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Marktüberblick: Das sind die wichtigsten Anbieter für den Onlinehandel

Grafik: Shutterstock / Sidmay

Wer mit dem Onlinehandel starten oder sein Ladengeschäft ins Internet bringen will, muss die richtige Shop-Software auswählen. Die wichtigsten Anbieter im Überblick.

Allein ein kurzer Blick in die Anbieterübersicht zeigt, wie unterschiedlich die hier vorgestellten Shopsysteme aufgebaut sind, welche Zusatzdienste sich integrieren lassen und welche Kosten dafür anfallen. Doch eins ist allen vorgestellten Systemen gemein: Sie laufen als SaaS-Software, als Software as a Service. Das bedeutet für den Händler: Um Administration, Updates oder Server-Sicherheit muss er sich nicht kümmern. Bei einer SaaS-Lösung übernimmt der Softwareanbieter dagegen den Betrieb der Shop-Software – samt der zugehörigen Infrastruktur. Der Kunde nutzt die Software über einen Webbrowser und ist damit normalerweise von den Kosten für Betrieb und Pflege der Software entlastet. Stattdessen zahlt er eine monatliche Miete, in der alle Serviceleistungen abgegolten sind. Für Einsteiger, kleine und mittlere Unternehmen bieten sich Software-as-a-Service-Shopsysteme daher an.

Doch welche Software ist nun die richtige? Dazu sollte man wissen, ob man mit der Shoplösung alles abfangen will und daher eine Komplettlösung auswählt, oder lieber über Schnittstellen auf bestehende Software, etwa für Warenmanagement oder Rechnungswesen, zurückgreifen will. Außerdem ist zu überlegen, ob und auf welchen Marktplätzen und Preisvergleichsportalen Aktivitäten geplant sind und zu prüfen, ob die Shop-Software die Anbindung unterstützt. Und wer auch im Ausland verkaufen will, muss darauf achten, dass die Shop-Software verschiedene Steuersätze unterstützt, bei Bedarf Fremdwährungen ausweist und die rechtlichen Rahmenbedingungen im Ausland abbildet.

Content-Marketing im E-Commerce: Ein Blog im Shop

Neuester Trend: Content-Marketing. Wer seine Kunden unterhält oder mit praktischen Tipps eindeckt, stärkt die Kundenbindung und erfreut Google. Praktisch, wenn die Shop-Software dann auch noch ein Blog unterstützt. Doch Achtung: Ein Blog kostet Zeit. Und nichts ist peinlicher als ein dahindarbendes Blog. Wer also auf Content setzt, um seine Verkäufe zu steigern, muss das regelmäßig tun und dafür drei bis zehn Stunden Zeit pro Woche einplanen.

Damit Blog und vor allem Waren im Shop gut präsentiert werden, sollte man besser nicht auf die Standard-Templates des Shop-Systems zurückgreifen. Es empfiehlt sich stattdessen, einen Designer damit zu beauftragen, die relevanten drei bis zehn Templates für den eigenen Shop zu entwerfen. Denn professionell rüberzukommen ist die halbe Miete, wenn Kunden kaufen sollen. Auch Mobile sollte man nicht vergessen. Fast alle Shop-Systeme unterstützen responsives Design.

Günstiger Einstieg: Supr – ohne Grundgebühr und Verkaufsprovision

Optimal für Online-Händler-Anfänger, die keine großen Sponsoren im Hintergrund haben, ist die Shop-Software Supr. Sie ist kostenlos zu haben, da sie sich über Partner im Logistik- und Payment-Bereich sowie über Premiumfunktionen finanziert. Das heißt: Für den Shop fallen weder Grundgebühr noch Provisionen an. Auch gibt es keine Begrenzung bei der Artikelanzahl und den Bestellungen oder für den Speicherplatz auf den Supr-Servern, auf denen der Shop kostenlos gehostet wird. Wer sich für Supr entscheidet, muss sich aber bewusst sein, dass es keine Marktplatzanbindung, vor allem nicht an Amazon, gibt. Und auch die Möglichkeit, mit seinem Shop im Ausland zu verkaufen, unterstützt Supr nicht. Bei den Zahlmethoden gibt es freie Auswahl unter Vorkasse, Kreditkarte, Paypal, Sofort-Überweisung, Kauf auf Rechnung und SEPA-Lastschrift. Als Logistikversender ist die Hermesgruppe integriert. Für den Anfang kann man damit arbeiten.

Für E-Commerce-Einsteiger ist Supr einen Blick wert: Für den Shop fallen weder Grundgebühren noch eine Verkaufsprovision an. (Screenshot: Supr)

Einstieg mit viel Komfort: shopify, Versacommerce und lightspeed

Ebenfalls relativ günstig fahren Shopbetreiber mit Shopify, Versacommerce und Lightspeed. Shopify gibt es erst seit Kurzem als deutsche Version. Über Apps für Marketing, Social Media, Versand oder Abrechnung lassen sich die Grundfunktionen des Systems erweitern. Eine Schnittstelle zu einem Warenwirtschaftssystem fehlt allerdings. Dafür lässt sich der Shop internationalisieren und mit Offline-Läden verbinden und sogar das Verkaufen über einen Facebook-Shop ist möglich. Es gibt gut 100 Themes für den Online-Store – auch für Mobile – und die Shoplösung erlaubt die Einrichtung eines Blogs. Das Fulfillment lässt sich über eine Anbindung an Amazon, Rakuten Super Logistics und Shipwire realisieren. Zudem unterstützt der Shop Rabatt-Codes, Coupons und Geschenkgutscheine. Ein umfangreiches Dashboard und Google Analytics sorgen für sinnvolle Auswertungen.

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3 Reaktionen
Marius

Sehr interessanter Artikel mit vielen wertvollen Tipps für Einsteiger. Insbesondere das angesprochene Content-Marketing und die damit verbundene Kundenbindung finde ich persönlich sehr wichtig. Ob man sich dafür aber selbst die Zeit nimmt, oder lieber jemanden einstellt/beauftragt, sollte man sich gut überlegen.

Pursch

Hat jemand einen Link zur erwähnten Seite 129?

MR.

Kleine Korrektur zum Heftartikel: ePages hat eine Blog-Funktion (z.B. https://www.strato.de/webshop/#tableSearchResults ab 38€/Monat).

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