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Warum mobiles Bezahlen für innovative Online-Händler essenziell ist

Als sich das Internet Mitte der neunziger Jahre erst in den deutschen Hochschulen und dann nach und nach auch in Privathaushalten durchsetzte, ging es den meisten Usern um zwei Dinge: Informationsbeschaffung und Unterhaltung. Heute wollen die Nutzer zusätzlich online einkaufen und auch dort bezahlen – zunehmend auch unterwegs. Für die Händler wird es Zeit, das ernst zu nehmen.

5 Min. Lesezeit
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Heute generiert der Online-Handel mit Waren einen Umsatz von 15,5 Mrd. Euro [1] – alleine in Deutschland. Was Viele vor rund fünfzehn Jahren noch für unmöglich hielten, ist aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

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Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich momentan im mobilen Internet ab. Auch hier ging es den Nutzern anfangs in erster Linie um Informationsbeschaffung und Unterhaltung, erst jetzt folgt der Handel mit Waren. Allerdings ist der Entwicklungszyklus heute wesentlich kürzer als beim Internet in den Neunzigern. Denn das mobile Einkaufen setzt sich in den USA und in Großbritannien bereits durch und auch der deutsche Markt rechnet 2011 mit stark steigenden Umsätzen im Bereich Mobile Commerce.

Online bezahlen

Zum mobilen Shopping gehört unweigerlich mobiles Bezahlen. Bei dieser Zahlungsart wird ein monetärer Anspruch über ein Mobiltelefon übertragen. Der Käufer kann also seine Zahlungen über sein internetfähiges Handy abwickeln, nachdem er den Artikel zuvor auf dem mobilen Endgerät gekauft hat. Entscheidend ist, dass kein Medienbruch entsteht, also kein weiteres Gerät nötig ist. Beim Einkaufen und Bezahlen profitiert der Konsument so von einer gleichbleibenden Erfahrung mit ein und demselben Endgerät.

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Zwar gilt Mobile Payment bereits seit mehreren Jahren als zukunftsträchtiges Geschäft im Bankwesen, doch bislang haben sich die etablierten Finanzinstitute fast ausschließlich auf Mobile Banking konzentriert. So bieten zahlreiche Banken, etwa die Sparkassen und verschiedene Direktbanken, Applikationen für die gängigen Plattformen an. Allzuoft dienen diese jedoch eher zum Abfragen des Kontostands und zur Informationsbeschaffung. Nur selten lassen sich auch tatsächlich Zahlungen komfortabel und bankenübergreifend über Handy und Co abwickeln. Hier setzen Dritt-Anbieter, zum Beispiel Stoeger IT mit der iPhone-Applikation „iOutBank“, erste Akzente. Das genügt jedoch keineswegs, um den Markt des mobilen Einkaufens zu bedienen; hier müssen Lösungen für Händler her, die die Kaufabwicklung auf mobilen Endgeräten ermöglichen.

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Lohnender Einsatz

Dass sich das lohnt, zeigen Zahlen aus den USA: Laut dem US-Marktforschungsunternehmen ABI Research wurde 2009 über flexible Endgeräte ein Brutto-Handelsvolumen von etwa 1,6 Milliarden US-Dollar erzielt. Zudem prognostiziert das Unternehmen für die nächsten fünf Jahre ein Wachstum auf rund 119 Mrd. US-Dollar weltweit. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, machen Produkte und Dienstleistungen, die per Handy und Smartphone bezogen werden, in Kürze bis zu zehn Prozent des gesamten E-Commerce-Markts aus.

Angesichts der Tatsache, dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist, fragen sich immer mehr Händler auch hierzulande, wie sie mit dieser Entwicklung umgehen sollen. „Wenn wir uns die aktuellen Zahlen und Prognosen für Mobile Commerce anschauen, fragen wir uns natürlich, ob wir unseren Kunden neben dem Einkaufen auf mobilen Endgeräten auch eine passende Zahlungsweise anbieten müssen. Vermutlich werden wir nur so weiterhin als innovativ wahrgenommen und können veränderten Kundenbedürfnissen gerecht werden“, sagt Andreas Müller, Geschäftsführer des eBay-Powersellers Deltatecc.

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Innovation hin oder her: Mittelfristig interessiert die Händler aber vor allem, ob und wie sich der Umsatz des eigenen Unternehmens durch die Implementierung einer entsprechend mobilen Lösung signifikant verändert. Auch hier zeichnen sich die ersten Entwicklungen in den USA ab. Zunächst einmal wird es für Händler darum gehen, bereits vorhandenes Geschäft nicht zu verlieren. Wer seinen Kunden den neuen Kanal „Mobile“ nicht bieten kann, wird unweigerlich Umsatzeinbußen zugunsten innovativerer Wettbewerber haben. Experten gehen davon aus, dass bei etablierten E-Commerce Anbietern wie eBay und Amazon schon heute mehr als fünf Prozent des Volumens über mobile Kanäle erzielt wird – vieles davon aber bislang über Desktop-PCs. Für den Handel zudem erfreulich ist der Trend, über mobile Endgeräte immer und überall online zu sein. Das erhöht den Anreiz, häufiger online und mobil zu kaufen und auch online zu bezahlen. Ein echtes Zusatzgeschäft für die Branche.

