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Linkaufbau: Aus bestehenden Verlinkungen neue gewinnen

Externe Links spielen eine wichtige Rolle für Suchmaschinen-Rankings, das hat sich mittlerweile herumgesprochen. Aber woher diese Links kommen sollen, ist nicht jedem klar. Vor allem dann nicht, wenn man auf einen Linkkauf verzichten möchte.

Eine Management-Theorie besagt, dass man das multiplizieren soll, was gut läuft. Auf den Linkaufbau übertragen heißt das: Man schaue sich an, welche Links man bereits hat, und versuche dann, mehr ähnliche Links zu erhalten. Wie genau man dabei vorgehen kann, zeigt dieser Artikel exemplarisch an der Website www.pralinenclub.de. An dieser Stelle sei gesagt, dass es sich dabei nicht um einen Kunden der Agentur des Autors handelt und dass seine Agentur keinerlei Vorwissen über den Linkaufbau von pralinenclub.de hat. Wir gehen also für diesen Artikel davon aus, dass alle Links organisch entstanden sind (was in der Praxis aber nicht immer bei allen Unternehmen auch so ist).

Links einsehen

Um seine eigenen Verlinkungen (oder natürlich auch die der Konkurrenz) einzusehen, kann man eine Vielzahl von kostenlosen und kostenpflichtigen Tools einsetzen. Dabei sollte man immer bedenken, dass unterschiedliche Tools auch auf unterschiedliche Datenbanken zurückgreifen. Keines der Tools kann eine vollständige Übersicht über alle Links liefern. Wer ein möglichst vollständiges Bild erhalten möchte, muss daher eine Vielzahl von Quellen nutzen und die Daten dann zusammentragen – ein Aufwand, der allerdings meistens nicht nötig ist.

An dieser Stelle seien nur zwei kostenlose Tools empfohlen, die für viele Websites, die nicht über tausende Verlinkungen verfügen, hervorragende Dienste leisten:

  • www.linkdiagnosis.com ist ein Firefox-Plugin, das eine sehr gute und auch als CSV-Datei exportierbare Liste aller Verlinkungen einer Domain erzeugt.
  • www.opensiteexplorer.org ist dagegen eine Website, bei der man sich registrieren sollte, um viele Verlinkungen einer Website einsehen zu können.

Link für Link

Man sollte seine Links einzeln durcharbeiten, um Links zu finden, die „Vorbildcharakter“ für andere Links haben. Dabei findet man natürlich viele Links von minderer Qualität, beispielsweise Eintragungen in allgemeine Verzeichnisse oder in Social-Bookmarking-Dienste. Grundsätzlich gilt hier die Faustregel, dass ein Link eher wertlos ist, wenn man diesen problemlos erhalten kann. Wenn einfach ein Formular zur Eintragung existiert und jeder sich dort eintragen kann, ist der Wert dieses Links sehr gering.

Das kostenlose Tool OSE zeigt viele Verlinkungen für eine Website an.
Das kostenlose Tool OSE zeigt viele Verlinkungen für eine Website an.
Man findet aber auch Links, die aus dieser Masse an Standard-Links herausstechen. Und bei jedem dieser Links sollte man dann die folgende Frage beantworten: Wie kann ich mehr von diesen Links bekommen? Die Frage der Vergütung muss man von Fall zu Fall klären. Denn selbst wenn man eine Website findet, deren Betreiber man wegen eines Links ansprechen kann, wird dieser in der Regel etwas als Gegenleistung verlangen. Das ist manchmal Geld, aber meistens eben auch ein Link.

Sieben Links unter der Lupe

Bei der Durchsicht der Verlinkungen von www.pralinenclub.de fallen direkt einige Links auf, bei denen man direkt Strategien ableiten kann, um mehr von diesen Links zu bekommen.

1. genussmaenner.de

Das Blog www.genussmaenner.de bezeichnet sich als „Das Online-Magazin für die größte Randgruppe der Gesellschaft“. Das Blog bietet unter anderem einen Beitrag mit dem Titel „Was ist eine gute Praline?“, der auch auf www.pralinenclub.de verlinkt.

Um mehr derartige Blogs zu finden, kann man zum Beispiel die Related-Funktion von Google nutzen und damit nach der Phrase „related:www.genuessmaenner.de“ suchen. So stößt man beispielsweise auf www.geniesserinnen.de – ein Magazin, mit dem man ebenfalls mal über eine Verlinkung reden könnte. Übrigens: Google bietet unter trends.google.com/websites auch eine weitere Funktion an, um ähnliche Websites zu finden.

