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Warum mobiles Bezahlen für innovative Online-Händler essenziell ist

Als sich das Internet Mitte der neunziger Jahre erst in den deutschen Hochschulen und dann nach und nach auch in Privathaushalten durchsetzte, ging es den meisten Usern um zwei Dinge: Informationsbeschaffung und Unterhaltung. Heute wollen die Nutzer zusätzlich online einkaufen und auch dort bezahlen – zunehmend auch unterwegs. Für die Händler wird es Zeit, das ernst zu nehmen.

Heute generiert der Online-Handel mit Waren einen Umsatz von 15,5 Mrd. Euro [1] – alleine in Deutschland. Was Viele vor rund fünfzehn Jahren noch für unmöglich hielten, ist aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich momentan im mobilen Internet ab. Auch hier ging es den Nutzern anfangs in erster Linie um Informationsbeschaffung und Unterhaltung, erst jetzt folgt der Handel mit Waren. Allerdings ist der Entwicklungszyklus heute wesentlich kürzer als beim Internet in den Neunzigern. Denn das mobile Einkaufen setzt sich in den USA und in Großbritannien bereits durch und auch der deutsche Markt rechnet 2011 mit stark steigenden Umsätzen im Bereich Mobile Commerce.

Online bezahlen

Zum mobilen Shopping gehört unweigerlich mobiles Bezahlen. Bei dieser Zahlungsart wird ein monetärer Anspruch über ein Mobiltelefon übertragen. Der Käufer kann also seine Zahlungen über sein internetfähiges Handy abwickeln, nachdem er den Artikel zuvor auf dem mobilen Endgerät gekauft hat. Entscheidend ist, dass kein Medienbruch entsteht, also kein weiteres Gerät nötig ist. Beim Einkaufen und Bezahlen profitiert der Konsument so von einer gleichbleibenden Erfahrung mit ein und demselben Endgerät.

Zwar gilt Mobile Payment bereits seit mehreren Jahren als zukunftsträchtiges Geschäft im Bankwesen, doch bislang haben sich die etablierten Finanzinstitute fast ausschließlich auf Mobile Banking konzentriert. So bieten zahlreiche Banken, etwa die Sparkassen und verschiedene Direktbanken, Applikationen für die gängigen Plattformen an. Allzuoft dienen diese jedoch eher zum Abfragen des Kontostands und zur Informationsbeschaffung. Nur selten lassen sich auch tatsächlich Zahlungen komfortabel und bankenübergreifend über Handy und Co abwickeln. Hier setzen Dritt-Anbieter, zum Beispiel Stoeger IT mit der iPhone-Applikation „iOutBank“, erste Akzente. Das genügt jedoch keineswegs, um den Markt des mobilen Einkaufens zu bedienen; hier müssen Lösungen für Händler her, die die Kaufabwicklung auf mobilen Endgeräten ermöglichen.

Lohnender Einsatz

Dass sich das lohnt, zeigen Zahlen aus den USA: Laut dem US-Marktforschungsunternehmen ABI Research wurde 2009 über flexible Endgeräte ein Brutto-Handelsvolumen von etwa 1,6 Milliarden US-Dollar erzielt. Zudem prognostiziert das Unternehmen für die nächsten fünf Jahre ein Wachstum auf rund 119 Mrd. US-Dollar weltweit. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, machen Produkte und Dienstleistungen, die per Handy und Smartphone bezogen werden, in Kürze bis zu zehn Prozent des gesamten E-Commerce-Markts aus.

Angesichts der Tatsache, dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist, fragen sich immer mehr Händler auch hierzulande, wie sie mit dieser Entwicklung umgehen sollen. „Wenn wir uns die aktuellen Zahlen und Prognosen für Mobile Commerce anschauen, fragen wir uns natürlich, ob wir unseren Kunden neben dem Einkaufen auf mobilen Endgeräten auch eine passende Zahlungsweise anbieten müssen. Vermutlich werden wir nur so weiterhin als innovativ wahrgenommen und können veränderten Kundenbedürfnissen gerecht werden“, sagt Andreas Müller, Geschäftsführer des eBay-Powersellers Deltatecc.

Innovation hin oder her: Mittelfristig interessiert die Händler aber vor allem, ob und wie sich der Umsatz des eigenen Unternehmens durch die Implementierung einer entsprechend mobilen Lösung signifikant verändert. Auch hier zeichnen sich die ersten Entwicklungen in den USA ab. Zunächst einmal wird es für Händler darum gehen, bereits vorhandenes Geschäft nicht zu verlieren. Wer seinen Kunden den neuen Kanal „Mobile“ nicht bieten kann, wird unweigerlich Umsatzeinbußen zugunsten innovativerer Wettbewerber haben. Experten gehen davon aus, dass bei etablierten E-Commerce Anbietern wie eBay und Amazon schon heute mehr als fünf Prozent des Volumens über mobile Kanäle erzielt wird – vieles davon aber bislang über Desktop-PCs. Für den Handel zudem erfreulich ist der Trend, über mobile Endgeräte immer und überall online zu sein. Das erhöht den Anreiz, häufiger online und mobil zu kaufen und auch online zu bezahlen. Ein echtes Zusatzgeschäft für die Branche.

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Eine Reaktion
Synapsenkitzler

Inhaltlich stimme ich zu.
Da jemand aus der Geschäftsleitung von PayPal diesen Beitrag schreibt, sollte in diesem Zusammenhang u.a. auch die Kritik der Verbraucherseite beleuchtet werden. Siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Paypal#Kritik

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