Ratgeber

Die Kryptowährung in Onlineshops integrieren: Bezahlen mit Bitcoin

(Bild: Shutterstock/ REDPIXEL.PL)

Zahlen mit einer rein digitalen Währung? Das geht: Bitcoin können auch im Onlineshop eingebunden werden. Wie das funktioniert, was für das neue Zahlungsmittel spricht und woran es scheitern könnte – ein Überblick.

Ob Paypal, Kreditkarte oder Sofortüberweisung – jedes Mal, wenn im Verkaufsprozess ein Zahlungsdienstleister eingeschaltet wird, kostet das Geld. Für eine Zahlung mit Kreditkarte ­fallen Transaktionskosten von mindestens zwei bis drei Prozent an, Paypal nimmt im Regelfall 1,9 Prozent plus 35 Cent pro Transaktion.

Für das Akzeptieren von Bitcoins sind die Kosten vergleichsweise deutlich niedriger – selbst ein Allround-Dienstleister wie Bitpay nimmt nur ein Prozent pro Transaktion, und das auch nicht von Anfang an. Wer die Abwicklung selber vornimmt, für den ist das Akzeptieren von Bitcoin sogar kostenlos. Was müssen aber Onlineshop-Betreiber wissen, wenn sie Bitcoin als Payment-Option erwägen?                           

Zahlungssicherheit

Bitcoin-Transaktionen sind unumkehrbar – sobald sie häufig genug von anderen Teilnehmern des Peer-to-Peer-Netzwerks bestätigt wurden. Der Zahlende kann den Betrag dann nicht mehr zurückfordern – anders als etwa bei Lastschriftzahlungen. Das bringt mehr Sicherheit für den Händler.

Die allgemeine Empfehlung ist, vor allem bei größeren Summen mindestens sechs Bestätigungen abzuwarten – was durchaus mal eine Stunde oder auch länger dauern kann. Damit ist Bitcoin zwar immer noch deutlich schneller als jede Banküberweisung, mit der Instant-Bestätigung wie zum Beispiel bei Paypal-Zahlungen kann die Kryptowährung jedoch nicht mithalten – zumindest nicht, wenn der Händler auf Nummer Sicher gehen will. Da der Aufwand für betrügerische Bitcoin-Zahlungen – etwa durch Double-Spend-Attacken – aber recht hoch ist, hält sich das Risiko in Grenzen, dass sich jemand auf diese Weise ein Paar Turnschuhe ergaunern will.

Internationalität

Einer der ganz großen Vorteile von Bitcoin ist die Tatsache, dass das System keine Ländergrenzen kennt. Es funktioniert rein ­digital, und ob die Kunden nun im Dorf nebenan, in Afghanistan oder in Neuseeland sitzen, spielt für die Zahlung überhaupt keine Rolle. Damit eignet sich Bitcoin für den grenzüberschreitenden E-Commerce und ganz besonders für international agierende Shops, die auch in zahlungstechnisch weniger gut angebundene Länder verkaufen wollen.

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Geben wir es ruhig zu – dem Zahlungsmittel Bitcoin haftet noch etwas Nerdiges an. Das kann aber durchaus ein Vorteil sein – vor allem dann, wenn die eigene Produktpalette oder das Serviceangebot digital interessiertes und innovationsfreudiges Publikum ansprechen soll.

Wichtig für Onlinehändler, die Bitcoin als Bezahloption anbieten wollen: Der Bitcoin-Kaufpreis sollte immer an einen aktuellen Gegenwert in Euro gekoppelt werden. (Screenshot: avocadostore.de)

Da die Verbreitung zwar immer weiter wächst, vom Massen­phänomen aber noch weit entfernt ist, ist die Akzeptanz von Bitcoin im Onlineshop ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem sich Händler von der Konkurrenz abheben können. Wer Bitcoins nicht nur in der Paper-Wallet liegen lassen und auf massive Kurssteigerungen hoffen, sondern tatsächlich damit einkaufen will, freut sich im Zweifel über jeden Shop, in dem er mit Bitcoin zahlen kann. Die Gelegenheit, den eigenen Shop in Verzeichnissen wie coinmap.org oder spendbitcoins.com listen zu lassen, sollten sich Händler nicht entgehen lassen.

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