Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

t3n 50

Augmented Reality: Diese großartigen Marketingstrategien gibt es heute schon

(Abbildung: Ikea)

Mit Hilfe von Augmented-Reality-Anwendungen auf dem Smartphone lässt sich die ­Brücke zwischen analoger und digitaler Welt deutlich eleganter schlagen als etwa mit ­QR-Codes. Nach einer ruhigen Phase bringen neue Technologien jetzt frischen Schwung in die Marketing-AR. Wir zeigen, was möglich ist.

Satter Motor-Sound, flotte Videosequenzen und zahlreiche technische Details: Um seine Geschichte erlebbar zu machen, motzte Sportwagenhersteller Porsche kürzlich seine Printwerbung in der Zeitschrift „Auto Motor Sport“ mit Augmented Reality auf. Auf einer ausklappbaren Anzeige konnten die Leser acht verschiedene Sportwagen mit dem Smartphone scannen und digitale Audio-, Video-, Bild- und Textinhalte zum jeweiligen Fahrzeug aufrufen. In der nächsten Ausgabe des Magazins erschienen zwei weitere Printanzeigen von Porsche, die über AR-Funktionalitäten erweitert und sogar miteinander verknüpft waren.

Ein cleverer Brückenschlag zwischen haptischer Erfahrung und digitalem Erlebnis, dessen technische Basis die AR-Plattform von Shazam lieferte: Die bis dato vor allem für ihre Musik­erkennung bekannte App, mit der monatlich allein in Deutschland mehr als sieben Millionen Menschen interagieren, hat heute auch Augmented-Reality-Funktionalitäten an Bord. Seit Frühjahr 2017 bietet sie Werbetreibenden damit einen neuen Zugang zu ­ihrer Nutzerschaft, der mit der Kombination aus potenziell ­großer Reichweite und geringer Nutzungshürde lockt.

Ob QR-Codes, Shortlinks oder personalisierbare Print-­Produkte: Von allen Ansätzen, analoge und digitale Medien miteinander zu verknüpfen, bietet Augmented Reality die „kompletteste“ Lösung. Mit Hilfe von AR-Anwendungen wird die reale Welt auf einem Screen mit digitalen Informationen ergänzt. Als Device eignet sich das Smartphone hervorragend, denn es verfügt neben der nötigen Rechenpower über Kamera und Display – und nahezu jeder besitzt eines. Für Marketer bietet AR damit interessante Möglichkeiten, analoge Botschaften digital zu verlängern und ein medienübergreifendes Nutzererlebnis mit hohem Erinnerungsfaktor zu schaffen.

Neuer Schub für AR im Marketing

Trotzdem ist es in den vergangenen Jahren vergleichsweise ­ruhig um das Thema gewesen. Nicht nur standen die Verheißungen der Virtual Reality stärker im Vordergrund – auch die technische Reife der Endgeräte stand dem Einstieg in den Massenmarkt noch entgegen. „Man hat mit den eher exotischen technischen Umsetzungen der Vergangenheit nie große Werbe-Reichweiten bespielen können. Das waren lediglich schöne Leuchttürme, um zu zeigen, was technisch möglich ist“, sagt Stephan Enders, Head of Innovation Studio bei Plan.Net. Mit dem Innovation Studio hat die zur Serviceplan-Gruppe gehörende Agentur kürzlich eine eigene Unit gegründet, die sich ausschließlich mit digitalen Zukunftstechnologien in den Bereichen Mobile, AR, VR und dem Internet of Things beschäftigt.

Für Enders ist die Entwicklung jetzt an einem Wendepunkt angelangt: Mit dem Mobile-Game Pokémon Go ist Augmented Reality vor zwei Jahren zu einem Massenphänomen geworden.  Und auch die technischen Möglichkeiten sind heute deutlich besser, wie nicht nur Shazam und Porsche zeigen. Experten sind davon überzeugt, dass Augmented Reality insbesondere durch das ­Apple-Betriebssystem iOS11 und das dort integrierte ARKit einen deutlichen Schub erhalten wird. Laut Enders dürfte daher auch im Marketing spätestens seit der letzten Developer-Konferenz von Apple wieder eifrig getestet und experimentiert werden: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Markt neue Funktionalitäten sehen wird.“

Apples ARKit, Ikea, Google ARCore

Mit dem ARKit hat Apple Augmented-Reality-Fähigkeiten in sein Betriebssystem integriert und sie damit Millionen von Nutzern zugänglich gemacht. Eine Schnittstelle ermöglicht Entwicklern zudem, AR-Apps zu programmieren, die mit den Bordmitteln der Endgeräte auskommen. Über die iPhone- oder iPad-Kamera kann ARKit horizontale Flächen wie Tische oder Böden erfassen und ist in der Lage, virtuelle Objekte maßstabsgerecht und an der richtigen Stelle im Raum zu platzieren. Die Kamerasensoren werden genutzt, um Licht und Schatten auf den projizierten Objekten korrekt darzustellen. Nutzer können die projizierten Objekte umrunden und von allen Seiten sowie aus der Nähe betrachten.

Finde einen Job, den du liebst

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Eine Reaktion
dadoc

Dem wäre noch die App augmen.tv hinzuzufügen... die weltweit erste App, die TV Inhalte framegenau mit Interaktionen in der App verbindet und damit die sog. Second Screen nahtlos mit dem TV verbindet.

Galileo Zuschauern ist die App schon bekannt aus der AR Woche im November 2017.

Mehr dazu inkl. Demo unter http://www.eyecandylab.com

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden