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Wie Sensoren, APIs und Algorithmen unser Leben verändern: The Next big Thing

Das Internet vernetzt über APIs und Sensoren zunehmend Alltagsgegenstände – miteinander und mit seinen Nutzern. Die großen Datenmengen, die dabei entstehen, und die Algorithmen, die diese Daten auswerten und aufbereiten, machen völlig neue Formen von Dienstleistungen und Technologien möglich – und werden so enormen Einfluss auf den menschlichen Alltag haben.

Nicht erst seit der Aufdeckung von Prism und Co. schwingt beim Thema Datensammlung die Angst vor allumfassender Überwachung mit. Auf der anderen Seite profitieren wir sowohl als Nutzer als auch als Dienste-Anbieter vom geschickten Umgang mit Daten. Hardware spielt dabei eine wichtige Rolle. Unsere Smartphones speichern unsere Bewegungsdaten, wann immer wir Google Maps nach dem Weg fragen oder mit Fitness-Apps wie RunKeeper joggen gehen. Es entsteht ein Netzwerk aus Kommunikations-, Geo-, Bewegungs- und Sensorendaten – eine Art Datenschicht, die den Alltag durchzieht und beispielsweise zu maßgeschneiderten Produktempfehlungen oder von
Freunden empfohlenen Restaurants führt.

Besonders spannend wird es dort, wo verschiedene Dienste und Datenquellen kombiniert werden. So entfalten Kartendienste wie Google Maps, Nokia Here oder Open Street Maps ihr volles Potenzial erst, wenn sie in Verbindung mit Verkehrsdaten und Fahrplänen genutzt oder wenn sie in Apps und Webservices wie RunKeeper integriert werden, um dabei zu helfen, Joggingstrecken aufzuzeichnen oder neue Strecken zu entdecken. Eine technische Schnittstelle (API) für den Datenimport und -export anzubieten, gilt seit Jahren als wichtiger Schlüssel zum Erfolg für Netzdienste aller Art.

Doch was geschieht, wenn wir nicht nur mit Online-Diensten, sondern auch Alltagsgegenständen mittels unserer Smartphones interagieren können? Bislang waren vor allem Telefone „smart“, aber das ändert sich rapide. Thermostate, Strommesser, Küchen- und Personenwaagen, Häuser oder sogar ganze Städte: Sie alle werden smart, also mit dem Internet und untereinander vernetzt.

Vom Smartphone zum Smart Home

Noch sind intelligente Haushaltsgeräte nicht bei der breiten Masse angekommen. Doch das könnte sich schnell ändern. So werden in Deutschland in den kommenden Jahren verpflichtend in jedem Haushalt Smart Meters, also intelligente Stromzähler, eingeführt. In immer mehr Badezimmern stehen vernetzte Körperwaagen wie die Withings Scale, die nicht nur Buch führt über Gewichtsveränderungen, sondern gleichzeitig den Puls erfasst und durch einen Luftqualitätssensor ermittelt, wann es Zeit ist, mal wieder ordentlich zu lüften. Etwas verspielter ist die Good Night Lamp der Londoner Designerin Alexandra Deschamps-Sonsino, die aus einer vernetzten Lampenfamilie besteht: Schaltet die Großmutter in Stuttgart ihre Lampe am Abend ein, so leuchtet analog das Licht der korrespondierenden Lampe auch bei der Enkelin in Hamburg. Die Idee ist so simpel wie wirkungsvoll: niedrigschwellige soziale Signale, angetrieben von intelligent vernetzter Infrastruktur.

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