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UX & Design

K2 und ZOO im Vergleich: Content Construction Kits für Joomla

Bei komplexen Anforderungen an die Inhaltsstrukturierung stoßen viele Content Management Systeme an ihre Grenzen. Dies trifft insbesondere auf die vom CMS angebotenen Felder zu. Auch in Joomla können Anwender einem Inhaltselement nicht beliebige Felder zuweisen. Dieser Artikel stellt zwei Möglichkeiten vor, um das Open-Source-CMS um diese Funktionalität zu erweitern.

5 Min.
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Die Erweiterungen „K2“ [1] und „Zoo“ [2] ermöglichen als Content Construction Kits (CCK) die Verwendung anwenderspezifischer Felder in Joomla. Dabei eignen sich beide CCKs für jeweils unterschiedliche Anwendungsfälle. Weitere Alternativen für Joomla existieren ebenfalls:

  • Magazine von jXtended (kostenpflichtig)
  • [3]

  • JoomSuite Resources (kostenpflichtig)
  • [4]

  • bContent (Betastatus, Kosten unklar)
  • [5]

K2 von Joomlaworks

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Joomlaworks [6] bietet freie und kostenpflichtige Erweiterungen für Joomla an und hat unter dem Label Komrade einige große Websites [7] in Bezug auf Umfang und Zugriffe mit Joomla erstellt. Dabei ist quasi nebenbei die Erweiterung „K2“ entstanden. „K2“ sollte sich daher gut für umfangreiche Webseiten eignen. Die lange Feature-Liste beinhaltet unter anderem:

  • Zusätzliche Felder für Artikel
  • Kategoriebaum mit unbeschränkter Tiefe
  • Kommentare zu Artikeln
  • Tags für Artikel
  • Artikel-Image mit automatischer Verkleinerung je nach Ansicht
  • Erweiterte Benutzerverwaltung für Kategorien

Nach der Installation steht dem Administrator ein umfangreiches zusätzliches Dashboard für „K2“ zur Verfügung. Dort kann er „Extra Field Groups“ und dann „Extra Fields“ anlegen. Man kann allerdings auch beim Hinzufügen von Extrafeldern gleichzeitig die Gruppe anlegen. Das macht das Arbeiten mit „K2“ einerseits einfacher, andererseits sind alle angelegten Felder „unpublished“ und somit nicht direkt verfügbar.

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Eine „Extra Field Group“ muss im Folgenden einer Kategorie zugeordnet werden, wodurch die Felder bei Artikeln in dieser Kategorie dann zur Verfügung stehen. Auch Benutzergruppen werden Kategorien zugeordnet und erhalten somit Rechte für eine oder mehrere Kategorien. Die Bearbeitung eines Artikels kann sowohl über das Frontend als auch über das Backend erfolgen, die Bearbeitungsmaske ist in beiden Fällen sehr ähnlich und bietet Eingabe- und Verwaltungsmöglichkeiten für:

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  • den Text
  • ein Bild, das je nach Ansicht vergrößert wird
  • eine Image-Gallery (setzt das Plugin „Simple Image Gallery“ von Joomlaworks voraus)
  • ein Video (setzt das Plugin „AllVideos“ von Joomlaworks voraus)
  • Extrafelder
  • Attachments

Die Möglichkeiten sind vielfältig und die Konfigurationsmöglichkeiten übertreffen diese noch um ein Vielfaches. Jede Ansicht kann individuell angepasst werden, sodass eine Kategorieansicht über 100 Einstellmöglichkeiten hat, die man bei den einzelnen Artikeln wieder überschreiben kann. Für die Artikel kann man aber auch die Einstellungen der jeweiligen Kategorie übernehmen – leider ist dies für untergeordnete Kategorien nicht möglich. Die Ausgabe kann man zusätzlich über die „Joomla overrides“ verändern. Dieses System ist zwar flexibel, erfordert aber auch viel Einarbeitungszeit.

„K2“ läuft zwar unter dem Titel CCK, aber ist vielmehr ein Ersatz für die Standard-Artikel-Komponente in Joomla. Das zeigt sich auch daran, dass „K2“ Artikel und Kategorien aus Joomla übernehmen kann und in „K2“-Artikel umwandelt.

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Zoo von YOOtheme

YOOtheme [8] ist in der Joomla-Szene bekannt durch den gleichnamigen Template Club. Neben den Templates bietet YOOtheme aber auch eigene Erweiterungen an, teilweise exklusiv für Clubmitglieder.

