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t3n 34

Google-Keyword-Planer: Diese neuen Funktionen bringt der Nachfolger vom Keyword-Tool

Mit dem neuen Keyword-Planer hat Google Ende August das Keyword-Tool sowie den Traffic Estimator ersetzt. Er vereint beide Funktionen und soll Werbetreibenden die Keyword-Recherche, Performance-Kalkulation und das Anlegen neuer AdWords-Anzeigen erleichtern.

Bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und -werbung (SEA) ist die Keyword-Recherche die Basis für alle folgenden Maßnahmen: Sie zeigt die Keywords, zu denen Unternehmen ein Ranking in den organischen oder bezahlten Ergebnissen anstreben. Daneben spielt auch die Keyword-Bewertung anhand von Metriken wie Conversion-Relevanz oder Suchvolumen eine wichtige Rolle.

Dieser Artikel stammt aus dem brandneuen t3n Magazin Nr. 34.
Dieser Artikel stammt aus dem brandneuen t3n Magazin Nr. 34.

Seit Ende August gibt es dafür nun nur noch den Keyword-Planer, mit dem Google die Recherche, Bewertung und Keyword-Einpflege in das AdWords-Konto sowie das Erstellen neuer Kampagnen und Anzeigen vereinfachen möchte. Der Keyword-Planer bietet neue Funktionen, die auch aktuelle AdWords-Änderungen wie die veränderten Targeting-Optionen der erweiterten Kampagnen berücksichtigen.

Schon beim Aufrufen des Keyword-Planers zeigt sich der größte Unterschied: Der Planer integriert die Funktionen des bisherigen Keyword-Tools sowie des Traffic Estimators und bietet dazu mittlerweile vier verschiedene Funktionstypen.

Erst Ende September teilte Google die Option „Keywords eingeben oder hochladen, um deren Leistung zu ermitteln“ (mit der sich das Suchvolumen und Traffic-Schätzungen abrufen ließen) in die zwei neuen Optionen „Suchvolumen für Keyword-Liste abrufen oder Keywords in Anzeigengruppen aufteilen“ und „Traffic Schätzungen für Keyword-Liste abrufen“ auf. Die einzelnen Typen spiegeln den Keyword-Prozess wider: Er beginnt mit der Recherche erster Ideen und dem Abrufen von Suchvolumen und endet mit der Bewertung von Kosten und Traffic-Potenzialen.

Googles Keyword-Planer: Die vier Typen

Typ 1 – Ideen für Keywords und Anzeigengruppen suchen

Mit dieser Option lassen sich Vorschläge für Keywords generieren. In der Oberfläche kann der Nutzer bis zu 50 Keywords, eine Produktkategorie oder eine Webseite als Basis für die Keyword-Ideen eingeben. Auch lassen sich das Netzwerk, die Sprache und das Land auswählen. Für die Vorschläge gibt der Planer das Suchvolumen, den Wettbewerb und ein vorgeschlagenes Gebot aus.

Die Keyword-Tool-Option „Nur Ideen anzeigen, die meinen Suchbegriffen sehr ähnlich sind“ gibt es nun nicht mehr. Damit konnte man sehr weitläufige Ideen herausfiltern. Im Planer sind die Keyword-Vorschläge mitunter weit gestreut, sodass das Filtern der Ergebnisse zeitaufwendiger ist. Abhilfe können die durch Google geclusterten Anzeigengruppen oder die Nutzung der Produktkategorie und der Webseite bieten. Die Sprachauswahl filtert hierbei fremdsprachige Begriffe heraus.

Mit den vier Funktionstypen des Keyword-Planers lässt sich der komplette SEO-Recherche- und -Bewertungsprozess abbilden.
Mit den vier Funktionstypen des Keyword-Planers lässt sich der komplette SEO-Recherche- und -Bewertungsprozess abbilden.

Typ 2 – Suchvolumen für Keyword-Liste abrufen oder Keywords in Anzeigengruppen aufteilen

Mit der zweiten Option kann man Statistiken von Suchanfragen pro Monat, Wettbewerb und vorgeschlagenen Geboten abrufen (Keyword-Ideen generiert dieser Typ nicht). Dazu kann der Nutzer in der Oberfläche bis zu 1.000 Keywords eingeben oder mittels einer CSV-Datei bis zu 10.000 Keywords hochladen.

Der Standort und das Suchnetzwerk stehen schon vor der Ausgabe zur Verfügung. Die Sprache lässt sich nach dem Upload filtern. In diesem Fall entfernt der Sprachfilter fremdsprachige Suchbegriffe aus der Liste der abgefragten Keywords. Sie ist also nicht mehr vollständig. Zu beachten ist auch, dass bei diesem Typ einige Sonderzeichen eine Fehlermeldung auslösen, etwa die Zeichen !, %, (), *, ?, +, §, @, € oder =.

Typ 3 – Traffic-Schätzungen für Keyword-Liste abrufen

Dieser Typ integriert die Funktionen des Traffic Estimators. Er gibt Schätzungen zu möglichen Impressionen, Positionen, CPC-Preisen, der Klickrate, Klicks und Kosten aus. Diese basieren auf dem vorgegebenen Tagesbudget und der Angabe eines maximalen CPC-Gebots. Wie bei Typ 2 sind maximal 1.000 Keywords via Interface möglich oder 10.000 mittels CSV-Upload.

Typ 3 ersetzt den Traffic Estimator und liefert je nach Tagesbudget und maximalem CPC-Gebot Schätzungen für Impressions, Positionen, CPC-Preise und vieles mehr.
Typ 3 ersetzt den Traffic Estimator und liefert je nach Tagesbudget und maximalem CPC-Gebot Schätzungen für Impressions, Positionen, CPC-Preise und vieles mehr.

Typ 4 – Keyword-Listen vervielfachen

Neu ist, dass sich nun Keywords kombinieren lassen. Dann liefert Google die Statistiken Suchvolumen, Wettbewerb und CPC für die Kombinationsbegriffe. Besonders bei Longtail-Begriffen sowie zur Abdeckung wesentlicher Shorttail-Kombinationen eignet sich diese Methode. Der Planer verkettet die Keywords in eine Richtung. „schuhe“ und „shop“ ergeben nun zum Beispiel nur „schuhe shop“. Das Limit liegt bei der Ausgabe von maximal 1.000 Kombinationsbegriffen.

Übersicht der vier Typen
Funktionen Typ 1 Typ 2 Typ 3 Typ 4
Ideen für Keywords ausgeben Ja Nein Nein Nein
Suchvolumen-Statistiken direkt Ja Ja Nein Ja
Suchvolumen-Statistiken Download Ja Ja Ja Ja
Traffic- & Kosten-Schätzungen Nein Nein Ja Nein
Keyword-Maximum (Oberfläche) 50 1.000 1.000 1.000 (Summe)
Keyword-Maximum (CSV-Upload) / 10.000 10.000 /
Keywords kombinieren Nein Nein Nein Ja

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