Entwicklung & Design

Ein Ausblick auf die kommende Version des schlanken Web-Frameworks: Ruby on Rails 2.0

Die Keynote des Ruby-on-Rails-Erfinders David Heinemeier Hansson auf der RailsConf 2007 drückte vor allem eines aus: Die Zufriedenheit mit einem stabilen, runden Framework. So passt es auch gut ins Bild, dass das nächste große Release des Web-Development-Frameworks keine bahnbrechenden Innovationen mit sich bringen wird. Es sind vor allem Detailverbesserungen, die die neue Version ausmachen sollen.

Das Rails-Team ist zufrieden mit sich und seinem Framework, das bereits über eine Million Downloads und hunderte Plugins zählt. Entsprechend stand die Keynote von Heinemeier Hansson [1] unter dem Motto „Celebrating what we have“. Die gleiche Stimmung spiegelt auch das kommende Release 2.0 von Ruby on Rails wieder: Anstatt auf künstliche Innovationen, setzt die neue Version auf viele kleine Detailverbesserungen.

REST statt SOAP

Web Services werden in der Zukunft standardmäßig über die RESTful implementierten „Active Resources“ realisiert. Folglich wird das REST-Konzept auch in Rails immer zentraler. Wer aber weiterhin auf „SOAP“ setzen möchte, kann dies auch weiterhin tun.

Breakpoints

In Version 1 wurde der „Breakpointer“ häufig zum Debugging verwendet. So lange, bis ein Ruby-Bugfix den „Breakpointer“ unbrauchbar machte. In Version 2 können wieder Breakpoints gesetzt werden, allerdings mit dem Keyword „debugger“ (früher: „breakpoint“). Neu ist neben dem Namen auch eine erweiterte Funktionalität: Wie bisher landet man beim Erreichen des Breakpoints in einer IRb-Session, kann dort aber jetzt auch den Stack durchwandern.

HTTP Performance

Werden viele einzelne JavaScript- und CSS-Dateien auf einer Seite eingebunden, erhöht sich die Wartezeit für den Besucher, bis die Seite angezeigt werden kann. Der Grund dafür: Browser können nur wenige (normalerweise zwei) simultane Requests vom gleichen Host zulassen. Rails 2.0 löst das Problem, indem es die Dateien zusammenführt und komprimiert. Folgende zwei Zeilen machen aus den projektabhängig oftmals unzähligen CSS- und JavaScript-Dateien jeweils eine einzelne Datei:

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