Software

Möglichkeiten und Grenzen von Open Source

Open Source hat die Softwareindustrie umgekrempelt wie kaum eine Idee zuvor. Heute gelten viele Open-Source-Produkte als ernst zu nehmende Konkurrenz für proprietäre Lösungen und für manche auch als Allheilmittel gegen die strukturellen Probleme der Software-Entwicklung und Asymmetrien des Softwaremarkts. Dieser Artikel skizziert grob die Geschichte des Begriffs „Open Source“ und lotet seine realistischen Dimensionen aus.

Manchmal sind es kleine Entscheidungen, die im
Laufe der Geschichte eine besondere und unabsehbare Tragweite
entwickeln. So geschehen im Jahre 1998, als Eric S. Raymond den
Begriff „Open Source“ in die Welt setzte. Netscape traf
seinerzeit die für damalige Verhältnisse spektakuläre
Entscheidung, den Quellcode seines Browsers Navigator (dem Vorläufer von Firefox) unter der „Netscape Public
License“ freizugeben. Raymond und anderen Beobachtern wie Michael
Tiemann, Gründer von Cygnus, später RedHat, wurde die neue
Bedeutung von „freier Software“ schlagartig bewusst. Sie machten sich auf die Suche nach einem Begriff, der sich in seiner
Bedeutung vom bis dahin gebräuchlichen Begriff „Free Software“
abhob und sich besser eignete, die Geschäftswelt von
den Vorzügen dieses Modells zu überzeugen [1].

Eine Idee wird
erwachsen

Heute kommt kaum noch
eine IT-Präsentation ohne den Begriff Open Source aus und auch
Zeitschriften wie T3N festigen das semantische Spektrum von Open
Source in der Medienöffentlichkeit. Dabei hat der Begriff in
den letzten Jahren eine Dynamik erfahren, die weit über seine
ursprüngliche Idee hinausgeht. Nicht mehr nur geht es bei Open
Source um Software und politische Überzeugungen, sondern darum,
dass Open Source als bewusste Management-Entscheidung die Strukturen
der Softwareindustrie nachhaltig verändert [2].

Ziel vieler Bemühungen,
insbesondere kommerzieller Firmen wie MySQL und RedHat, ist es,
Firmenkultur und Strukturen so zu etablieren, dass durch einen
ungehinderten und transparenten Austausch von Informationen und
Wissen Mehrwert für alle Beteiligten geschaffen wird. Selbst
Microsoft hat seine Rhetorik à la „GPL und Linux sind
kommunistisch inspirierte Ausgeburten und zerstören Amerika“
zugunsten eines wesentlich realitätsnäheren und
pragmatischeren Ansatzes aufgegeben [3]
[4].

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