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Benutzerfreundliche Open Source Software ist einfach besser: Die Nutzer einfach begeistern

    Benutzerfreundliche Open Source Software ist einfach besser: Die Nutzer einfach begeistern

Das Projekt OpenUsability.org bringt Benutzerfreundlichkeit in Open-Source-Projekte. Die Plattform dient als Treffpunkt für aufgeschlossene Projekte und Usability-Experten. Bisher haben sich neben TYPO3, Wikipedia, The Gimp und KDE mehr als 140 Projeke und 2.000 Entwickler und Experten auf der Plattform angemeldet.

Blättert man in den Anzeigenbeilagen der großen Elektromärkte, so springt es einen an: „Mit intuitiver Bedienung“, „Jetzt noch einfacher“, „Einfach wie nie!“. Die Werbeleute haben es erkannt: Niemand möchte komplizierte Software haben. Im Zusammenhang mit Open-Source-Software (OSS) ist dieser Werbespruch selten zu hören. Verbreitetet ist dagegen das Vorurteil, hier entwickelten Geeks für Geeks. Fragt man Nutzer, warum sie OSS benutzen, so wird in den seltensten Fällen eine „einfache Bedienung“ als Grund genannt. Gleichzeitig ist die vermutete „komplizierte Bedienung“ einer der größten Vorbehalte, wenn es um die Entscheidung geht, OSS in Firmen oder Verwaltungen einzusetzen.

Wie steht es um die Benutzerfreundlichkeit von OSS?

Aufgrund der Vielfältigkeit von OSS lässt sich die Frage nicht direkt beantworten. Dennoch spielt sie in der Geschichte der Plattform OpenUsability.org eine wichtige Rolle: Jan Mühlig wollte im Jahr 2003 die Frage der Benutzerfreundlichkeit zumindest für Linux versus Windows beantworten und startete eine vergleichende Usability-Studie [1]. Er ließ Nutzer typische Aufgaben auf einem KDE und einem Windows XP Desktop durchführen. Das überraschende Ergebnis war, dass es keinen eindeutigen Sieger gab. Die Studie wurde in der OSS-Gemeinschaft mit großem Interesse zur Kenntnis genommen. Insbesondere fragten immer mehr Entwickler nach, wie sie denn mit ihrem Projekt in den Genuss von Usability kommen könnten. Schnell wurde klar, dass es ein großes Bedürfnis nach Usability-Beratung gab – nur wussten OSS-Entwickler nicht, wen sie fragen sollten.

Auch die „andere Seite“ hatte Annäherungsschwierigkeiten: Usability-Experten, die sich professionell mit dem Thema Benutzerfreundlichkeit auseinandersetzen, wollten gern in OSS-Projekten mitarbeiten. Doch waren OSS-Entwickler nach schlechten Erfahrungen mit selbsternannten „Experten“ oft negativ eingestellt gegenüber Usability. Empfehlungen wurden selten als konstruktive Kritik, häufig als Abwertung verstanden. Nur in seltenen Fällen kam es zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit.

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