t3n 14

Mehr Vielfalt, mehr Auswahl, mehr Eigenheiten: Der neue Browserkrieg

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Browser-Optimierung

Doch in letzter Instanz ist nicht der Browser das Problem. Das eigentliche Problem ist mal wieder der Mensch. Leider hat sich noch immer nicht die Erkenntnis durchgesetzt, dass Browser unterschiedliche Fähigkeiten haben und demnach auch Webseiten in unterschiedlichen Browsern unterschiedlich aussehen können. Eine Tageszeitung sieht immer gleich aus, egal ob ich sie in München oder Hamburg kaufe. Der Internetauftritt derselben Tageszeitung könnte allerdings sehr wohl unterschiedlich in Firefox 3, IE6 und Google Chrome aussehen. Die Seite könnte in den modernen Browsern ein modifiziertes Layout haben, manche Funktionen könnten nur im Firefox oder in Chrome zu sehen und zu bedienen sein. Diese Flexibilität entspräche dem Medium, scheint aber in der Vorstellungswelt der allermeisten Kunden und Webdienstleister nicht vorzukommen. Und es ist tatsächlich schwierig, dem Kunden zu sagen, er hätte eine tolle Website, könne sie aber dummerweise nicht in voller Brillanz sehen, weil sein Admin ihm nur den IE6 gestatte.

Dieser flexible Ansatz ist aber auch für Webentwickler und Grafiker nicht immer einfach zu verstehen und umzusetzen. Die bisher beredt in Blogs und Büchern genannten Beispiele kommen über die Komplexität eines Blogs kaum heraus. Beispiele für Shops oder umfangreiche Newsseiten fehlen.

Immer häufiger wird allerdings offen diskutiert, den IE6 entweder komplett oder nur teilweise auszusperren. Für Applikationen kann eine vollständige Aussperrung sicherlich Sinn machen, wenn man nicht auf die vielen Berufstätigen während deren Arbeitszeit angewiesen ist. Apple sperrt bei seinem neuen Dienst „MobileMe“ beispielsweise bewusst IE6-Nutzer aus [2].

Optimale Optimierung

Eine Unsitte aus der Anfangszeit des Webs ist noch immer präsent in den Köpfen: die Browser-Optimierung. Man schreibt sie nicht mehr ans Ende einer Seite, sie ist aber noch immer in den Köpfen, Verträgen und Kundenanforderungen präsent. Dabei kann man die allgemeine Anforderung an jede Website doch ganz einfach formulieren: Der Besucher einer Webseite darf nicht daran gehindert werden, den Inhalt derselben zu erfassen. Dies sollte möglichst in nutzerfreundlicher und attraktiver Art geschehen. Wer aber sagt, dass eine Seite im IE6 exakt genauso aussehen muss wie im IE7 oder IE8? Wer kann denn dies überhaupt vergleichen? Wer surft mit zwei Browsern gleichzeitig?

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