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Open-Source-Shops: Magento, Oxid eShop und xt:Commerce im Vergleich

    Open-Source-Shops: Magento, Oxid eShop und xt:Commerce im Vergleich

In den Markt der Shop-Systeme unter Open-Source-Lizenz ist in den letzten beiden Jahren mächtig Bewegung gekommen. Nachdem xt:Commerce lange Zeit das Shop-System mit der größten Nutzerbasis war, hat das von Grund auf neu entwickelte System Magento für viel frischen Wind gesorgt. Mit Oxid eShop ist die Auswahl seit dem letzten Jahr um ein weiteres System gewachsen. Wir vergleichen die drei populären Systeme und zeigen Stärken und Schwächen auf.

Als Entscheidungskriterien für ein Open-Source-Shopsystem spielen neben den harten Fakten wie dem Funktionsumfang, der Architektur und der Unterstützung seitens des Herstellers oder der Partner-Agenturen vor allem die Größe und Agilität der Community eine Rolle. Diese sorgt im Idealfall nicht nur dafür, dass man als Anwender bei der Einrichtung und Erweiterung seines Shop-Systems Hilfe findet, sondern sie entwickelt – oft unbemerkt – permanent am Shop-Projekt weiter, sodass eine aktive Community in der Regel ein Garant für die langfristige Konkurrenzfähigkeit einer Open-Source-Shop-Lösung ist.

Aber auch oft vernachlässigte Faktoren wie eine erweiterbare Architektur, solide Qualitätssicherung sowie Usability sollten berücksichtigt werden. So nützt die aktivste Community nichts, wenn die Shop-Architektur keine sauberen Erweiterungen ermöglicht und unschöne Änderungen am Shop-Kern vorgenommen werden müssen, der dann seine Update-Fähigkeit verliert. Je nach Shop-Größe kann eine schlechte Shop-Architektur im laufenden Betrieb schnell zum Flaschenhals werden.

Bei der Betrachtung von Open-Source-Shop-Lösungen ist es wie bei den kommerziellen Pendants extrem wichtig, sich im Vorfeld klar zu werden, welche Anforderungen man an die Shop-Lösung seiner Wahl stellt. Neben der besonderen Eignung eines Shop-Systems für eine bestimmte Shop-Größe sind auch vorhandene Schnittstellen zu Warenwirtschaftssystemen und E-Payment-Anbietern sowie vor allem das Kosten/Nutzen-Verhältnis wichtige Faktoren. Im seltensten Fall wird eine der nachfolgenden Open-Source-Lösungen die Anforderungen eines Shop-Betreibers zu 100 Prozent „out-of-the-box“ erfüllen. Ein gewisses Maß an Anpassungsaufwand sollte man von vornherein einplanen. Je nachdem, wie genau sich die Anforderungen mit dem Funktionsumfang der jeweiligen Shop-Lösung decken, lässt sich dieser Aufwand in einem überschaubaren Maß halten. Dann lassen sich die Vorteile einer Open-Source-Lösung – etwa Anbieterunabhängigkeit, Community-getriebene Entwicklung, Lizenzkostenfreiheit, Einblick in den Quellcode – zur individuellen Anpassung der Lösung an seine Anforderungen nutzen.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

8 Reaktionen
Volker Wendeler

Schöner Artikel, aber warum gibt es keine Druckfunktion?

Spiele Portal

er sich genauer über Magento informieren möchte kanne s heir tun: magentocommerce.com/blog ist der offizielle Blog!

Tatjana

Also ich hab MAgento getestet und habe es nun implementiert. Ich muss sagen, dass ich es bisher auch nicht bereut habe. Der Umfang der Standardausführung ist hier für unsere Zwecke vollkommen ausreichend!

Daniel

Interessant ist IHMO nur die letzte Tabelle! ;-)

Martin

xt:Commerce ist doch abzocke mit dem support-knebelvertrag :(

und was ist mit osCommerce 3 ... codename *Vanillekipferl* ?

Alexander Ringsdorff

Das Thema Praxistipps zu Skalierbarkeit und Performance von Magento wurde gerade in einem ausführlichen Beitrag im Magento Blog behandelt:

magentocommerce.com/blog

Oli

Stimme "INblau" in allen Punkten voll zu.
Leider gab es vor ein paar Jahren keine richtige Alternative.

INblau

Wir arbeiten seit mehreren Jahren mit xt:commerce, so dass ich hier noch ein paar Anmerkungen zu diesem Shopsystem geben möchte.
Der Shop nutzt das Smarty-Templatesystem und ist mit einem Tabellen-Layout aufgebaut. Möchte man auf einen suchmaschinenfreundlichen Aufbau wechseln, ist dieses nicht einfach nur über das Template-System möglich, man muß schon an einigen Stellen in die PHP-Files eingreifen.
Einige Funktionen schauen zwar auf den ersten Blick gut aus, will man sie aber zum Einsatz bringen, stellt man fest, dass sie nicht fertig entwickelt wurden, wie zB das Gutscheinsystem.
Da es keinen Weiterentwicklung mehr gibt und somit auch keine Updates mit Bugfixing, sind in der Zeit doch einige Sicherheitslücken aufgetaucht, nach denen man sich mühsam auf die Suche begeben muß.
Erwirbt man die Lizenz für 100€ um dann noch von dem versprochenen Support zu profitieren, wird man schnell enttäuscht! Wenn man nicht das Glück hat im Forum auf eine gleiche Frage bereits eine Antwort zu finden, ist man mehr oder weniger wieder auf sich alleine gestellt - was sehr oft der Fall ist.
Zuletzt sei noch gesagt, dass die neue kostenpflichtige Version nichts mehr mit der ursprünglichen Version zu tun hat, sondern eine komplette Neuentwicklung ist. Von dieser kann ich unserer Meinung nach nur abraten!

Auch wir werden jetzt mehr und mehr zu einem der beiden anderen Shop-Systeme wechseln.

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