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Innovative Kampagnen für Mobile Marketing

Schon jedes dritte in Deutschland genutzte Handy ist voll internetfähig. Werbetreibende Unternehmen können in vielfältiger Weise auf die Stärken der mobilen Alleskönner setzen, denn das Smartphone ist immer dabei, weiß wo sein Besitzer ist, und oft auch, was er gerade sucht. Dieser Artikel stellt vier Strategien mit Beispielen für innovative mobile Werbekampagnen vor.

Der Verkaufsstart des iPhone vor über drei Jahren war die Initialzündung für die Mobile Branche. Inzwischen wachsen die Smartphoneverkäufe auch anderer Hersteller mit hohen zweistelligen Raten. Nach jahrelanger Stagnation mangels mobiler Bandbreiten, benutzerfreundlicher Geräte und transparenter mobiler Datentarife ist das Internet in der Hosentasche nun endlich auf dem Weg in den Massenmarkt. Für Markenartikler, Händler oder Gastronomen sind das gute Nachrichten. Sie können nun auch breite Zielgruppen mit weitaus involvierenderen und nutzwertigeren Werbeformen ansprechen, als es mit simplen Werbe-SMS je möglich war.

Eigene Apps aufsetzen

Was haben Milka, Lufthansa, Deutsche Bahn, die Deutsche Post und Ikea gemeinsam? Sie alle haben eigene Applikationen für das iPhone und teilweise auch für weitere Smartphones aufgesetzt.

Mit der Milka-App können Schokoladen-Fans einen humoristischen Alpenhorntest und ein Jodeldiplom bestehen. Nutzwert bietet der „Alpen Guide“ mit Wanderrouten und Rezepten. Mit dem DB Navigator hat man die Reiseauskunft immer dabei, außerdem ermittelt die Ortungsfunktion die optimalen Verbindung von und zu den nahegelegenen Haltestellen.

Nutzwert pur: Die iPhone-App der Deutschen Post zeigt an, wo die nächstgelegenen Briefkästen und Briefmarkenautomaten sind.
Nutzwert pur: Die iPhone-App der Deutschen Post zeigt an, wo die nächstgelegenen Briefkästen und Briefmarkenautomaten sind.
Gleiches leistet die App der Deutschen Post bei der Briefkasten- und Briefmarkenautomaten-Suche. Mit der Lufthansa-App können Nutzer hingegen ihren Flug direkt vom Handy aus buchen und sich fortlaufend über mögliche Verspätungen informieren.

Von großen Marken erwarten Mobilnutzer inwischen ohnehin eigene Apps. Allerdings muss eine App auch einen brauchbaren Nutzwert bieten, damit sie nicht bloß heruntergeladen, sie auf den hinteren Screen-Seiten verschwindet und nach einer Phase der Nichtbeachtung wieder gelöscht wird. Die Preise für eine eigene App reichen vom dreistelligen Euro-Betrag (wofür allerdings kaum mehr als eine angereicherte Mobilseite erwartet werden kann) bis zur fünfstelligen Summe.

Grundsätzlich rät die Hamburger Mobile-Beraterin und Bloggerin Heike Scholz („Mobile Zeitgeist“) Unternehmen: „Erst mal mit mobilen Webseiten starten. Die sind für alle internetfähigen Handys geeignet.“ Wer sich für eine eigene Applikation entscheidet, sollte auf jeden Fall auch Budget einkalkulieren, um die App zu bewerben. Denn bei inzwischen über 300.000 Applikationen allein im iTunes Store ist eine App an sich schon lange keine Meldung mehr wert. Die Berliner Agentur Madvertise garantiert mit ihrem Angebot „katAPPult“ zum Preis von 10.000 Euro aufwärts, dass sich eine App mindestens einige Tage lang in den Toplisten beliebiger App-Stores hält.

In den Apps anderer Anbieter werben

Für kleine Unternehmen lohnt es sich oft nicht, eigene Mobil-Applikationen aufzusetzen. Diese Unternehmen können allerdings sozusagen „huckepack“ von den Apps größerer Unternehmen für Werbung sorgen – zum Beispiel bei Aloqa.

Bei Aloqa gibt es unterhalb der Startseite diverse vom Nutzer frei konfigurierbare Kategorien. Hier erscheinen Unternehmen auch ohne eigene App.
Bei Aloqa gibt es unterhalb der Startseite diverse vom Nutzer frei konfigurierbare Kategorien. Hier erscheinen Unternehmen auch ohne eigene App.
Hinter dieser Applikation verbirgt sich eine vom Nutzer frei konfigurierbare Plattform mit bisher über 200 internationalen Dienstleistern darunter Banken (Standorte von Geldautomaten), Reservierungsservices in teilnehmenden Restaurants, Pizza-Lieferanten, Konzert-Events oder Sonderangebote von Handelsfilialen, Cafés und Restaurants in der lokalen Umgebung des Nutzers. Über den „Hot Channel“ von Aloqa erhält der Nutzer personalisierte und fortlaufend aktuelle Empfehlungen in der Nähe, abhängig von nutzergenerierten Bewertungen und dem bisherigen Suchverhalten des Anwenders. Die App wurde insgesamt bisher über eine Million Mal heruntergeladen.

Auch bei Gutscheinbuch.de können Dritte ihre Sonderangebote bewerben. Das gedruckte Gutscheinbuch der Regensburger Kuffer Marketing GmbH gibt es bereits seit 2001 mit einer Gesamtauflage von zehn Millionen Exemplaren. Neu ist die App im iTunes Store. Als werbetreibende Unternehmen mit dabei sind unter anderem Pizza Hut und Zalando.de, aber auch kleinere Filialisten und Einzelhändler. Die gedruckten Gutscheine zum Ausschneiden und Sammeln werden hier in moderner Form als „Mobile Couponing“ wieder neu aufgelegt.

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Eine Reaktion
Sebastian

Ich denke auch, dass es an der Zeit ist, sich auf mobile Marketing einzustellen. Schließlich gibt es ja mehr und mehr internetfähige mobile Endgeräte wie Handys, Smartphones, Reader & Tablets. Wir können es schon jetzt als "Normalität" betrachten. Und daher ist es empfehlenswert, sich nicht nur technisch darauf einzustellen.

LG Sebastian

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