Ratgeber

Selbstvermarktung für den nächsten Job: Wie es richtig geht

Gut gefunden werden: Ein Vlog kann helfen, die eigenen Fähigkeiten sichtbarer und sich selbst zur Marke zu machen. (Foto: Shutterstock/G-Stock Studio)

Jobsuchende erhöhen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wenn sie sich auf verschiedenen digitalen Plattformen präsentieren. Was man dabei beachten sollte, um das Interesse von Recruitern zu wecken.

Profil-Slogan für Suchmaschinen optimieren, Links setzen, Gruppen folgen: Das Netz ist voll mit Tipps, um das eigene Profil in Karrierenetzwerken zu verbessern. Unter Tausenden Auftritten potenzieller Mitbewerber heraus­zustechen, erfordert aber mehr als vereinzelte kosme­tische Eingriffe.

Das wird schon angesichts der Masse klar: Elf Millionen Menschen aus dem deutschsprachigen Raum waren im vergangenen Jahr allein auf der größten Karriereplattform Linkedin registriert. Sie alle ergänzen klassische Bewerbungsunterlagen längst durch mindestens ein digitales Profil. Wie sieht aber eine kluge Strategie aus, um von ­Recruitern bemerkt und angesprochen zu werden? Und wie bleibt der Aufwand überschaubar? Drei Schritte helfen, die persönliche Marke im Netz zu schärfen.

Schritt 1: Komplexität reduzieren

Xing, Twitter, Facebook, Pinterest, Instagram und Co.: Sogar bislang hauptsächlich privat genutzte Plattformen rücken zunehmend in den beruflichen Fokus – je nach Branche und Wunscharbeitgeber. Einerseits raten Karriereexperten, auf allen wichtigen Kanälen für die eigene Zielgruppe wenigstens aufzutauchen, um von Personalverantwortlichen gefunden zu werden. Andererseits stellt sich die Frage, in welche Portale wirklich Arbeit fließen soll.

Programmierer und Kommunikationsberater Martin Haunschmid konzentriert sich seit rund einem Jahr auf ein eigenes Tech-Blog, das ihm inzwischen bei der Akquise neuer Aufträge hilft. „Im Gespräch mit Kunden verweise ich auf Texte, in denen sie zum Beispiel technische Hintergründe und IT-Wissen nachlesen können“, sagt der 28-Jährige, der sich in Wien mit Webentwicklung und Online-Marketing selbstständig gemacht hat. Das Vorgehen lohne sich: Rund zwei neue Anfragen liefen derzeit pro Woche ein.

Gestartet mit einem wöchentlichen Tech-Newsletter an mehr als 200 Abonnenten, versucht Haunschmid ­heute, ein Mal pro Woche einen Blogeintrag zu veröffentlichen. Zeitfaktor: je zwei bis drei Stunden. Karriereplattformen und soziale Medien nutzt er begleitend – um seine Artikel zielgerichtet zu verbreiten. Er warnt davor, sich zu ver­zetteln. „Aus meiner Sicht braucht es eine Lead-Plattform wie ein Blog, um die eigene Marke aktiv zu managen. Weniger ist mehr, wenn bestimmte Kanäle nur nebenbei bespielt werden können“, sagt Haunschmid.

Dafür muss man nicht zwingend unterhaltsam und informativ schreiben können. Auch, wer als Vlogger per Video Einblick in seine Arbeit und seine Kenntnisse gibt, kann eine starke Präsenz aufbauen – und nebenbei noch direkter seine Persönlichkeit vermitteln.

Der Kölner Karriere-Blogger Jochen Mai sieht den Schwerpunkt ebenfalls auf einer eigenen Website und rät, soziale Plattformen zur Unterstützung einzusetzen: „Ich bin ein starker Verfechter eines eigenen Blogs, das man ins Zentrum der digitalen Präsenz stellt“, so Mai. Das Haupt­argument: Ein digitales Archiv macht den Karriereweg transparent – das ist vor allem wichtig, wenn sich das fachliche Profil mit der Zeit stark verändert.

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