2. bizzlounge.com

Google bietet sich auch zum Auffinden aktueller Diskussionen an.
Google bietet sich auch zum Auffinden aktueller Diskussionen an.
Auch Foren bieten viel Potenzial für gute Links – auch wenn es hier natürlich etwas Fingerspitzengefühl bedarf, da man oftmals nicht einfach einen Beitrag schreiben kann, der einen Link auf die eigene Website beinhaltet.

Trotzdem: Wer passende Foren sucht, kann entweder Google bemühen und so aktuelle Diskussionen zu einem Suchbegriff wie „pralinen“ finden oder auch Forensuchmaschinen wie omgili.com nutzen. Wer etwas Programmiererfahrung mitbringt, kann darüber hinaus deren API nutzen, um die Resultate automatisch zu verarbeiten.

3. tz-online.de

Gerade redaktionelle Erwähnungen haben einen positiven Einfluss, weil Medien-Websites über sehr viele eigene Links verfügen und somit viel Linkenergie abgeben können. Zusätzlich erreicht die Berichterstattung viele Menschen und zieht manchmal auch noch Twitter- oder Facebook-Erwähnungen nach sich.

Aus einem derartigen Link kann man nur mehr machen, indem man PR-Maßnahmen verstärkt. Sinnvolle Meldungen mit Mehrwert zu verbreiten und einen eigenen Presseverteiler aufzubauen klingt zwar „old school“, ist aber in Bezug auf Verlinkung oftmals sehr sinnvoll.

4. muensterleben.de

Man sollte auch die lokale Komponente nicht vergessen. Das Unternehmen hat seinen Sitz im Münsterland (Rhede) und es gibt natürlich auch unterschiedliche Portale für die Stadt, die Region, den Kreis und das Bundesland. Sucht man beispielsweise nach „genuss münsterland“ oder "schokolade münsterland“, findet man unter anderem Websites wie www.muensterland.de oder auch www.koecheclub-muensterland.de und somit ähnliche potenzielle Links.

5. gedankensprudler.de

Bei diesem Link geht es um die Ausstellung „Kunst in Schokolade“ in Köln. In diesem Zusammenhang hat jemand den Pralinenclub verlinkt. Manchmal muss man eben etwas um die Ecke denken, denn nicht alles beim Linkaufbau hat primär mit den eigenen Produkten zu tun.

Wenn „Kunst in Schokolade“ als Event wichtig ist und zu einem Link geführt hat, kann man diesen Event ja mal über einen Google Alert (http://www.google.de/alerts) beobachten. Einfach einen Suchbegriff wie „kunst in schokolade“ eingeben, auf „einmal täglich“ stellen und warten, was Google einem Tag für Tag schickt. Gibt es interessante Blogs, die darüber berichten? Oder Foren? Oder Medien? Dann gibt es dort vielleicht auch einen Link.

6. schokolade.de

Wie bekommt man mehr Links wie diesen? Man sucht einfach bei Google nach einem allgemeinen Suchbegriff wie „schokolade“ und stößt auf Websites wie www.schokolade.com oder www.schoko-seite.de. Gibt es dort eine Linkseite? Oder die Möglichkeit, den Betreibern mal ein Probepaket zu schicken – in der Hoffnung, dass diese dann auch positiv drüber berichten und verlinken?

7. hotelfrei.com

Hier verlinkt ein Unternehmen, das eine bestimmte Praline herstellt, auf den Pralinenclub, der diese prämierte Praline anbietet. Wie kann man das multiplizieren? Dafür muss man sein Produktportfolio überprüfen. Gibt es Produkte, die von bestimmten Herstellern stammen? Verlinken diese bereits auf die eigene Website? Man könnte natürlich auch darüber nachdenken, mal selber einen Preis zu verleihen.

Fazit

Man kann viel aus seinen bestehenden Verlinkungen lernen. Schließlich zeigen sie einem, welche Aspekte andere Personen und Unternehmen interessant genug fanden, um auf das Unternehmen hinzuweisen. Das muss man dann einfach multiplizieren – am besten so, dass daraus permanent neue Vorschläge für Websites generiert werden. Mit den kostenlosen Google Alerts steht ein Mechanismus zur Verfügung, der einfach zu nutzen ist – auch wenn er gelegentlich vielleicht zu viele sinnlose Vorschläge liefert.

Wer sich aus den bereits bestehenden Verlinkungen neue Strategien erstellt, kann oftmals auf kostspielige, bezahlte Links verzichten – und muss so auch nicht gegen Googles Webmaster-Richtlinien verstoßen.

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Eine Reaktion
Viktor

Was bringen mir denn zwei (oder mehr) Links von einer Domain - sofern diese nicht als Portal gilt oder riesengroß ist?

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