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Mit freier Software zur eigenen Community: Open Source für Social Networks

    Mit freier Software zur eigenen Community: Open Source für Social Networks

Immer mehr Unternehmen, Veranstalter und Vereine erkennen die Potenziale, die sich durch ein Social Network als Plattform zur Kollaboration und zum sozialen Austausch ergeben. Nicht immer kommen dabei Baukasten-Lösungen in Frage, weil sie nicht selbst gehostet oder nicht individuell genug angepasst werden können. Wir stellen acht an die individuellen Bedürfnisse anpassbare Softwarelösungen vor, mit denen Entwickler ein eigenes Social Network aufsetzen, einrichten und betreiben können. Alle Systeme sind kostenlos, fast alle zudem Open Source.

Die vorgestellten Lösungen haben verschiedene Stärken und Schwächen und setzen auf unterschiedliche Sprachen, entweder PHP oder Ruby (on Rails). Eine Tabelle am Ende des Artikels gibt einen Überblick über die Features, die jedes einzelne System bietet, und ermöglicht so einen direkten Vergleich.

Elgg

Elgg wurde im Jahr 2004 von zwei Studenten an der Universität von Edinburgh als E-Learning- und Kollaborations-Plattform entwickelt. Nach und nach entwickelte sich Elgg zu einem System, mit dem sich auch Social Networks betreiben lassen. Die Software ist unter der GPL lizenziert, setzt auf PHP sowie MySQL und besitzt eine eigene Plugin-Architektur. Darüber hinaus unterstützt Elgg zahlreiche offene Standards wie RSS, LDAP, OpenID, FOAF sowie XML-RPC zur Integration anderer Blog-Systeme.

Elgg lässt sich dank Single Sign-On via OpenID gut mit Systemen wie Moodle, Drupal und MediaWiki kombinieren. Kernpunkt von Elgg ist das multimediale Portfolio eines Nutzers. Dieser kann neben seinem Profil auch ein Weblog führen, einen Podcast betreiben, Dateien hochladen, RSS-Feeds einbinden und sämtliche Inhalte mit Tags versehen, über die sich Verbindungen zu anderen Nutzern herstellen und Gruppen gründen lassen. Dem Nutzer bietet Elgg die komplette Kontrolle darüber, wer seine Inhalte sehen darf – von komplett öffentlich bis auf einzelne Nutzer beschränkt.

Nach der Installation präsentiert sich Elgg in seinem Standard-Template zunächst recht schlicht, lässt sich aber mit PHP- und CSS-Kenntnissen anpassen. Die Entwicklung eigener Templates ist nicht ganz einfach, da Elgg derzeit nicht auf eine Template-Engine wie Smarty setzt. Eine deutsche Übersetzung gehört zum Standardumfang von Elgg, die Benennung einiger Menüpunkte ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

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5 Reaktionen
jacboy

Fast alle Projekte sind wohl tot,
nur noch elgg und eine weitere Alternative existieren
und werden weiterhin entwickelt.

Mögt ihr eine neue Liste schreiben?

Gruß,
jacboy

Uwe Stegmann

Vielen Dank für diese sehr nützliche Information.
Frohe Festtage und ein erfolgreiches 2012

Anne Kleinschmidt

Es kommt immer darauf an, welchen Nutzen man aus einer Community-Software ziehen will, welchen Aufwand man selbst in Kauf nimmt und natürlich wie flexibel das System für Erweiterungen und den Ausbau des Portals ist. Meist möchte man selbst zusätzliche Seiten mit mehr oder weniger statischem Inhalt hinzufügen. Dann sollte man darauf achten, dass das System auch CMS-Funktionen mitbringt. Einige kostenlose Open-Source-Systeme für die verschiedenen Anwendnungsgebiete findet man bei http://www.community-cms.de.
Für Dokumentationen o.ä. eignet sich meist eine Wiki-Software, wobei hier wohl MediaWiki, welches ursprünglich für Wikipedia entwickelt wurde, eine brauchbare und vor allem kostenlose Lösung darstellt.
Eine Software für eine Social Network Community mit Videofunktion steht mit osTube zur Verfügung. Obwohl die Installation eher von erfahrenen Administratoren durchgeführt werden sollte, gibt es viel Unterstützung im Forum auf der Homepage, bei der bereits alle möglichen Fragen beantwortet sind.

akarch

Marlida kann ich garnicht empfehlen!
Die Programmierung ist schlecht selbst der admin kann kaum was von anderen usern ändern wie forenbeiträge etc.
Support gibts dort auch kaum!

Feuerwehr Gettsdorf

Elgg ist zwar nicht schlecht, bietet aber nicht sehr viele Erweiterungen um den Anforderungen einer wirklich großen Community gewachsen zu sein. Ich kann da nur das kostenpflichtige Marlida empfehlen, angefangen von Miniblog bis zu Gameapps ist hier alles möglich.

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