiven Menüpunkt doch verlinke. Wer unbedingt draufklicken möchte, klickt eben darauf. Das ist immer noch besser, als den Eindruck zu erwecken, hier funktioniere etwas nicht.

Bevormundung oder netter Hinweis?

Überhaupt stellt sich oft die Frage: Wieviel dürfen wir einem Nutzer unserer Webseiten zumuten? Wir tragen Sorge dafür, dass er die Schriftgröße ändern kann, dass die Seite auch ohne CSS und JavaScript nutzbar ist, dass er auch mit der Tastatur navigieren könnte. Aber: Dürfen wir den Nutzer auch darauf hinweisen, dass es anders ginge? Konkreter: Sollten wir einen Nutzer des Internet Explorers 6 darauf hinweisen, dass es mittlerweile auch leistungsfähigere, sicherere, modernere Browser gibt? Auch das ist eine vortreffliche Frage für die persönliche Vorliebe und die Zielgruppe.

Ich baue in meine Projekte immer öfter kleine Infoboxen ein, speziell für IE6-Nutzer. Darin verweise ich auf moderne Browser. Diese Hinweise sind nicht hervorgehoben, sie springen einem nicht sofort ins Auge. Ich möchte es nicht als Bevormundung des Nutzers sehen, sondern eher als dezenten Hinweis. Zumindest zwei Bekannte, beide nicht besonders web-affin, haben sich daraufhin Firefox installiert. Insofern: Solche Hinweise helfen. Zumindest ab und zu. Und jeder Nutzer, der den IE6 hinter sich lässt, hilft uns Webworkern, die sich für Webstandards einsetzen [5].

Und sonst?

Streiten lässt sich auch vortrefflich über XHTML 2 vs. HTML 5 vs. HTML 4.2. Wer sich selbst für Webstandards engagieren will und des Englischen mächtig ist, kann bei der Spezifikation von HTML5 helfen und nach Fehlern und Unstimmigkeiten suchen. Dafür winkt die Nennung des Namens in den Acknowledgements [6].

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