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Einführung in das Framework Apache Wicket: Java mit Leichtigkeit

    Einführung in das Framework Apache Wicket: Java mit Leichtigkeit

Komponentenbasierte Web-Frameworks für Java gibt es viele. Die meisten glänzen jedoch weniger durch einen leichtgewichtigen, objektorientierten Ansatz mit Kontrolle über den erzeugten HTML-Code, sondern durch langwierige XML-Konfiguration und komplizierte Komponentenmodelle. Das Open-Source-Framework Apache Wicket ändert dies.

Der Kern des schlanken Frameworks verschreibt sich der Manipulation von Markup (XML/XHTML) durch Java. Ein wohldurchdachtes Komponentenmodell ermöglicht die Programmierung von Webanwendungen analog zu GUIs mit der vollen Kontrolle über den erzeugten Code. Viele mitgelieferte Komponenten ermöglichen dabei den schnellen Aufbau einer funktionalen Oberfläche. Dieser Artikel gibt eine kurze Einführung in Apache Wicket anhand einiger Beispiele. Der komplette, lauffähige Code steht über den Softlink am Ende des Artikels zum Download bereit.

Java + HTML = Wicket

Ein einfaches Beispiel soll den Aufbau einer Webanwendung mit Wicket verdeutlichen. Eine Anwendung in Wicket besteht immer aus einem Application-Objekt, das die Konfiguration festlegt, und mehreren Seiten für verschiedene Ansichten. Für eine Seite sind zwei Dateien notwendig: eine Java-Klasse und der HTML-Code. Dem „Convention over Configuration“-Ansatz [1] folgend, ist der Name der Klasse die Basis für den Namen des Markup-Dokuments.

JAVA ExampleApplication.java

public class ExampleApplication extends WebApplication {
	public Class getHomePage() {
		return HelloWorld.class;
	}
}

Listing 1

JAVA HelloWorld.java

public class HelloWorld extends WebPage {
	public HelloWorld() {
		add(new Label("message", "Hello, World!"));
	}
}

Listing 2

HTML HelloWorld.html

<html>
<body>
<h1 wicket:id="message">[My message]</h1>
</body>
</html>

Listing 3

Für die Applikationsklasse „ExampleApplication“ reicht es aus, eine Einstiegsseite festzulegen, die als Startseite dargestellt wird. Basis für alle Seiten ist die Klasse „WebPage“, die Komponenten werden im Konstruktor mittels „add(...)“ zur Seite hinzugefügt. Die Komponente „Label“ wird zur Darstellung von Text verwendet – in diesem Fall „Hello, World!“. Die ID „message“ ordnet das Label einem Tag mit dem „wicket:id“-Attribut gleichen Werts zu. Der Inhalt des Tags wird bei der Ausgabe durch die gerenderte Komponente ersetzt. Die zugehörige Markup-Datei „HelloWorld.html“ ist gültiges HTML und kann direkt im Browser betrachtet werden. Dies ist in Wicket generell der Fall und vereinfacht die Entwicklung und Zusammenarbeit beim Design der Oberfläche.

Webapplikationen in Java
Eine Webapplikation wird in Java durch einen so genannten Servlet-Container (z. B. Tomcat oder Jetty) ausgeführt und in ein spezielles Paket geschnürt (WAR).Eine Datei „web.xml“ definiert die vorhandenen Ressourcen einer Webapplikation, wie z. B. Servlets, Filter und Weiteres. Durch den Einsatz eines speziellen Build-Tools wie Maven oder Ant passiert der Aufbau der benötigten Dateistruktur automatisch.

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Eine Reaktion
DerPapst

Net schlecht, der Artikel, könnte aber ein *bisschen* ausführlicher sein.

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