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Google-Sprecher Stefan Keuchel im Gespräch: „Twitter ist ein hervorragendes Instrument“

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t3n Magazin: Das hat sich ja offensichtlich gewandelt, denn als @frischkopp sind Sie ein Twitter-Intensivnutzer. Wie kam es dazu?

Stefan Keuchel: Ich habe etwa ein Dreivierteljahr später wieder reingeschaut, denn in meinem Umfeld sprachen viele darüber. Und dann habe ich es plötzlich erkannt: Es geht eben nicht in der Hauptsache darum, was irgendjemand zum Mittagessen hatte. Es ist stattdessen ein phantastisches Tool, um in kurzen Worten über aktuelle, spannende Dinge zu informieren und informiert zu werden. Hinzu kam, dass viele der Journalisten inzwischen auf Twitter waren, mit denen ich zu tun habe. Twitter ist für mich ein Tool, mit dem man sehr schnell und gezielt Informationen verbreiten kann, und bei Google haben wir ja fast täglich etwas Neues zu berichten. Das ist ein wirklich großartiges Instrument, ein toller Kommunikationskanal. Man muss sich da nur einmal den offiziellen Google-Account anschauen: Der hat über 4 Millionen Follower. Mit einer Nachricht kann man also diese Nutzer erreichen und die Retweets kommen noch hinzu. Schaut man sich alle Twitter-Kanäle an, die zu Google gehören, ergibt das eine stattliche Reichweite. Und über Twitter kann man nicht zuletzt interessierte Nutzern erreichen, die uns tolles Feedback geben.

t3n Magazin: Auf Twitter waren Sie ein Vorreiter. Wie wurde das intern aufgenommen?

Stefan Keuchel: Ich könnte mir denken, dass meine Kollegen das am Anfang durchaus skeptisch beäugt haben und sich gefragt haben: Warum verbringt der so viel Zeit in solchen Kanälen? Durch ein Vorkommnis wurde dann aber sehr schnell klarer, wozu es gut ist: Das war an dem Tag, als Google Mail einmal nicht funktionierte. An dem Wochenende saß ich beim Frisör und bekam das per Twitter mit. Ich habe tatsächlich direkt aus dem Frisörstuhl darauf reagieren können. Ich habe geschrieben, dass wir bei Google über das Problem Bescheid wissen und daran gearbeitet wird. Das Feedback der Nutzer darauf war sehr positiv. Die Leute wussten in dem Moment, dass das Problem bereits bekannt ist und sich jemand kümmert. Das ist ein Beispiel, warum Twitter eine so großartige Kommunikationsplattform ist: Man kann über Twitter die Leute schnell informieren. So hat es sich entwickelt, dass ich nach und nach immer mehr Zeit in solchen Kanälen verbracht habe – ob das nun Twitter ist oder jetzt logischerweise auch Google+.

t3n Magazin: Welche Social-Media-Kanäle nutzt Google außerdem?

Stefan Keuchel: Wir setzen sehr stark auf Blogs: Es gibt über 190 Blogs von Google. Das verknüpfen wir natürlich wiederum und weisen via Twitter auf einen Blogpost hin. Es gibt über 170 Twitter Accounts von Google. Und natürlich nutzen wir auch Facebook und YouTube.

t3n Magazin: Und wie ist das bei Ihnen persönlich?

Stefan Keuchel: Ich nutze hauptsächlich Twitter, Google+ und die firmeneigenen Blogs.

t3n Magazin: Haben Sie nicht Lust auf ein eigenes Blog?

Stefan Keuchel: Lust hätte ich schon, aber für ein eigenes Blog fehlt mir die Zeit – jedenfalls um richtig gut zu bloggen.

t3n Magazin: Könnten Sie sich eine Video-Kolumne vorstellen wie bei Matt Cutts, dem Chef des Google-Spam-Teams?

Stefan Keuchel: Also wenn ich mal sehr viel mehr Zeit hätte oder der Tag mehr Stunden bekommt, dann würde ich das vielleicht machen. Nein, im Ernst: Das ist zeitlich leider nicht drin.

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2 Kommentare
cephei
cephei

Von wann ist denn das Interview? Von vor 2 Monaten?? Die überschrift hab ich so auch schon irgendwo gelesen… naja, vielleicht sagt er einfach immer dasselbe oder wird ständig dasselbe gefragt ;P

Antworten

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