Zoo gibt es in zwei Versionen, die Light-Version ist frei verfügbar und kann nach Belieben eingesetzt werden. Die Pro-Version kostet rund 120 Euro und bietet dafür zusätzliche Media-, Social- und Web-Service-Elements sowie Zugang zum Support-Forum. Für den Test stand die Pro-Version mit folgenden Features zur Verfügung:

  • Kategoriebaum mit unbeschränkter Tiefe
  • Artikel können mehreren Kategorien zugeordnet werden.
  • Pro Katalog können Styling und Template angepasst werden.
  • Inhaltselemente können aus vorgegebenen Bestandteilen zusammengesetzt werden.

Die Liste der Funktionen sieht zunächst recht unspektakulär aus, doch das Geheimnis liegt im Detail. Auch in diesem Fall findet man nach der Installation einen neuen Menüpunkt unter „Komponenten“. Die Auswahl von „Zoo“ führt zur Katalogübersicht.

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Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Darstellung und das Userinterface deutlich schlanker ausfallen. Die Bedienung ist allerdings für Joomla-Verhältnisse unkonventionell. So sieht man in der Übersicht einen Katalog, der aber letztlich lediglich eine Kategorie ist. Warum man hier nicht sofort den gesamten Baum darstellt, bleibt ein Rätsel. Möchte man die Kategorien in dem Katalog bearbeiten, muss man auf das im rechten Bereich angezeigte Symbol klicken. Dann kann man den gesamten Kategoriebaum unterhalb des Katalogeintrags bearbeiten und sogar Kategorien in andere Kataloge verschieben.

Der spannende Bereich bei „Zoo“ sind die „Types“. In der Pro-Version mit Beispieldaten sind hier schon einige Typen vordefiniert. Bevor der Spaß mit „Zoo“ beginnen kann, muss man auf den Legostein rechts klicken. Man kann nun ganz flexibel Inhaltselemente hinzufügen, verschieben und löschen. Mit der intuitiven und einfachen Bedienung kann „Zoo“ auf ganzer Linie überzeugen.

Auf der rechten Seite wählt man das Inhaltselement aus, das man dem Typen hinzufügen möchte. Dieses Element wird dann an der ersten Position hinzugefügt. Daraufhin ergänzt man die notwendigen Daten und verschiebt das Element an die passende Position. Abschließend kann man den Type speichern.

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Wählt man nun einen entsprechenden Eintrag zur Bearbeitung aus, hier einen Beitrag vom Typ „Blog Classic“, dann findet man die Felder wie erwartet wieder. Leider kann man die Einträge aktuell nur im Backend bearbeiten, das Editieren im Frontend steht aber ganz oben auf der Liste der zukünftigen Funktionen.

Auch die Möglichkeiten, die einem „Zoo“ bietet, sind vielfältig. Im Gegensatz zu „K2“ wird man aber nicht von einer Masse an Konfigurationsmöglichkeiten erschlagen. Die Konfiguration und der Variantenreichtum liegen bei „Zoo“ eher im Bereich der Inhaltstypen. Mit CSS und den „Template overrides“ kann man weitere Anpassungen und Individualisierungen vornehmen. „Zoo“ ist das, was man von einem CCK erwartet, da man seine Inhaltstypen flexibel zusammenstellen und von ganz einfach bis zu sehr kompliziert alles realisieren kann.

Support und Hilfe

Beide Systeme sind kompliziert und haben sehr viele Möglichkeiten. Da stellt sich die Frage, wo man bei Problemen Hilfe erhält. Für „Zoo“ ist das relativ einfach zu beantworten – mit der Lizenz bekommt man für sechs Monate einen Zugang zu den Supportforen. Beim kostenlosen „K2“ darf man nicht auch noch kostenlosen Support erwarten. Dennoch gibt es mit der „K2 Community“ [9] eine erste Anlaufstelle.

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Fazit

„K2“ und „Zoo“ erweitern die Möglichkeiten der Inhaltsverwaltung in Joomla – jede Erweiterung auf ihre eigene Art und Weise. „K2“ bietet sich für Webseiten mit mehreren Redakteuren sowie vielen unterschiedlichen Artikeln mit multimedialen Inhalten an. „Zoo“ macht Spaß und ist eine gute Wahl, wenn man sehr flexibel Inhalte darstellen möchte, die nicht unbedingt die klassische Joomla-Artikelstruktur haben.

Wer tiefer in die Materie einsteigen will, dem seien die „Zoo“-Rezension [10] und der Joomladay [11] vom 24. bis 26.9. in Bad Nauheim empfohlen. Dort finden mehrere Veranstaltungen und Trainings zu „K2“ und „Zoo“ statt. Darüber hinaus sind die Entwickler von „K2“ und „Zoo“ vor Ort.

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