Der Kunde ist König

Während die Mobilfunk-Anbieter O2 und Vodafone mit ihrer elektronischen Geldbörse „mpass“ seit etwa zwei Jahren am Markt sind, halten sich klassische Kreditinstitute bislang auffällig bedeckt. Dabei zeigt das MobilMedia-Barometer der Universität Augsburg, dass gut 30% der Befragten Vertrauen in mobile Payment-Produkte großer Banken haben, aber nur rund 4% den Diensten von Mobilfunk-Anbietern vertrauen [2].

Moderne Finanzdienstleister, die ihr Geschäft vor allem im Internet machen, nehmen hier bislang eine Vorreiterrolle ein. Und sie setzen insbesondere auf Komfort und Sicherheit: Erhält ein Kunde zum Beispiel die online oder mobil bezahlte Ware nicht, greift der Verkäuferschutz und die Zahlungsdienstanbieter erstatten den Kaufpreis zurück. Eine Sicherheit, die klassische Zahlungsverfahren über ein Konto im Allgemeinen nicht bieten.

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Leistungsstarke Prozessoren, komfortable Bedienoberflächen und konstante Internetverbindungen machen Verbrauchern das mobile Bezahlen immer bequemer und praktischer. Doch Leistungsfähigkeit alleine genügt nicht. Vielmehr muss der Nutzer mit dem Checkout, also mit dem Bezahlvorgang an sich, ein sicheres und gutes Gefühl verbinden. Dazu bedarf es der entsprechenden Checkout-Technologie, die im Idealfall auf dem mobilen Endgerät genauso einfach zu bedienen ist, wie auf dem Desktop-PC.

Daneben gibt es weitere Kriterien, die man bei der Implementierung eines solchen Zahlungssystems beachten sollte:

  • Verbraucher müssen sich angesprochen fühlen; die Zahl von Logins, Klicks und das Eingeben von Nutzerdaten müssen auf ein Minimum reduziert werden.
  • Hohe Sicherheit sowohl für Kunden als auch für Händler ist das A und O. Die Weitergabe von Konten-, Kreditkarten- oder anderen sensiblen Daten muss daher vermieden werden. Vor allem für deutsche Online-Shopper ist das Thema Sicherheit das mit Abstand wichtigste Kriterium bei der Beurteilung eines Bezahlvorgangs. Laut der aktuellen E-Commerce-Studie, die das Meinungsforschungsinstitut EuPD Research 2010 veröffentlichte, legen 61,4% der befragten Online-Einkäufer beim Bezahlen besonderen Wert auf die Sicherheit vor Datenmissbrauch und Betrug. Einige Dienstleister bieten die elektronische Geldbörse bereits im Internet an. Dieses Konzept wird sich auch auf mobilen Endgeräten durchsetzen.
  • Die entsprechende Technologie muss für den Händler einfach und kostengünstig zu integrieren sein.
    Online- und Mobile-Strukturen gehen zunehmend ineinander über, ein adäquates Checkout-System muss daher auf beiden Kanälen simpel einzusetzen sein. Einige bestehende Lösungen für den Online-Bereich lassen sich daher einfach „mobile-fähig“ machen.

Fazit

Mobiles Einkaufen und Bezahlen wird sich innerhalb der nächsten Monate auch in Deutschland durchsetzen. Finanzdienstleister sind hierfür zwar noch nicht optimal aufgestellt, da sie sich mehr auf Mobile Banking konzentriert haben als darauf, Händlern Lösungen für Mobile Payments anzubieten. Den größten Vorsprung werden sich deshalb auch künftig die Finanzdienstleister schaffen, die auf eine gute Position im Online-Payment-Markt zurückgreifen, den spezifischen Nutzungsgewohnheiten der mobilen Kaufabwicklung Rechnung tragen und den Händlern integrierte Multikanalfähigkeiten anbieten können. Hierauf sollten Händler entsprechend achten, wenn sie sich als Innovatoren im Bereich Mobile Commerce gegenüber ihren Kunden positionieren und an dem echten Zusatzgeschäft Mobile Commerce teilhaben wollen.

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Dein t3n-Team

Synapsenkitzler

Inhaltlich stimme ich zu.
Da jemand aus der Geschäftsleitung von PayPal diesen Beitrag schreibt, sollte in diesem Zusammenhang u.a. auch die Kritik der Verbraucherseite beleuchtet werden. Siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Paypal#Kritik

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