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ReasonML: Der mächtige JavaScript-Transpiler im Check

Wer einen Transpiler für JavaScript sucht, stößt neuerdings auch auf ReasonML. Wie schlägt sich die junge Sprache im Vergleich zu Elm – und wie gelingt der Einstieg? Ein Überblick.

9 Min. Lesezeit

Entwicklerteams greifen gerne auf Transpiler-Sprachen wie TypeScript, ReasonML und Elm ­zurück. (Foto: Shutterstock / RossHelen)

In Web-Umgebungen geht ohne die Programmiersprache ­JavaScript gar nichts. Dementsprechend beliebt ist sie auch als Zielsprache für Transpiler – also Compiler, die den Quellcode einer Programmiersprache in den Quellcode einer anderen Programmiersprache übersetzen. Entwicklerteams greifen gerne auf Transpiler-Sprachen wie TypeScript, ReasonML und Elm ­zurück, weil diese Vorteile wie die statische Typisierung, die ­Nutzung moderner Sprach-Features oder eine bessere Syntax für die ­funktionale Programmierung mitbringen.

Insbesondere die statische Typisierung sowie die ­funktionale Programmierung sind hier besonders interessant. Statische ­Typisierung kann dabei helfen, Fehler frühzeitig aufzu­decken, und Compiler ­können statisch typisierten Code oft besser ­optimieren. Zudem bieten integrierte Entwicklungsumgebungen (IDE) eine bessere Autovervollständigung an. Funktionale Programmierung hilft mit Konzepten wie Immutability, also unveränderlichen Werten, und dem statuslosen Programmiermodell, Code zu entwickeln, der sich leichter lesen und einfacher warten lässt. An dieser ­Stelle lohnt sich der Blick auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Transpiler-­Sprachen, um Entwicklern eine Ent­scheidungshilfe zu geben, für welches Projekt sich welche Sprache eignet.

Elm orientiert sich eher an Haskell und bringt weitere Konzepte der funktionalen Programmierung mit. ­Entwickler ­schätzen die Transpiler-Sprache vor allem für die User-Experience und den Mangel an historischen Altlasten. Zudem über­zeugen die Standard­bibliotheken mit durchdachten Konzepten und ­erstaunlicher Konsistenz. Dass Elm seine Sprach­konzepte mit einem Framework zur Web-Entwicklung kombiniert, ist ein ­weiterer Vorteil. Die sogenannte „Elm-Architektur“ gilt als vorbildlich: Das State-Management hat sich auch außerhalb der Community durchgesetzt und diente beispielsweise als Vorbild für die JavaScript-Bibliothek Redux. Das Standardbeispiel aus dem Elm-Tutorial ist ein Zähler, der sich per Knopfdruck erhöhen oder verringern lässt:

main =
Browser.sandbox { init = 0, update = update, view = view }
type Msg = Increment | Decrement
update msg model =
case msg of
Increment ->
model + 1

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Decrement ->
model - 1

view model =
div []
[ button [ onClick Decrement ] [ text "-" ]
, div [] [ text (String.fromInt model) ]
, button [ onClick Increment ] [ text "+" ]
]

Allerdings ist die Interaktion mit bestehenden JavaScript-­Bibliotheken und Frameworks für Elm-Apps eher schwierig. Das hat beispielsweise dazu geführt, dass sich der „Backend-as-a-­Service“-Anbieter Darklang von Elm abgewandt und seine ­komplette Plattform nach ReasonML konvertiert hat.

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