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Barrierefreie TYPO3-Umsetzung am Beispiel der Chronologie des Holocaust: Keine Mogelpackung

    Barrierefreie TYPO3-Umsetzung am Beispiel der Chronologie des Holocaust: Keine Mogelpackung

TYPO3 hat seine Tauglichkeit für die Umsetzung von barrierefreien Webprojekten in vielen Fällen bewiesen. So auch beim BIENE-Award im Dezember 2006 – mit dem von der Agentur Pixel-Melange aus Wien und Hamburg umgesetzten Projekt „Chronologie des Holocaust“ (www.holocaust-chronologie.de), das diesmal als einzige TYPO3-basierte Website mit einer der begehrten Bienen ausgezeichnet wurde.

„Echte“ Barrierefreiheit ist akribische Kleinstarbeit, die mit kon­zeptionellen Überlegungen beginnt und später in umfangreicher Schulung und konsequenter Arbeit des Redakteurs ihre Fortsetzung findet. Für die technische Umsetzung ist fundiertes Wissen über Rahmenbedingungen und moderne Webtechnik erforderlich. Accessibility wird nicht out-of-the-box geliefert, auch wenn TYPO3 seit Version 4.0 mit erheblichen Erleichterungen gegenüber seinen Vorgängern aufwartet.

Design Grundkonzept

Gerade außergewöhnliches Design ist manchmal schwer mit den Grundsätzen barrierefreier Webgestaltung vereinbar. Oft ist das Ergebnis ein „labiles“ Grundgerüst, das nur mit einer Vielzahl von Browserhacks browserübergreifend konsistent dargestellt wird. Schon das Grundkonzept sollte daher in enger Zusammenarbeit zwischen Designer und Entwickler erarbeitet werden.

Die „Chronologie des Holocaust“, eine Arbeit des Historikers und Journalisten Knut Mellenthin, ist in Art und Umfang einzigartig. Die Website bietet ein umfangreiches Datengerüst und sehr viel Quellenmaterial, aus dem die Zusammenhänge und die Denkweise der Hauptverantwortlichen für den Völkermord an den Juden deutlich werden.

Die grafische Gestaltung der ursprünglich als Nur-Text-Version in Buchform gedachten Chronologie geriet zur Herausforderung. Das Thema eignet sich naturgemäß nicht für auflockernde Ge­stal­tungselemente im üblichen Sinne. Andererseits benötigen Text und Fakten aber ohnehin keine Visualisierung, das Grauen spricht für sich. Daher sind diese Elemente sparsamst verwendet worden: Stacheldraht als Symbol der Barbarei, dazu der jüdische Grabstein auf der Startseite als Mahnmal und Ehre für die Opfer. Zur Begrenzung des Contents zur rechten Seite Auszüge aus dem Tagebuch der Anne Frank.

Liquid Design oder fixed Pixel?

Für die Chronologie wurde ein „Liquid Design“ entwickelt, damit beim Verändern des Browserfensters die Grafikelemente zueinander stabil bleiben – die äußeren Spalten und deren eingebettete Grafiken verschieben sich dabei nach außen.

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